Panschwitz-Kuckau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Bautzen | |
| Verwaltungsverband: | Am Klosterwasser | |
| Höhe: | 190 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,37 km² | |
| Einwohner: |
2103 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 90 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 01920 | |
| Vorwahl: | 035796 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BZ, BIW, HY, KM | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 6 25 440 | |
| Gemeindegliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Elstraer Str. 3 01920 Panschwitz-Kuckau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Mickel (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Panschwitz-Kuckau im Landkreis Bautzen | ||
Panschwitz-Kuckau, sorbisch Pančicy-Kukow, ist eine Gemeinde in der Oberlausitz im sächsischen Landkreis Bautzen. Die Gemeinde im sorbischen Siedlungsgebiet liegt etwa 12 km von der Stadt Kamenz entfernt. Sie hat 2200 Einwohner, von denen etwa die Hälfte im Ort Panschwitz-Kuckau selbst leben. Im Jahre 2001 waren 49,7 % der Einwohner des Sorbischen mächtig.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Der Ort liegt zwischen 165 und 185 Metern ü. NN im sogenannten „Oberland“ (Horjany) der ehemaligen Klosterpflege St. Marienstern. Durch Panschwitz-Kuckau fließt das Klosterwasser, ein Nebengewässer der Schwarzen Elster. Es trennt die historischen Ortsteile Panschwitz und Kuckau.
Ortsgliederung [Bearbeiten]
Panschwitz-Kuckau ist 1957 aus den bis dahin eigenständigen Orten Panschwitz und Kuckau entstanden. Es hat folgende Ortsteile:
- Alte Ziegelscheune (Stara Cyhelnica), 50 Einwohner
- Cannewitz (Kanecy), 54 Einwohner
- Glaubnitz (Hłupońca), 24 Einwohner
- Jauer (Jawora), 120 Einwohner
- Kaschwitz (Kašecy), 119 Einwohner
- Lehndorf (Lejno), 103 Einwohner
- Neustädtel (Nowe Městačko), 9 Einwohner
- Ostro (Wotrow), 279 Einwohner
- Panschwitz-Kuckau (Pančicy-Kukow), 1.118 Einwohner
- Säuritz (Žuricy), 111 Einwohner
- Schweinerden (Swinjarnja), 73 Einwohner
- Siebitz (Zejicy), 41 Einwohner
- Tschaschwitz (Časecy), 23 Einwohner[3]
Politik [Bearbeiten]
Der Gemeinderat von Panschwitz-Kuckau besteht momentan aus zwölf Mitgliedern, darunter elf Männer und eine Frau. Die Kommunalwahl 2009 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung:
| Parteien und Wählergemeinschaften | 2009 | 2004 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | |
| Freie Sorbische Wählervereinigung (FSWV) | 51,1 | 7 | 46,9 | 5 |
| Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) | 48,9 | 5 | 53,1 | 7 |
| gesamt | 100,0 | 12 | 100,0 | 12 |
| Wahlbeteiligung | 56,6 % | 53,0 % | ||
Eine zum 1. Juli 2011 angestrebte Gemeindefusion mit dem benachbarten Crostwitz scheiterte an Meinungsverschiedenheiten der Gemeinderäte, u.a. die Tagungssprache des Rates betreffend.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Geprägt ist der Ort durch das Zisterzienserinnenkloster St. Marienstern, das seit seiner Gründung 1248 bis heute in seiner ursprünglichen Bestimmung besteht. Alljährlich zu Ostern zieht Panschwitz-Kuckau zudem tausende Besucher an, wenn die traditionellen Osterreiter um den Klosterhof reiten. Überall im Dorf und an den Wegen der umliegenden Landschaft zeugen Kreuze und Betsäulen vom tief verwurzelten katholischen Glauben in diesem Teil der sorbischen Oberlausitz.
Im Ortsteil Ostro befindet sich eine sehr gut erhaltene Burgwallanlage (die „Ostroer Schanze“), die der slawischen Dorfbevölkerung zu Zeiten der Deutschen Ostsiedlung als Fluchtburg diente. Der Ortsteil Schweinerden, u. a. mit einer großen ehem. Poststation aus dem 18. Jh. im Zuge der Via Regia, steht vollständig unter Denkmalschutz. Der für diese Gegend ursprünglich typische Rundling ist hier besonders gut erhalten.
Durch Panschwitz-Kuckau verläuft auf dem Weg von Nebelschütz nach Crostwitz der Radwanderweg „Auf den Spuren des Krabat“. Auch der wieder belebte Ökumenische Pilgerweg[4] führt auf der Strecke von Görlitz nach Vacha durch die Ortschaft. Im Kloster gibt es eine Pilgerherberge.
Bildung [Bearbeiten]
Die Gemeinde verfügt über die sorbische Grundschule „Šula Ćišinskeho“. Die benachbarte Mittelschule wurde trotz heftiger Proteste als eine von fünf verbleibenden sorbischen Mittelschulen im Jahr 2007 geschlossen.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909), sorbischer Dichter, in Kuckau geboren
- Mikławš Andricki (1871–1908), sorbischer Schriftsteller, in Panschwitz geboren
- Stanislaw Tillich, sächsischer Ministerpräsident, lebt in Panschwitz-Kuckau
- Bogna Koreng, sorbische Fernsehjournalistin, lebt in Panschwitz-Kuckau
Fußnoten [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Walde, Martin: Demographisch-statistische Betrachtungen im Gemeindeverband "Am Klosterwasser" in: Lětopis 51 (2004), Heft 1
- ↑ Angaben für 2011 auf am-klosterwasser.de
- ↑ Ökumenischer Pilgerweg
Weblinks [Bearbeiten]
Bildergalerie der Gemeinde Panschwitz-Kuckau
- Panschwitz-Kuckau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Panschwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
- Kuckau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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