Pandareos

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Johann Heinrich Füssli, Die Töchter des Pandareos, um 1795, Kunsthaus Zürich

Pandareos (griechisch Πανδάρεως, latein Pandareus) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Merops, des Königs von Milet; er wird einer der Urväter der Menschheit genannt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mythen

Der Sage nach stahl Pandareos den goldenen Hund[1], der das Heiligtum des Zeus auf Kreta bewachte, und trug ihn zum Berg Sipylos, wo er das Tier bei Tantalos versteckte. Als der Dieb es später zurückforderte, schwor Tantalos, den Hund nie erhalten zu haben[2]; man sagte auch, es sei Hermes gewesen, der – vom Göttervater gesandt – nach dem Tier fragte. Zeus verwandelte Pandareos zur Strafe in Stein, den meineidigen Tantalos aber streckte er mit einem Blitz nieder und stürzte den Sipylos auf ihn. In einer anderen Version konnte Pandareos noch über Athen nach Sizilien fliehen, bevor er umkam.

Mit seiner Gattin Hermothoe hatte er mehrere Töchter. Die älteste war Aëdon, die beiden jüngsten hießen Kleothera und Merope (in anderen Überlieferungen Cairo und Clytia). In der Odyssee wird erzählt, dass die Töchter des Pandareos nach dem Tod ihrer Eltern von Aphrodite, Hera und Athene aufgezogen und reich beschenkt, dann aber von den Harpyien verschleppt und den Erinnyen als Dienerinnen übergeben wurden.

Antoninus Liberalis berichtet, Demeter habe dem Pandareos die Gabe verliehen, soviel essen zu können, wie er wollte, ohne dass ihm übel wurde.

[Bearbeiten] Rezeption

Der Berg Mount Pandareus in Kanada ist nach Pandareos benannt.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Siehe auch: Lailaps
  2. Karl Kerényi, Die Mythologie der Griechen, Bd. II, S. 55. ISBN 3-423-01346-x
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