Pangunamine

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Die Pangunamine in Zentral-Bougainville, Papua-Neuguinea, war der größte Kupfertagebau der Welt. Bis 1989 wurde überwiegend Kupfer, Gold und Silber gefördert. Sie wurde von der australischen Bergwerksgesellschaft Bougainville Copper Ltd. (BCL), einer Tochter der Rio Tinto Group, mit Sitz in Port Moresby und Sydney betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Pangunamine wurde am 15. Mai 1989 wegen terroristischer Angriffe der von Francis Ona geführten Bougainville Revolutionary Army (BRA) überstürzt und unkontrolliert geschlossen. Die BRA war aus einer Gruppe von Grundbesitzern des Panguna-Gebietes hervorgegangen. Diese Neue Grundeigentümergemeinschaft von Panguna (englisch New Panguna Landowners Association) hatte den vorigen Landeigentümern Korruption und der Bergbaugesellschaft ökologischen Raubbau vorgeworfen.

Anfang 2011 war der Tagebau noch geschlossen. Der Zugang wurde durch die „Real Me’ekamui“, eine Splittergruppe der ehemaligen BRA, kontrolliert, die das Bergbaugebiet zur No-Go-Area erklärt hat.

Die sechs Gruppen der Landeigentümer, die sich darauf geeinigt haben, wollen sich an Verhandlungen über eine Wiederbelebung von Panguna beteiligen. Die Regierung von Papua-Neuguinea will eventuell ihre 19 Prozent an die autonome Regierung in Bougainville und die Landeigentümer übertragen.[1]

Umweltschäden[Bearbeiten]

Die Kupferaufbereitung verursachte erhebliche Umweltschäden durch giftige Aufbereitungsschlämme. Insgesamt wurden 600 Millionen Tonnen metallische Rückstände in den Fluss Kawerong gekippt, so dass 30 km des Flusses und das gesamte Mündungsdelta auf einer Fläche von insgesamt 1.800 Hektar kontaminiert sind.[2][3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Drama von Bougainville. Die Panguna-Mine ist seit 21 Jahren aus politischen Gründen geschlossen. Das könnte sich ändern. FAZ, 6. Januar 2011, abgerufen am 15. Januar 2014.
  2. Thomas Oertel: Untersuchung und Bewertung geogener und anthropogener Bodenschwermetallanreicherungen als Basis einer geoökologischen Umweltanalyse im Raum Eisleben-Hettstedt. Dissertation Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Kapitel 2: Umweltveränderungen in Bergbauregionen. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2003.[1] (PDF; 252 kB)
  3. en:File:Panguna-Tailings.png Satellitenbild in der englischsprachigen Wikipedia

-6.3159666666667155.49449722222Koordinaten: 6° 18′ 57″ S, 155° 29′ 40″ O