Pan Tadeusz (1999)

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Filmdaten
Originaltitel Pan Tadeusz
Produktionsland Polen
Originalsprache Polnisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 147 Minuten
Stab
Regie Andrzej Wajda
Drehbuch Andrzej Wajda
Jan Nowina Zarzycki
Piotr Wereśniak
Produktion Lew Rywin
Musik Wojciech Kilar
Kamera Paweł Edelman
Schnitt Wanda Zeman
Besetzung

Pan Tadeusz ist ein polnischer Spielfilm, der auf dem gleichnamigen Versepos des polnischen Schriftstellers Adam Mickiewicz basiert.

Handlung[Bearbeiten]

Polnische Emigranten erinnern sich in Paris an den letzten Aufstand gegen den Zaren in Polen-Litauen. Adam Mickiewicz ist einer von ihnen und erzählt die Geschichte des Pan Tadeusz. Der junge Tadeusz Soplica kehrt 1811 nach Beendigung seiner Studien auf den Landsitz seiner Familie in Litauen zurück. Dort erwartet ihn sein Vormund und Bruder seines Vaters, der Richter Soplica. Der Richter führt das Anwesen. Das Haus seiner Familie macht einen völlig leeren Eindruck. Tadeusz sucht sein einstiges Kinderzimmer auf und entdeckt das Mädchen Zosia.

Am Abend gibt es ein großes Fest im Schloss der Grafenfamilie. Tadeusz verliebt sich in die schöne Telimena, die wesentlich älter ist als Tadeusz und auch vom Grafen umworben wird. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen Zosia unter der Obhut der Grafenfamilie steht und in seinem ehemaligen Zimmer wohnt. Die Gefühle für Telimena und für Zosia verwirren den jungen Tadeusz. Sie machen ihn blind für die Geschehnisse um ihn herum. So erkennt er im Priester Robak auch nicht seinen Vater Jacek Soplica. Jacek Soplica brachte Schande über die Familie Soplica. Wegen Mordes an dem herrschenden Grafen floh er einst in ein Kloster. Seitdem lebt die Familie Soplica im Streit mit der Grafenfamilie und ist den Rachegelüsten des treuen Dieners Gerwazy ausgesetzt. Im Gewand des Priesters Robak kehrt Jacek Soplica nun zurück. Der patriotische Priester Robak erkennt die Möglichkeit, dass Polen seine Unabhängigkeit zurück erlangen kann. Es kommt zum Aufstand gegen den Zaren. Robak wird tödlich verwundet und gibt sich auf dem Sterbebett zu erkennen. Es kommt zur Versöhnung zwischen den Familien, und Tadeusz kann sich mit Zosia verloben.

Kritiken[Bearbeiten]

„Die Dialoge, Dreizehnsilber mit paarweisem Reim, haben sowohl trefflichen Realismus wie ironische und selbstironische Pointierungen und Poesie der Romantik. Die sprachliche Schönheit und Kraft erschließt sich dem nichtpolnischen Zuschauer natürlich nicht in vollem Ausmaß, doch die geschmeidig opulenten Bilder von Kameramann Pawel Edelman vermitteln visuell ergänzend die Stilisierung der an Emotionen, Dramatik und Spannung nicht gerade armen Erzählung.“

Kino.de[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde im Jahr 2000 mit sechs Polnischen Filmpreisen ausgezeichnet. Er erhielt den Preis in den Kategorien Beste Hauptdarstellerin (Grażyna Szapołowska), Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bestes Szenenbild (Allan Starski), Bester Schnitt und Bester Ton.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.kino.de/kinofilm/pan-tadeusz/55352.html#kritik Kritik auf kino.de