Palu

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Palu (Begriffsklärung) aufgeführt.
Kota Palu
Palu
Palu (Sulawesi)
Palu
Palu
Koordinaten 0° 54′ S, 119° 52′ O-0.9119.86666666667Koordinaten: 0° 54′ S, 119° 52′ O
Basisdaten
Staat Indonesien

Geographische Einheit

Sulawesi
Provinz Sulawesi Tengah
Einwohner 348.757 (2010)
Webseite www.kota-palu.go.id (indonesisch)

Palu ist die Hauptstadt der indonesischen Provinz Zentralsulawesi (Sulawesi Tengah) mit 348.757 Einwohnern (Berechnung 2010).[1] Die Stadt befindet sich auf der Insel Sulawesi (ehemals Celebes), 1500 Kilometer von der indonesischen Hauptstadt Jakarta entfernt, an der Mündung des Flusses Palu in die zur Straße von Makassar gehörige Palu-Bucht.

Etwa 40 km nordwestlich, 5 km nördlich des kleinen Städtchens Donggala, befindet sich Tanjung Karang (indon. „Landzunge Korallen“), das unter Tauchtouristen bekannt ist. Von Palu aus lassen sich Mehrtagesauflüge in die südlich gelegenen Regenwald-Gebiete des Lore Lindu-Nationalparks unternehmen.

Palu verfügt über einen Flughafen mit Verbindungen u.a. nach Makassar, Balikpapan auf Borneo, Luwuk und weiter nach Manado, Bali und Jakarta. Neben kleineren privaten Colleges ist in Palu die Universitas Tadulako ansässig, die eine Forschungskooperation mit zwei deutschen Universitäten unterhält.

Bombenanschlag Silvester 2005[Bearbeiten]

Am Morgen des letzten Tages des Jahres 2005 explodierte etwa um 7:35 Ortszeit eine mit Nägeln gefüllte Bombe auf dem belebten Markt von Palu, tötete acht Menschen und verletzte weitere 54. Die Polizei vermutet die radikal-islamische Organisation Jemaah Islamiyah hinter dem Anschlag. Der Markt wurde hauptsächlich von Christen besucht. Es ist der einzige Platz, an dem Schweinefleisch verkauft wird, das von den muslimischen Bewohnern aus religiösen Gründen abgelehnt wird. Eine zweite Bombe entschärfte die Polizei später. Die englischsprachige Zeitung The Jakarta Post berichtete in ihrer Onlineausgabe vom Neujahrstag von der Festnahme eines Verdächtigen durch die Sicherheitskräfte. Die Region ist seit 1998 immer wieder Schauplatz von Unruhen zwischen Christen und Muslimen, bei denen 2000 Menschen starben. Brennpunkt der Unruhen ist der Nachbarbezirk Poso.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Palu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bevoelkerungsstatistik.deIndonesien: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zu ihrer Bevölkerung. World Gazetteer