Pang (Rosenheim)

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47.82416666666712.092222222222469Koordinaten: 47° 49′ 27″ N, 12° 5′ 32″ O

Pang
Stadt Rosenheim
Wappen von Pang
Höhe: 469 m ü. NN
Einwohner: 3600 (Sep. 2008)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 83026
Vorwahl: 08031

Pang ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Rosenheim in Oberbayern.

Pang wurde im Jahre 752 erstmals urkundlich unter dem Namen „Painga“ genannt. Der Name leitet sich wohl von einem bajuwarischen Sippenführer namens Pao her. Der Edle Chuniperht stiftete am 8. August 752 zehn Höfe samt ihren Bewohnern an das Kloster Isen. Das Dorf blieb über Jahrhunderte unter der Herrschaft der Edlen von Pang, die zumindest verwandtschaftliche Verbindungen zu Nußdorf am Inn hatten, da sich die Wappen beider Orte sehr ähneln. Nach dem Erlöschen der Familie kam die Hofmark Pang um 1400 in den Besitz der Waldecker. 1483 in die Hand der Familie Gumpenberg und 1497 an die Seipoltsdorfer. 1649 übernahmen die Grafen Lamberg aus Amerang und damit ab 1822 die Freiherrn von Crailsheim die Hofmark. 1848 wurden die Hofmarken samt dem Patrimonialgericht aufgehoben. Die Gemeinde Pang gehörte fortan zum Bezirksamt, später Landratsamt Rosenheim.

Bis zur Eingemeindung in die Stadt Rosenheim am 1. Mai 1978 im Rahmen der Gebietsreform war Pang eine selbstständige Gemeinde[1], die sich bis an die Gemeindegrenzen zu Kolbermoor und Raubling erstreckte. Bei dieser Eingemeindung verlor Pang knapp zwei Drittel seiner Fläche und ist heute Heimat für rund 3.600 Menschen.

Höhepunkte des kulturellen Lebens bilden u. a. das Panger Volksfest und das Vatertagsfest des ansässigen Sportvereins SV Pang 1950, sowie die drei Dorffeste, die jeweils von der Freiwilligen Feuerwehr Pang, dem Krieger- und Reservistenverein, sowie dem Trachtenverein GTEV d'Kaltentaler Pang ausgetragen werden.

Heute ist Pang durch die Verkehrsanbindungen Westtangente Rosenheim, Panorama-Schwaig und das Inntal-Dreieck bekannt. Im Bereich des ÖPNV ist Pang durch zwei Buslinien des privaten Busunternehmens Ludwig Kroiss KG an die Kreisstadt Rosenheim angebunden.

Westlich von Pang liegt das beschauliche Kirchdorf Westerndorf am Wasen mit der barocken Wallfahrtskirche St. Johann Baptist - Heilig Kreuz.

Wappen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Pang

Das Wappen stammt aus dem Siegel des Heinricus de Paeng. Dazu wurde der Wasen als Rasenstück wiedergegeben.

Pfarrei[Bearbeiten]

Die Pfarrei Pang gilt als Urpfarrei und erstreckte sich über den gesamten Wasen. Dazu gehörten die Filialkirchen: Westerndorf, Aising, Heilig Blut, Kirchdorf, Reischenhart, Raubling, Redenfelden, Pfraundorf. Zuletzt hatte die Pfarrei noch die Filialen Aising und Westerndorf. Seit 2008 gehört die Pfarrei Pang zur Stadtteilkirche Rosenheim Süd Am Wasen gemeinsam mit den Pfarreien Hl. Blut und Oberwöhr. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1850 bis 1853 im neuromanischen Stil erbaut, während die Filialkirche St. Stephanus, Aising, 1861 im neugotischen Stil ausgestaltet wurde.

Vereine[Bearbeiten]

Das öffentliche Leben in Pang ist von den Aktivitäten zahlreicher Vereine sehr geprägt. Zu diesen zählen die Freiwillige Feuerwehr Pang, der G.T.E.V d'Kaltentaler Pang, der Krieger- und Reservistenverein, die kath. Landjugend Aising-Pang, sowie der Historische Heimatverein Pang, der Gartenbauverein Aising-Pang, der SV Pang 1950 e.V., der Skiclub Aising-Pang, die Schachgemeinschaft Pang-Rosenheim, als auch der Mütterverein Pang und die VdK Pang-Aising-Happing.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Sebastian Dachauer: Beiträge zur Chronik mehrerer Ortschaften aus der Umgebung von Brannenburg. Band 2: Die Pfarrei Pang und die dazu gehörigen Ortschaften. München 1853, S. 1-39 (online).
  • Hans Demberger, Peter Dinzenhofer: Pang auf dem Weg durch die Zeit. Pang 2001, 280 Seiten
  • Martin Balk, Hans Demberger: Die Kirche von Pang 1853 - 2003, 50 Seiten
  • Hans Demberger, Franz Schmid: Kleine Dorfführung durch Pang, erschienen als Wasener Heimatheft 2004, 80 Seiten
  • Demberger, Dinzenhofer, Bachmaier: Kleine Dorfführung Hohenofen mit Pösling, Brucklach, Schwaig, erschienen als Wasener Heimatheft 2006, 80 Seiten
  • Hans Demberger: Panger Raritäten, erschienen als Wasener Heimatheft 2007, 68 Seiten
  • Josef Weber, Hans Demberger: Kapellen und Wegkreuze am Wasen, erschienen als Wasener Heimatheft 2008, 56 Seiten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 565.