Pamukkale

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Pamukkale
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Pamukkale (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Denizli
Koordinaten: 37° 46′ N, 29° 6′ O37.76327777777829.102305555556Koordinaten: 37° 45′ 48″ N, 29° 6′ 8″ O
Fläche: 823 km²
Einwohner: 311.496[1] (2013)
Bevölkerungsdichte: 378 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 258
Postleitzahl: 20 xxx
Kfz-Kennzeichen: 20
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Hüseyin Gürlesin (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Pamukkale
Einwohner: 311.496[1] (2013)
Fläche: 823 km²
Bevölkerungsdichte: 378 Einwohner je km²
Kaymakam: Erdoğan Beypınar
Webpräsenz (Kaymakam):

Pamukkale (türkisch für Baumwollburg/Watteburg) ist Landkreis der türkischen Provinz Denizli. Pamukkale hatte laut der letzten Volkszählung 311.496 Einwohner (Stand Ende Dezember 2013).

Pamukkale erhielt seinen Namen durch die Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und heute eine Touristenattraktion darstellen. Die Terrassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Das dortige Quellwasser ist mit Calciumhydrogencarbonat gesättigt. Beim Austreten entweicht durch den Druckabfall Kohlendioxid, wodurch die Löslichkeitsgrenze von Calciumcarbonat überschritten wird, das in Form von Travertin ausfällt. Pro Sekunde werden 250 l Thermalwasser (ca. 30 °C) ausgeschüttet, d. h. täglich 21.600 m³. In einem Liter sind 2,2 g Kalk gelöst, der zum Teil ausgeschieden wird; die tägliche Menge könnte damit maximal 48 Tonnen erreichen, tatsächlich ist es deutlich weniger.

Außerdem liegt in der Nähe der Sinterterrassen auch der antike Ort Hierapolis. Erhalten sind eine ausgedehnte Nekropole mit verschiedensten Gräbertypen, Apollotempel und Plutonium, ein großes Theater (15.000 Personen), die Philippus-Kirche sowie Bäder, Gymnasium und große Teile der Stadtmauer.

Ähnliche Sinterterrassen befinden sich an den Mammoth Hot Springs im Yellowstone-Nationalpark und deutlich kleiner in Egerszalók bei Eger in Ungarn. Die in Neuseeland gelegenen Pink and White Terraces waren bereits im 19. Jahrhundert ein auch in Europa bekanntes Touristenziel und wurden 1886 durch einen Vulkanausbruch vollständig zerstört. Im Berliner Görlitzer Park befand sich zwischen 1998 und 2009 ein den Pamukkale-Terrassen nachempfundener Brunnen, der jedoch aufgrund baulicher Mängel abgerissen werden musste. [2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pamukkale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 23. September 2014
  2. B.Z.: Pamukkale-Brunnen wird abgerissen