Pando (Baum)

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Pando (von lat. pandere – „ausbreiten“) ist eine Kolonie einer männlichen Amerikanischen Zitterpappel (Populus tremuloides), deren Baumstämme über das Wurzelwerk miteinander verbunden sind und somit einen einzelnen Organismus bilden. Während einzelne Baumstämme absterben und neue hinzukommen, besteht die Kolonie als Ganzes fort. Solche Klonkolonien treten auch bei anderen Pflanzen auf, von denen einige wegen ihrer Größe oder ihres hohen Alters bekannt geworden sind (zum Beispiel Lomatia tasmanica, King Clone oder Old Tjikko). Pando ist das älteste und schwerste bekannte Lebewesen der Erde.

Populus tremuloides, Little Cottonwood Canyon, Salt Lake County, Utah

Beschreibung[Bearbeiten]

Pando befindet sich am westlichen Ende des Colorado-Plateau im Fishlake National Forest in Utah. Die ganze Kolonie (Genet) erstreckt sich über eine Fläche von 43,6 Hektar.[1] Die Anzahl der Stämme beträgt etwa 47.000[2] und das Gesamtgewicht wird auf etwa 6000 Tonnen[3] geschätzt. Die einzelnen Baumstämme sind im Durchschnitt 130 Jahre alt. Das Alter von Pando als Ganzes wird auf Grund seiner Größe auf mindestens 80.000 Jahre geschätzt.

Lebewesen der Superlative[Bearbeiten]

Pando ist das älteste und schwerste bekannte Lebewesen der Erde. Zum Vergleich: Im Malheur National Forest, Oregon, wurde ein Pilz-Exemplar der Größe von ungefähr 9 Quadratkilometern (965 Hektar) und einem Gewicht von 600 Tonnen gefunden. Dieser Pilz in Oregon ist der bislang größte Pilz der Erde sowie – nach Pando und vor dem General Sherman Tree – das zweitgrößte Lebewesen der Erde.

Nachweise[Bearbeiten]

  1. DeWoody, J.; Rowe, C.A.; Hipkins, V.D.; Mock, K.E.: "Pando" Lives: Molecular Genetic Evidence of a Giant Aspen Clone in Central Utah. In: Western North American Naturalist. 68, Nr. 4, 2008, S. 493–497. doi:10.3398/1527-0904-68.4.493.
  2. Jerry A. Kemperman; Burton V. Barnes: Clone size in American aspens. In: Canadian Journal of Botany. 54, Nr. 22, 1976, S. 2603–2607. doi:10.1139/b76-280.
  3. Genetic Variation and the Natural History of Quaking Aspen, Jeffry B. Mitton; Michael C. Grant: BioScience, Vol. 46, No. 1. (Jan., 1996), pp. 25–31. JSTOR

38.525943-111.751192Koordinaten: 38° 31′ 33,4″ N, 111° 45′ 4,3″ W