Panagjurischte

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Panagjurischte (Панагюрище)
Wappen von Panagjurischte Karte von Bulgarien, Position von Panagjurischte hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Pasardschik
Einwohner: 20.938 (13. September 2005)
Koordinaten: 42° 30′ N, 24° 11′ O42.524.183333333333550Koordinaten: 42° 30′ 0″ N, 24° 11′ 0″ O
Höhe: 550 m
Postleitzahl: 4500
Telefonvorwahl: (+359) 0357
Kfz-Kennzeichen: PA
Verwaltung
Bürgermeister: Gerogi Gerginekow
Lage von Panagjurischte

Panagjurischte [pɐnɐˈɡjuriʃtɛ] (Translit. Panagjurište , bulg. Панагюрище, internationale Transliteration: Panagjurište), ist eine bulgarische Stadt am Oberlauf der Mariza. Sie liegt nördlich von Pasardschik im Sredna Gora Gebirge. Nachbarorte sind Plowdiw, Pasardschik, Welingrad, Raslog, Blagoewgrad, Dupniza, Samokow, Sofia, Mesdra, Slatiza, Trojan und Karlowo.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Panagjurischte war eins der Zentren des Aprilaufstandes gegen die osmanische Herrschaft im Frühjahr 1876. Obwohl nicht erfolgreich und brutal niedergeschlagen spielte der Aufstand eine wichtige Rolle für die bulgarische Nationalbewegung. Die Stadt wurde fast vollständig zerstört und ab 1878 wiederaufgebaut.

[Bearbeiten] Schatz von Panagjurischte

In Panagjurischte wurden bedeutende archäologische Funde der Thraker entdeckt, darunter ein Silberschatz und ein großer Goldschatz, auch Schatz von Pangjurischte genannt. Der Goldschatz stammt von der Wende des 4. zum 3. Jahrhundert v. Chr. und lag im Herrschaftsgebiet des Seuthes III.. Er umfasste eine außergewöhnliche Trinkamphora, drei Rhyta in Form von Tierköpfen, drei in Form von Amazonenköpfen eine in Form einer Ziegenbockprothome und eine goldene Phiale.

Insgesamt wog der aus purem Gold bestehende Schatz 6,1 kg. Auf zwei Gefäßen ist das Gewicht in griechischen Ziffern angegeben. Die Gewichtseinheit war der Epoche entsprechend die persische Statere, auch griechischer Dareikos genannt. Das genaue Gewicht der Statere hatte nur die griechische Kolonie Lampsakos, weswegen man annimmt, dass die betreffenden Gefäße von dort herkamen.

Der Schatz scheint auf einen bedeutenden Thrakischen Herrscher hinzuweisen. Er illustriert die Berichte Xenophons über die Sitten der Thraker.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Besichtigen lässt sich bei dem nahegelegenen Ort Starossel die Ausgrabungsstätte eines thrakischen Tempels aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.

[Bearbeiten] Literatur

  • Ivan Venedikov, Todor Gerassimov: Thrakische Kunst. Seemann, Leipzig 1976.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Panagjurischte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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