Palais de la Porte Dorée

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Palais de la Porte Dorée à Paris
Während der Pariser Kolonialausstellung (1931)
Darstellung im Kunstmuseum

Der Palais de la Porte Dorée ist ein 1931 eröffneter Ausstellungsbau am westlichen Ende des Bois de Vincennes im 12. Pariser Arrondissement.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Palais de la Porte Dorée wurde 1931 nach 18-monatiger Bauzeit anlässlich der im selben Jahr stattfindenden Pariser Kolonialausstellung eröffnet. Als einziges Gebäude der Ausstellung blieb das Gebäude nach Ende der Veranstaltung als Musée des colonies erhalten. Das Museum wurde 1935 in Musée de la France d'Outre-mer umbenannt, und schließlich, im Zuge der Dekolonisation, in Musée des Arts d'Afrique et d'Océanie (ab 1990: Musée national des Arts d'Afrique et d'Océanie) umbenannt. Die Sammlung zur afrikanischen und ozeanischen Kunst wurden ab 2002 in die des neuerrichteten Musée Branly integriert und wird seit 2006 nun dort gezeigt. Seit 2007 befindet sich die Cité nationale de l’histoire de l’immigration im Palais. Seit Eröffnung des Gebäudes befindet sich im Untergeschoss ein Aquarium.

Architektur[Bearbeiten]

Der von Albert Laprade entworfene Bau wurde im Stil des Art Déco, angereichert mit Elementen der traditionellen Architektur der Kolonien, errichtet. Die Fassade wird von einem 1100 m² großen Relief von Alfred Janniot, der auch für die Inneneinrichtung des 1927 vom Stapel gelaufenen Passagierschiffs Île de France verantwortlich war, beherrscht, das den Reichtum und die wichtigsten See- und Flughäfen Frankreichs und seiner Kolonien zeigt.

Innenausstattung[Bearbeiten]

Die Ausstellungsräume gruppieren sich um eine mehrgeschossige zentrale Halle, die von einem 600 m² großen, von Ducos de la Haille und seinen Schülern von der École des beaux-arts gestalteten Fresko dominiert wird, das den Austausch, sowohl den Handel als auch der französischen „Civilisation“, zwischen dem Mutterland und seinen Kolonien zeigt. Im Erdgeschoss befinden sich zwei ovale Empfangsräume, der Salon Lyautey, benannt nach dem Generalsekretär der Kolonialausstellung, Marschall Hubert Lyautey, und der Salon Reynaud, benannt nach dem damaligen Kolonialminister Paul Reynaud. Die Wände des Salon Lyautey wurden von André und Ivanna Lemaître mit asiatischen Motiven gestaltet, die Möbel aus Palmholz von Eugène Printz. Lyautey nutzte diesen Raum für Empfänge während der Kolonialausstellung. Der Salon Reynaud wurde mit Fresken von Louis Bouquet gestaltet und widmet sich dem Thema Afrika. Möbliert wurde dieser Salon von Jacques-Émile Ruhlmann.

Quelle[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Palais de la Porte Dorée – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.8352777777782.4094444444444Koordinaten: 48° 50′ 7″ N, 2° 24′ 34″ O