Panaschieren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert einen Begriff aus dem Wahlrecht; zum Begriff aus der Botanik siehe Panaschierung.

Unter Panaschieren (frz.: panacher „farbig machen, mischen“) versteht man bei einer Wahl mit Personen-Mehrstimmenwahlsystem das Verteilen mehrerer verfügbarer Stimmen durch den Wähler auf einzelne Kandidaten unterschiedlicher Wahllisten.

Die absolute Zahl der Stimmen für die einzelnen Kandidaten beeinflusst dabei nur die Sitzverteilung innerhalb seiner Liste (Partei). Über die Anzahl der Sitze für eine Liste entscheidet die Gesamtzahl der Stimmen für alle ihre Bewerber.

Die Möglichkeit zum Panaschieren besteht in der Schweiz bei den Parlamentswahlen der verschiedenen Ebenen. In Deutschland ist es bei Kommunalwahlen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein[1] und Thüringen vorgesehen. In Bremen[2] und Hamburg[3] kann bei Kommunalwahlen und der Landtagswahl panaschiert werden.

Das Abgeben von mehreren Stimmen an einen Kandidaten nennt man dagegen Kumulieren oder Häufeln.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen des Landes Schleswig-Holstein zur Kommunalwahl 2013. Abgerufen am 5. November 2012.
  2. § 6 BremWahlG. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 7. November 2010.
  3. Bürgerschaftswahl in Hamburg. wahlrecht.de, abgerufen am 26. Dezember 2010.