Panciu
| Panciu Páncsu |
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Rumänien | |||
| Historische Region: | Westmoldau | |||
| Kreis: | Vrancea | |||
| Koordinaten: | 45° 55′ N, 27° 5′ O45.90861111111127.088333333333269Koordinaten: 45° 54′ 31″ N, 27° 5′ 18″ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 269 m | |||
| Fläche: | 61,85 km² | |||
| Einwohner: | 8.682 (1. Januar 2009) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 140 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 625400 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 37 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | VN | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2012) | ||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||
| Gliederung: | 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Crucea de Jos, Crucea de Sus, Dumbrava, Neicu, Satu Nou | |||
| Bürgermeister: | Ion Petre (USL) | |||
| Postanschrift: | Str. Titu Maiorescu, nr. 15 loc. Panciu, jud. Vrancea, RO–625400 |
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| Webpräsenz: | ||||
Panciu (ungarisch Páncsu) ist eine Stadt im Kreis Vrancea in Rumänien.
Inhaltsverzeichnis |
Geographische Lage [Bearbeiten]
Panciu liegt in der Moldau im Vorland der Ostkarpaten, an den Ausläufern des Vrancea-Gebirges. Das Stadtzentrum befindet sich auf einem kleinen Höhenrücken, der im Norden und Süden von zwei Bächen begrenzt wird. Die Kreishauptstadt Focșani befindet sich etwa 25 km südöstlich.
Geschichte [Bearbeiten]
Die ältesten archäologischen Funde der Region stammen aus dem Paläolithikum.[1] Im Jahr 1589 wurde Panciu unter dem Namen Crucea erstmals urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich der vor allem vom Weinbau lebende Ort zu einem lokalen Verwaltungszentrum.[2] 1798 wurde der Ortsname Panciu erstmals erwähnt.[1] Neben Rumänen lebten in Panciu auch viele Juden (1.410 im Jahr 1900).[3] 1907 kam es im Rahmen des Bauernaufstandes in Rumänien auch in Panciu zu Unruhen.[4] Der Ort war mehrfach von Katastrophen betroffen; so durch ein Feuer 1869, durch ein Erdbeben 1894 und durch Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg 1916.[2] Am schwersten wirkte sich ein Erdbeben am 10. November 1940 mit einer Stärke von 7,4 auf der Richter-Skala aus. 42 Personen wurden getötet, 70 schwer verletzt und nahezu der ganze Ort zerstört.[5] Die anschließend wieder aufgebaute Stadt besteht zum großen Teil aus Plattenbauten.
Heute sind neben dem Weinbau die Textilindustrie und die Lebensmittelverarbeitung von vorrangiger Bedeutung.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bei der Volkszählung 2002 wurden in der Stadt 8.903 Einwohner registriert, darunter 8.839 Rumänen und 55 Roma.[6] 5.327 lebten in der eigentlichen Stadt, die übrigen in den eingemeindeten Ortschaften.
Verkehr [Bearbeiten]
Panciu ist Endhaltestelle einer von Mărășești führenden Bahnstrecke. Dorthin verkehren derzeit (2009) allerdings nur ca. zwei Nahverkehrszüge täglich.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Kloster Brazi (17./18. Jahrhundert)
- historische Weinkeller (18./19. Jahrhundert)
- jüdischer Friedhof (19. Jahrhundert)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Ioan Slavici (1848–1925), Schriftsteller, gestorben in Panciu
- Gheorghe Alexianu (1897–1946), Gouverneur Transnistriens 1941–1944, geboren in Panciu
- Dan Nica (* 1960), stellvertretender Ministerpräsident, geboren in Panciu