Palladium(II)-iodid

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Kristallstruktur
Strukturformel von Palladium(II)-iodid
__ Pd2+      __ I
Allgemeines
Name Palladium(II)-iodid
Andere Namen
  • Palladiumdiiodid
  • Palladiumiodid
  • Palladiumjodid (veraltet)
Verhältnisformel PdI2
CAS-Nummer 7790-38-7
PubChem 82251
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 360,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

6,003 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

350 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

gering löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 317
P: 261​‐​280​‐​302+352​‐​321​‐​363​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 43
S: 24​‐​37​‐​60
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Palladium(II)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Palladiums aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Palladium(II)-iodid kann durch Reaktion einer stark verdünnten Lösung von Palladium in Salpetersäure mit Natriumiodid bei 80 °C gewonnen werden.[3]

Die Hochtemperaturmodifikation α-Palladium(II)-iodid kann durch Umsetzung der Elemente bei einer Reaktionstemperatur oberhalb von 600°C dargestellt werden. Die γ-Modifikation entsteht als feinkristallines, nahezu röntgenamorphes Pulver durch Fällung von Palladium(II)-Verbindungen mit Iod-Salzen aus wässriger H2PdCl4-Lösung bei Raumtemperatur. Beim Erhitzen dieser Modifikation in verdünnter Iodwasserstoff-Lösung wandelt sich diese ab ca. 140°C in die β-Phase um.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Palladium(II)-iodid ist ein nahezu röntgenamorphes, schwarzes Pulver. Es ist unlöslich in Säuren, aber löslich in einer Kaliumiodid-Lösung. Die Verbindung kommt in drei Modifikationen vor.[3] Die α-Modifikation besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pnmn.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Palladium(II) iodide, Premion®, 99.998% (metals basis), Pd 29% min bei AlfaAesar, abgerufen am 31. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. a b  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 17.
  4. Kristin Brendel, Binäre und Ternäre Verbindungen der Platinmetalle Palladium und Rhodium mit Tellur und Halogenen. Präparationen und strukturelle Charakterisierung, 2001 , urn:nbn:de:bsz:25-opus-1971
  5.  Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 364258842-5, S. 668 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).