Pandemonium

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pandemonium (Begriffsklärung) aufgeführt.
John Martin, Pandemonium (1825)
John Martin, Satan presiding at the Infernal Council (1824)

Pandemonium (auch: Pandæmonium) ist ein Buch aus dem Epos Paradise Lost des englischen Dichters John Milton von 1667. Es wird als „Hauptstadt von Satan und seinen Kollegen“ beschrieben.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Im Zentrum Pandemoniums befindet sich der Palast des Satans, inmitten des Höllenfeuers, und beherbergt die schlimmsten Übel. Dort ruft Satan den Rat der Dämonen zusammen, um die Apokalypse vorzubereiten.[2] Der Palast soll von Mulciber entworfen worden sein, der vor seinem Fall Paläste im Himmel gestaltet haben soll.[3] Am Ende von Buch I wird erklärt, dass die Stadt von gefallenen Engeln gebaut worden sei. Der Palast ist umgeben von Banken aus Lava und tiefen Abgründen, die den Zugang zu diesem zentralen Ort erschweren sollen. Buch II beginnt mit dem Bau des stygischen Konzils, der in etwa einer Stunde errichtet worden sein und alle bisher von Menschen errichteten Paläste übertroffen haben soll.

Im Inneren des Palastes scheint sich der Schlüssel für eine Truhe zu befinden, die auf der Erde begraben ist. Der gleiche Schlüssel wird im Garten Eden vermutet, über den Inhalt der Truhe wird jedoch nichts erwähnt.

Illustration[Bearbeiten]

1823 wurde John Martin damit beauftragt, Paradise Lost zu illustrieren. Er fertigte 24 kleine sowie 24 große Stiche an. In diesem Zusammenhang ist sein Tableau Pandemonium entstanden, das er in zwei Ausführungen veröffentlichte. Eine weitere Illustration zeigt Satan, der dem Konzil der Hölle vorsitzt.[4]

Verweise[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  John Milton: Das verlorene Paradies. Reclam, Stuttgart 1986, ISBN 3-15-002191-X.
  2. Bill Long: Pandemonium III. 23. Februar 2008, abgerufen am 22. Juni 2012.
  3. Bill Long: Pandemonium I. 22. Februar 2008, abgerufen am 22. Juni 2012.
  4. Christopher Johnstone: John Martin. New York 1974, ISBN 0-85670-175-0.