Panna cotta

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Panna cotta mit Erdbeersauce

Panna cotta (f.) (italienisch „gekochte Sahne“) ist ein puddingartiges italienisches Dessert, das aus Rahm bzw. Schlagsahne, Zucker und Gelatine zubereitet wird. Das Gericht ist sehr kalorienreich und enthält auf 100 g Panna Cotta 365 kcal.

Zubereitung[Bearbeiten]

Die Sahne wird mit Zucker (und Gewürz) vorsichtig erhitzt, bis sich der Zucker gelöst hat. Die Mischung darf nicht kochen.[1] Oft wird sie zusätzlich mit Vanille oder Zitronenschale gewürzt. Danach wird eingeweichte Gelatine hinzugegeben und gerührt, bis diese sich aufgelöst hat. Es wird gerade so viel Gelatine hinzugegeben, dass die Creme nach dem Erkalten ihre Form behält, aber nicht zu fest ist. Die Masse wird auf Raumtemperatur heruntergekühlt.[2] Die noch flüssige Mischung wird in Portionsgefäße gegossen und weiterhin gekühlt. Dabei können die Gefäße bedeckt werden, um die Bildung einer ledrigen Haut zu vermeiden. Nach dem Erstarren wird die Panna Cotta auf Dessertteller gestürzt. Panna cotta wird meist mit Fruchtsoßen oder Kompotts serviert.

Die Sahne kann auch mit Joghurt, Mascarpone, Milch, saurer Sahne oder Mischungen davon gestreckt werden.[2] Eine kalorienarme Variante wird mit Milch zubereitet, die mit Gelatine und Gewürzen aufgekocht und nach Erkalten mit Joghurt gemischt wird.[3]

Bei einer Variante wird statt Gelatine Eiklar (vegetarisch) verwendet. Dabei wird die Sahne allerdings kurz aufgekocht und kurz darauf mit der Mischung aus Eiklar und Zucker verrührt. Die Masse wird in Portionsschälchen gegeben, die für eine Stunde im Backofen bei 100 Grad Celsius gebacken wird.[4]

Alternativ zu Gelatine und Eiklar kann auch Agar-Agar, Pektin u.a. (vegan) verwendet werden.

Die vegane Variante der Panna Cotta kann mit Mandelmilch (ähnlich dem Mandelsulz), Mandelmus, Kokosmilch oder Sojasahne hergestellt werden.[5][6]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Süßspeise ist seit dem 10. Jahrhundert in Piemonte gebräuchlich, wo sie von einer Dame ungarischer Herkunft entwickelt wurde. Traditionell wurde als Bindemittel Hausenblase verwendet. Heute ist Gelatine gebräuchlich.[4] Mittlerweile wird Panna Cotta in ganz Italien und auch außerhalb davon zubereitet. Das Würzen mit Vanille und das Servieren mit Fruchtsoße, Karamell oder Schokolade sind neuere Phänomene.[7] Panna Cotta hat Ähnlichkeit mit der heutigen Art der Zubereitung von Mandelsulz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Damiano Gasparetto: La tavola del piemontese di ieri e di oggi. ISBN 9781445768458, S. 118.
  • Amalie Grünzweig, Helene Reitter: Wiener Koch- und Wirtschaftsbuch für den bürgerlichen Haushalt mit Berücksichtigung der deutschen, ungarischen, südslawischen, polnischen, böhmischen und italienischen Küche. 6. Aufl., Wien 1922.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Panna cotta – Sammlung von Bildern
 Wikibooks: Rezept für Panna cotta – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatCarmelita Caruana: Panna Cotta. In: cookitaly.com. 14. Januar 2013, abgerufen am 17. September 2014 (englisch).
  2. a b Chicago Tribune Staff: Good Eating's Party Snacks and Appetizers : Simple to Make and Easy to Share Hors d'Oeuvres, Desserts, and Cocktails. Agate Publishing, 2012, ISBN 9781572844292, S. 155 ff. (englisch).
  3. Mike Isabella: Mike Isabella's Crazy Good Italian. Da Capo Press, 2012, S. 412 (englisch).
  4. a b Damiano Gasparetto: La tavola del piemontese di ieri e di oggi. S. 118, abgerufen am 17. September 2014 (italienisch).
  5. Panna cotta mit Karamellsoße. In: Schrot & Korn, Ausgabe 2012/02, Februar 2012, abgerufen am 17. September 2014.
  6. VEGANE KOKOS-PANNA-COTTA. In: transglobalpanparty, 9. September 2013, abgerufen am 17. September 2014.
  7. Panna cotta. In: cibo360.net. Abgerufen am 16. September 2014 (italienisch).