Panker
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Plön | |
| Amt: | Lütjenburg | |
| Höhe: | 55 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,74 km² | |
| Einwohner: |
1439 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 24321 | |
| Vorwahl: | 04381 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PLÖ | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 57 055 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Neverstorfer Str. 7 24321 Lütjenburg |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Olaf Arnold (WGP) | |
| Lage der Gemeinde Panker im Kreis Plön | ||
Panker ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Sie besteht aus den Ortsteilen Darry, Gadendorf, Matzwitz, Satjendorf und Todendorf sowie dem Gut Panker.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Panker wurde erstmals 1433 als „Pankuren“ erwähnt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs.
Politik[Bearbeiten]
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau ein breiter silberner Pfahl, belegt mit einem neugotischen roten Ziegelturm über polygonalem Grundriss mit Fialen oberhalb des Zinnenkranzes, gotischen Fenstern im unteren und kreisförmigen Fenstern in den oberen Geschossen und offenem, übergiebeltem Tor und begleitet beiderseits von drei pfahlweise gestellten, eingebogenen silbernen Rauten.“[2]
Gut Panker[Bearbeiten]
Vom 15. Jahrhundert bis zu seinem Verkauf an Friedrich I., Landgraf von Hessen und König von Schweden im Jahre 1739 gehörte das Gut Panker der alteingesessenen Familie Rantzau. Friedrich I. übergab das Gut und einige weitere Ländereien an seine unehelichen Söhne, die zu Grafen von Hessenstein erhoben wurden. Der direkt an der Ostsee liegende Gutshof wurde um diese Zeit herum erbaut, das heutige Herrenhaus wurde um 1800 errichtet. Es gehört zu den Gütern der Hessischen Hausstiftung und ist damit faktisch im Besitz des ehemaligen hessischen Fürstenhauses. Für die Öffentlichkeit ist es nicht frei zugänglich.
Gut Panker ist in Privatbesitz und wird heute noch bewohnt. Auf dem Gut befinden sich ein nach dem Lieblingspferd des ersten hessischen Gutsherren benanntes Restaurant (Ole Liese), eine Galerie im Torhaus und ein Gestüt.
Unweit des Gutshauses steht auf dem Pilsberg der Hessenstein, ein Aussichtsturm, 1841 aus Backstein erbaut.
Auf Gut Panker befindet sich ein 1947 durch die Kurhessische Hausstiftung gegründetes Trakehner-Gestüt. Die Zucht begann mit zwanzig Stuten, die aus Ostpreußen gerettet werden konnten.
Truppenübungsplatz Todendorf[Bearbeiten]
In Todendorf befindet sich der Truppenübungsplatz Todendorf, der der Truppenübungsplatzkommandantur Putlos unterstellt ist.
Ursprünglich plante die britische Besatzungsmacht, in Hohwacht einen Flugabwehr-Schießplatz einzurichten. Dazu sollten die ehemaligen Stellungen der Wehrmacht genutzt werden. Dieses Vorhaben wurde aber aufgrund von Bürgerprotesten, die den Tourismus gefährdet sahen, nicht umgesetzt. Die britische Militärführung entschloss sich daraufhin, wenige Kilometer westlich, auf dem Gelände des Gutes Todendorf, einen neuen Schießplatz aufzubauen.
Mit dem Beschlagnahmebescheid vom 20. März 1952 wurde trotz diverser Beschwerden und Protesten von Bürgern, Gemeinde, Bundestag und Regierung mit dem Bau von zwei Lagern und zwei Schießbahnen begonnen. Am 29. Januar 1953 bekam der Bürgermeister der Gemeinde Panker einen zweiten Beschlagnahmebescheid, diesmal von der amerikanischen Besatzungsmacht. Direkt westlich neben dem englischen Lager entstanden so ein weiteres Lager und eine Schießbahn.
Mit Einrichtung der amerikanischen Kommandantur wurde der „Schießplatz Todendorf“ in „Nato-FlaSchießplatz Todendorf“ umbenannt. Im Jahr 1956 begann unter Leitung der britischen Kommandantur der Ausbau eines weiteren Lagers und einer weiteren Schießbahn. Im Jahr 1956 wurde auf den Schießbahnen in Todendorf an 260 Tagen geschossen.
Am 31. März 1958 wurden die drei britischen Lager und Schießbahnen an den deutschen Kommandanten übergeben. Die Übergabe des amerikanischen Lagers und der Schießbahn erfolgte 1962. Der NATO-Status wurde am 1. Juli 1962 aufgehoben. Die neue Bezeichnung lautete: „Truppenübungsplatz und Flugabwehrschießplatz Todendorf“.
In Spitzenzeiten gab es in allen Lagern Unterbringungsmöglichkeiten für 2000 Soldaten in festen Unterkünften. Durch die ständige Anwesenheit britischer und amerikanischer Soldaten wurden vor den Kasernentoren schnell mehrere Gaststätten eröffnet. Zur „Blüte“ jener Zeit gab es sieben Gaststätten, von denen heute nur noch eine betrieben wird. Von den restlichen Gaststätten ist heute nur noch ein einziges Gebäude erhalten.
Weblinks[Bearbeiten]
Ascheberg (Holstein) | Barmissen | Barsbek | Behrensdorf (Ostsee) | Belau | Bendfeld | Blekendorf | Boksee | Bönebüttel | Bösdorf | Bothkamp | Brodersdorf | Dannau | Dersau | Dobersdorf | Dörnick | Fahren | Fargau-Pratjau | Fiefbergen | Giekau | Grebin | Großbarkau | Großharrie | Heikendorf | Helmstorf | Högsdorf | Hohenfelde | Höhndorf | Hohwacht (Ostsee) | Honigsee | Kalübbe | Kirchbarkau | Kirchnüchel | Klamp | Klein Barkau | Kletkamp | Köhn | Krokau | Krummbek | Kühren | Laboe | Lammershagen | Lebrade | Lehmkuhlen | Löptin | Lütjenburg | Lutterbek | Martensrade | Mönkeberg | Mucheln | Nehmten | Nettelsee | Panker | Passade | Plön | Pohnsdorf | Postfeld | Prasdorf | Preetz | Probsteierhagen | Rantzau | Rastorf | Rathjensdorf | Rendswühren | Ruhwinkel | Schellhorn | Schillsdorf | Schlesen | Schönberg (Holstein) | Schönkirchen | Schwartbuck | Schwentinental | Selent | Stakendorf | Stein | Stolpe | Stoltenberg | Tasdorf | Tröndel | Wahlstorf | Wankendorf | Warnau | Wendtorf | Wisch | Wittmoldt
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein