Panama-Stadt
9-79.50Koordinaten: 9° 0′ N, 79° 30′ W
| Panama-Stadt | ||
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Panama-Stadt auf der Karte von Panama |
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| Basisdaten | ||
| Staat | Panama | |
| Provinz | Panama | |
| Stadtgründung | 15. August 1519 | |
| Einwohner | 708.738 (2000) | |
| – im Ballungsraum | 1.215.575 | |
| Stadtinsignien | ||
| Detaildaten | ||
| Fläche | 2.560,8 | |
| Bevölkerungsdichte | 275 Ew./km² | |
| Höhe | 0 m | |
| Stadtgliederung | 19 Corregimientos | |
| Gewässer | Panama-Kanal, Pazifik | |
| Vorwahl | +507 2 | |
| Zeitzone | UTC-5 | |
| Website | ||
| Blick vom Pazifik auf das moderne Geschäftsviertel | ||
Panama-Stadt (spanisch Panamá) ist die Hauptstadt und der Regierungssitz des mittelamerikanischen Staates Panama und ist mit rund 700.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die Stadt befindet sich im Süden des Landes in der Provinz Panamá direkt an der pazifischen Küste und direkt (östlich) am Panamakanal gelegen. Sie ist das wirtschaftliche, politische, touristische und kulturelle Zentrum des Landes. Die moderne Stadt ist in wirtschaftlicher Hinsicht eine Weltstadt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Panama-Stadt wurde 1519 vom Spanier Pedro Arias Dávila rund 10 km östlich des heutigen Stadtzentrums (Casco) gegründet. 1671 wurde sie durch den englischen Piraten Henry Morgan zerstört und danach etwa 5 km südwestlich davon, an ihrer heutigen Stelle, neu erbaut. Die Stadt gewann dank ihrer geographischen Lage am Isthmus von Panama bald an Bedeutung. Panama-Stadt erlebte aber erst nach dem Bau des Panamakanals ein verstärktes Wachstum.
Mit dem Bau der ersten Bahn und schließlich des Panamakanals nahm die Stadt im späten 19. und vor allem im 20. Jahrhundert einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Derzeit ist die Stadt in einem rapiden Größenwachstum begriffen, wobei jedoch nicht nur die Zuwanderung, sondern auch Immobilienspekulation und möglicherweise auch das Waschen von kolumbianischen Drogengeldern eine Rolle spielen. 1903 wurde Panama-Stadt zur Hauptstadt erklärt.
[Bearbeiten] Regierung und Verwaltung
Bürgermeister ist seit dem Regierungswechsel vom 1. Juli 2009 Bosco Vallarino (CD). Er trat die Nachfolge von Juan Carlos Navarro (PRD) an.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Panama-Stadt ist heute ein international bedeutendes Banken- und Offshore-Zentrum. Durch die liberale Steuerpolitik des Landes hat sich der Ort in Verbindung mit der Ansiedlung großer Banken ab Ende der 1970er Jahre zu einem wichtigen internationalen Bankenplatz entwickelt.
104 vorwiegend internationale Banken haben ihren Sitz in der Stadt oder unterhalten Niederlassung bzw. Filialen, in kaum einem anderen Ort der Welt gibt es mehr Bankfilialen. Ein großer Wirtschaftsfaktor ist auch der Dienstleistungssektor und der Schiffsverkehr mit dem Seehafen im Westen der Stadt. Es gibt fünf große mehrstöckige Einkaufszentren und Einkaufsstraßen wie die Avenida central.
[Bearbeiten] Bildung
Neben zahlreichen Schulen gibt es die staatlichen Hochschulen Universidad de Panama (UP, vergleichbar den freien Unis), Universidad Tecnológica de Panama (UTP, die technische Universität), die privaten Hochschulen Universidad Católica Santa María La Antigua (USMA, katholisch), sowie die Latina University.
[Bearbeiten] Medien
Panama-Stadt ist der Verlagsort für große nationale Tageszeitungen in spanischer Sprache wie Mi Diario, La Prensa, El Panamá América, La Estrella de Panamá u.a. Ebenso werden hier einige englischsprachige Zeitungen herausgegeben.
[Bearbeiten] Architektur
Mit dem Ausbau Panamas zum Finanzzentrum hat ein für Mittelamerika beispielloses Wachstum der kleinen Metropole stattgefunden. In der Stadt befinden sich acht der zehn größten Hochhäuser Lateinamerikas, allein 22 Wolkenkratzer mit über 200 Metern Höhe haben Panama eine zum Kanal hinüberblinkende Skyline verschafft. Neben moderner Architektur sind auch historische Gebäude erhalten. Das alte Stadtgebiet (Panamá la Vieja) ist als Ruinengelände erhalten und wurde 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Neben der zentralen Plaza mit Kathedrale, Rathaus und Bischofspalast sind mehrere Klöster sowie das Spital und wenige Wohnbauten der Oberschicht erhalten. Archäologische Untersuchungen unter Beteiligung der Eberhard Karls Universität Tübingen versuchen unter anderem, nähere Aussagen zur Stadtentwicklung sowie zur Sozialtopographie innerhalb der Stadt zu gewinnen.
[Bearbeiten] Verkehr
Der Öffentliche Personennahverkehr ist in der Stadt unzureichend ausgebaut. Eine 13,6 km lange Metrolinie mit 11 Haltestellen zwischen dem Busbahnhof Albrook im Süden und der Mall Los Andes im Norden ist seit 2010 im Bau[1]. Sie soll 2014 eröffnet werden[2]. Ein Ausbau eines Busway-Systems ist geplant.[3] Der internationale Flughafen Panama (Aeropuerto Internacional de Tocumen), befindet sich etwa 24 km östlich außerhalb der Stadtgrenze. Die Stadt verfügt bei Balboa östlich des Kanals über einen wichtigen Seehafen. Westlich der Stadt befindet sich die Brücke der Amerikas (spanisch Puente de las Américas), eine 1.669,20 Meter lange Bogenbrücke, die über den Kanal führt. Die 1962 eröffnete Brücke war bis 2004 die einzige Brücke zwischen dem südlichen und dem nördlichen Teil Mittelamerikas.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Panamakanal
- Miraflores-Schleusen[4]
- Pedro-Miguel-Schleusen
- Casco Viejo (auch bekannt als Casco Antiguo & San Felipe) ist das alte Viertel der Stadt mit Kolonialbauten, verschiedenen Kirchen und dem Präsidentenpalast
- Panamá la Vieja (Ruinenstadt, Museum)
- Palacio de las Garzas, der Präsidentenpalast
- Calzada, Damm parallel zur Kanaleinfahrt
- Zoo und Botanischer Garten Summit Botanical Gardens and Zoo[5] – ca. 30 Minuten außerhalb der Stadt
- Haus der Andacht der Bahai
[Bearbeiten] Partnerstädte
- Taipeh, Republik China (seit 1989)
- Incheon, Südkorea (seit 2000)
- Fort Lauderdale, Florida, USA
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Juan Demóstenes Arosemena Barreati (1879–1939), 17. Präsident Panamas
- Nicolás Ardito Barleta Vallarino (* 1938), 39. Präsident Panamas
- Rubén Blades (* 1948), Sänger und Schauspieler
- Augusto Samuel Boyd (1879–1957), 19. Präsident Panamas
- Jordana Brewster (* 1980), US-amerikanische Schauspielerin
- Herbert de Castro (1905–1969), Komponist
- Daniel Chanis Pinzón (1892–1961), 24. Präsident Panamas
- Roque Cordero (1917–2008), Komponist
- Ricardo de la Espriella Toral (* 1934), 34. Präsident Panamas
- Carlos Fuentes (* 1928), mexikanischer Schriftsteller
- Enrique Grau (1920–2004), Maler und Bildhauer
- Ernesto de la Guardia Navarro (1904–1983), 30. Präsident Panamas
- Jorge E. Illueca (* 1918), Politiker, Außenminister und Präsident der 38. UN-Generalversammlung
- Mireya Moscoso (* 1946), Präsidentin Panamas 1999 bis 2004.
- Ernesto Pérez Balladares (* 1946), Präsident Panamas
- Pedro Rebolledo (1895–1963), Komponist
- Mariano Rivera (* 1969), Baseballspieler bei den New York Yankees
- Martín Torrijos (* 1963), Präsident Panamas
- Erick Arturo del Valle (* 1937), 40. Präsident Panamas
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website von Panama-Stadt (spanisch)
- Verschiedene Informationen zu Panama-Stadt (MAPROPOLY, INC, Engl.)
- Mellander, Gustavo A.; Mellander, Nelly Maldonado & Magoon, Charles Edward; (1999). The Panama Years. Río Piedras, Puerto Rico: Editorial Plaza Mayor. ISBN 1-56328-155-4. OCLC 42970390.
- Mellander, Gustavo A. (1971). The United States in Panamanian Politics: The Intriguing Formative Years. Danville, Ill.: Interstate Publishers. OCLC 138568.
- Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Linienführung der Metrolinie 1
- ↑ Planungs- und Bauphasen beim Bau der Linea 1
- ↑ Metro Bus Panamá (Español)
- ↑ www.canalmuseum.com Miraflores Visitors Center (Engl.)
- ↑ Summit Botanical Gardens and Zoo (engl.)
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