Pangamsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von Pangamsäure
Allgemeines
Name Pangamsäure
Andere Namen

(2R,3S,4R,5R)-6-(2-Dimethylamino-acetoxy)- 2,3,4,5-tetrahydroxy-hexansäure

Summenformel C10H19NO8
CAS-Nummer 20858-86-0
Eigenschaften
Molare Masse 281,26 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Pangamsäure ist ein Ester der Gluconsäure und Dimethylglycin. Sie ist ein Zwischenprodukt im Cholinstoffwechsel (CholinBetain → Pangamsäure → SarkosinGlycin).[2]

Sie wurde zeitweise in die Gruppe der B-Vitamine (Vitamin B15) eingeordnet, was allerdings nicht haltbar gewesen ist, da der menschliche Körper im Normalfall Pangamsäure in ausreichender Menge selbst produzieren kann.[3] Zudem ist noch nicht vollständig geklärt, wie sie in den Stoffwechsel eingreift. Pangamsäure bzw. Natrium Pangamat kommt in Aprikosenkernen, Bierhefe, unpoliertem Reis – speziell in dessen Kleie – , in Kürbiskernen, Sesamsamen, Hülsenfrüchten – hier insbesondere in den Kichererbsen – und in Vollkorn vor; außerdem wird Natrium Pangamat unter dem Handelsnamen OYO als Nahrungsergänzungsmittel zur angeblichen Verbesserung der Zell-Sauerstoffversorgung und deren Mangelbehebung vermarktet.[4]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Laszlo Telegdy Kovats, Eva Berndorfer-Kraszner; Agnes Juhasz, Tamas Gabor: Recent data on the structure of pangamic acid (vitamin B15). Acta Alimentaria Academiae Scientiarum Hungaricae, 1976, 5(3), 281–288.
  3. Elson M. Haas: Vitamin B15 – Pangamic Acid.
  4. Natriumpangamat