Palladium(II)-bromid

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Kristallstruktur
Elementarzelle von Palladium(II)-bromid
Kristallstruktur von Palladium(II)-bromid
__ Pd2+      __ Br
Allgemeines
Name Palladium(II)-bromid
Andere Namen

Palladiumdibromid

Verhältnisformel PdBr2
CAS-Nummer 13444-94-5
PubChem 83469
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 266,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

5,35 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

310 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit
  • unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Bromwasserstoffsäure und Natriumchloridlösung[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338​‐​302+352​‐​321​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Palladium(II)-bromid ist eine anorganische chemische Verbindung des Palladiums aus der Gruppe der Bromide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Palladium(II)-bromid kann durch Reaktion von Palladium mit einer Bromwasserstoff-Brom-Lösung gewonnen werden.[4] Es kann auch direkt aus den Elementen gewonnen werden.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Palladium(II)-bromid ist ein braunschwarzer Feststoff, der in Form von nadelförmigen Kristallen vorliegt. Er ist unlöslich in Wasser und organischen Lösungsmitteln, aber löslich in Halogenwasserstoffsäuren.[4] Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (a = 659 pm, b = 396 pm, c = 2522 pm, β = 92,6°, Z = 4).[2] Im Kristall ist jedes Palladiumatom quadratisch-planar von vier Bromatomen umgeben, jedes Bromatom bindet dabei an ein weiteres Palladiumatom, so dass unendliche Zickzackketten entstehen.

Verwendung[Bearbeiten]

Palladium(II)-bromid kann als Katalysator in der organischen Chemie verwendet werden, wobei es teilweise aktiver ist als Palladium(II)-chlorid.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Palladium(II) bromide, Premion®, 99.998% (metals basis), Pd 39.5% min bei AlfaAesar, abgerufen am 30. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c d  Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 364258842-5, S. 668 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. a b  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1730.
  5.  Catherine E. Housecroft: Inorganic Chemistry. Pearson Education, 2005, ISBN 0130399132, S. 686 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Jiro Tsuji: Palladium Reagents and Catalysts: New Perspectives for the 21st Century. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0470021195, S. 344 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).