Zwergknäuelinge
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Herber Zwergknäueling (Panellus stipticus) |
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| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Panellus | ||||||||||
| P. Karst. 1879 |
Die Zwergknäulinge (Panellus) sind eine Gruppe meist kleinerer Pilze, die den ebenfalls holzbewohnenden Seitlingen habituell ähnlich sehen. Bisweilen werden sie auch wie die Vertreter der Gattung Sarcomyxa als Muschelseitlinge bezeichnet. Das Abbildungsverzeichnis europäischer Großpilze ordnet den Namen „Zwergknäuelinge“ der Gattung Panellus zu und verwendet „Muschelseitlinge“ ausschließlich für Sarcomyxa.[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Merkmale
[Bearbeiten] Makroskopische Merkmale
Die Arten der Gattung sind meist kleine, holzbewohnende muschelförmige Pilze mit seitlichem oder fehlendem Stiel. Die Hutoberseite ist oft filzig, kann aber auch glatt sein. Die Lamellenschneiden sind ganzrandig und nicht gesägt oder gezahnt. Das Sporenpulver ist weiß bis gelblich.
Bemerkenswert ist die nur bei nordamerikanischen Stämmen des Herben Zwergknäuelings (P. stypticus) auftretende starke Biolumineszenz, Myzel und Fruchtkörper leuchten intensiv grünlich.
[Bearbeiten] Mikroskopische Merkmale
Die Sporen sind relativ klein und von zylindrischer Form. Bei den von den meisten Autoren zu Panellus gestellten Arten ist das Sporenpulver amyloid, d.h. mit Jod anfärbbar, (Nicht beim Gelbstieligen Muschelseitling).
[Bearbeiten] Arten (Auswahl)
Weltweit hat die Gattung je nach Auffassung etwa 10 bis 12 Arten, 4 (oder 6) davon kommen in Mitteleuropa vor.
- Milder Zwergknäueling – Panellus mitis (Persoon 1796 : Fries 1821) Singer 1936
- Glockiger Zwergknäueling – Panellus ringens (Fries 1828 : Fries 1828) Romagnesi 1945
- Herber Zwergknäueling – Panellus stipticus (Bulliard 1783 : Fries 1821) P. Karsten 1879
- Violettblättriger Muschelseitling – Panellus vialaceofulvus (Batsch 1783 : Fries 1821) Singer 1937
Von manchen Autoren werden auch folgende Arten zu Panellus gestellt:
- Gelbstieliger Muschelseitling – Sarcomyxa serotina als Panellus serotinus (Schrad.) Kühner mit nicht amyloiden Sporen
- Klebriger Schleierseitling – Tectella patellaris als Panellus patellaris (Fr.) Konrad & Maubl. mit Velum
[Bearbeiten] Name
Der wissenschaftliche Name der Gattung ist abgeleitet von lat. panellus, der Verkleinerungsform von panus - Büschel.
[Bearbeiten] Ähnliche Gattungen
- Seitlinge (Pleurotus)
- Holzraslinge (Hypsizygus)
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- Andreas Gminder, Armin Kaiser: In: German Josef Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 3. Ständerpilze: Blätterpilze 1 (Hellblättler), Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-8001-3536-1.
- Egon Horak: Röhrlinge und Blätterpilze in Europa. In: Kleine Kryptogamenflora. 6. völlig neu bearbeitete Auflage. Elsevier - Spektrum Akademischer Verlag, München 2005.
- Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3 Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 978-3-937872-16-2 (701 Seiten).
- Frieder Gröger: Bestimmungsschlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa. Teil I. In: Regensburger Mykologische Schriften 13. Regensburgische Botanische Gesellschaft, 2006, ISSN 0944-2820 (Hauptschlüssel; Gattungsschlüssel; Artenschlüssel für Röhrlinge und Verwandte, Wachsblättler, hellblättrige Seitlinge, Hellblättler und Rötlinge).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Achim Bollmann, Andreas Gminder, Peter Reil: Abbildungsverzeichnis europäischer Großpilze. In: Jahrbuch der Schwarzwälder Pilzlehrschau. 4 Auflage. Volume 2, Schwarzwälder Pilzlehrschau, Hornberg 2007, ISSN 0932-920X (301 Seiten; Verzeichnis der Farbabbildungen fast aller europäischen Großpilze (> 5 mm) inkl. CD mit über 600 Gattungsbeschreibungen).
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Panellus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien