Panzerhaubitze 2000

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Panzerhaubitze 2000
Panzerhaubitze 2000

PzH 2000 der Niederlande in Afghanistan

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5 (3)
Länge 11.690 mm
Breite 3.500 mm
Höhe 3.460 mm
Masse 49 t Leergewicht
57,66 t (mit Dachschutz)
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung Panzerstahl
zurüstbarer Dachschutz
Hauptbewaffnung 155-mm-Haubitze L/52 mit 60 Geschossen
und 288 Treibladungsmodulen
Sekundärbewaffnung 1 × Maschinengewehr, Typ variiert nach Nutzerstaat
Nebelmittelwurfanlage
Beweglichkeit
Antrieb MTU 881 Ka-500 8-Zylinder-Dieselmotor
mit Abgasturbolader
736 kW (1000 PS)
Federung Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit ca. 60 km/h Straße / ca. 45 km/h Gelände[1]
Leistung/Gewicht 13,4 kW/t
Reichweite 420 km
Das Waffensystem in der WTD 41; auch nach der Einführung wird weitergetestet. Für Fahrversuche in Trier wird immer ein komplettes Geschütz verwendet. Der Fahrer erhielt eine zusätzliche Kabine, die ihn beim Fahren über Luke schützt.

Die Panzerhaubitze 2000 (kurz PzH 2000) ist ein selbstfahrendes gepanzertes Artilleriegeschütz, das von den deutschen Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall produziert wird.

Sie ist das Standardgeschütz der Brigade-Panzerartilleriebataillone der Bundeswehr und ersetzte dort die Panzerhaubitze M109. Die Bundeswehr erhielt in den Jahren 1998 bis 2003 insgesamt 185 Stück; weitere PzH 2000 wurden an verschiedene europäische NATO-Mitgliedsstaaten geliefert. Gegenüber dem Vorgängermodell hat die PzH 2000 bei fast identischem Leistungsgewicht an militärischem Wert gewonnen. Insbesondere wurden effektive Reichweite des Geschützes, Zielgenauigkeit, Schussfolge, Panzerschutz, eigenständige Operationsfähigkeit sowie Reichweite des Fahrzeugs, Geschwindigkeit und Fahrkomfort bedeutend verbessert.

Geschichte[Bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten]

Mitte der 1960er-Jahre zeigte sich, dass die vorhandenen Artilleriesysteme in der NATO in Bezug auf Mobilität, Schussweite, Feuergeschwindigkeit und Schutz nicht mehr den gestiegenen Anforderungen auf dem Gefechtsfeld entsprachen. Daraufhin bauten Deutschland, Italien und Großbritannien die gemeinsam entwickelte Feldhaubitze FH-155, mit der es gelang, die Anzahl der unterschiedlichen Typen von Geschützen zu reduzieren und dadurch die Kampfkraft der Artillerie zu stärken. Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme war die Reduzierung des logistischen Aufwands. 1973 unterzeichneten die drei Staaten eine Regierungserklärung mit dem Ziel, ein neues Waffensystem mit den ballistischen Eigenschaften der FH-155 und dem Mobilitäts- und Schutzniveau des Kampfpanzers Leopard 1 zu entwickeln. Technische Probleme verlangsamten jedoch 1986 das Programm PzH 155-1 beziehungsweise Panzerhaubitze 70 derart, dass die daraus resultierenden Verzögerungen zur Einstellung des Programms führten. In Deutschland wurde daraufhin im November 1987 mit der Neuentwicklung begonnen. Im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung schrieb das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung einen Versuchsträger aus, um die bestehenden Systeme der Artillerie abzulösen. Neu an diesem Auswahlverfahren war die Zusammenarbeit der Rüstungsfirmen, der Wehrtechnischen Dienststellen (WTD) und der Truppe. Das bis dahin bestehende System der strikten Trennung wurde aufgegeben. Die neuen Richtlinien zur „Entwicklung und Beschaffung von Wehrmaterial“ (EBMAT) bestimmten den Verlauf der Entwicklung.

In Konkurrenz standen die Konsortien Süd: Krauss-Maffei/Porsche/KUKA und Nord: Wegmann/MaK, die jeweils einen Versuchsträger bauten. Beide Systeme legten ihren Schwerpunkt auf den Munitionsfluss innerhalb des Fahrzeugs, die Fahrwerke basierten auf bereits in der Nutzung befindlichen Fahrzeugen. Die Waffenanlage wurde von Rheinmetall gestellt. So baute die Gruppe Süd auf ein Sechs-Rollen-Laufwerk aus Komponenten des Leopard 2, die Gruppe Nord setzte auf sieben Laufrollen und nutzte die Technik des Leopard 1. Als Antrieb für beide Versuchsträger dienten Motoren von MTU Friedrichshafen und Schalt-Lenk-Getriebe von Renk. Während der Entwicklungsphase und der Vergleichsuntersuchungen konnten die Wehrtechnischen Dienststellen und die Truppe aktiv mitwirken und erprobten so Funktionsmodelle, unterstützten die Rüstungsunternehmen beim Ermitteln von Daten und konnten notwendige Anpassungen frühzeitig umsetzen. Im Wettbewerb konnte der Prototyp „Taurus“ der Südgruppe mit seinen überlegenen Fahrleistungen überzeugen. Letztlich waren es jedoch der Turm und der bessere Munitionsfluss, die dazu führten, dass der Arbeitsgruppe Nord der Auftrag für vier Prototypen erteilt wurde, da dieses Kriterium als wichtiger angesehen wurde als die Fahrleistung. Als Generalunternehmer diente Wegmann & Co. Zwischen 1991 und 1993 wurden vier baugleiche Prototypen (PT01 bis PT04) gebaut. Die Fahrgestelle entstanden bei MaK, die Türme bei Wegmann, wo auch die Inbetriebnahme erfolgte. Ab September 1993 wurde der PT02 in der Wehrtechnischen Dienststelle 41 für Fahrversuche genutzt und auf Grabenüberschreitfähigkeit, Kletterfähigkeit, Schwingungsbelastung, Fahrdynamik und Laufleistung getestet. Die WTD 91 in Meppen unternahm mit dem PT01 Schießerprobungen, die für Informationstechnologie und Elektronik zuständige WTD 81 überprüfte die Navigationsanlage.

Von November 1994 bis März 1995 unterzogen die Artillerieschule und das bis 2002 bestehende Panzerartillerielehrbataillon 95 PT01 und PT02 einem Truppenversuch. Im Mittelpunkt der Erprobungen stand die Führbarkeit durch das Artillerieführungssystem ADLER sowie die Erfüllbarkeit der Forderungen von 3 Schuss in 10 Sekunden und 20 Schuss in 3 Minuten. Insgesamt wurden 2018 Granaten verschossen. Nach erfolgreichen Tests wurden die beiden Prototypen von April 1995 bis Oktober 1995 an der Technischen Schule des Heeres und Fachschule des Heeres für Technik für logistische Versuche genutzt, die unter anderem dazu dienten, technische Dienstvorschriften, Prüfwerkzeuge und Sonderwerkzeuge zu entwerfen sowie die technische Versorgungsreife mit Ersatzteilen herzustellen. Parallel zu den Versuchen dienten PT03 und PT04 von 1994 bis 1995 zur Klimaerprobung auf dem kanadischen Truppenübungsplatz Shilo und auf dem Militärgelände Yuma Proving Ground in den USA. Die Einführungsgenehmigung für die Bundeswehr wurde 1996 erteilt und die ersten von geplanten 185 seriengefertigten Panzerhaubitzen 2000 wurden 1998 an das Panzerartillerielehrbataillon 345 in Kusel ausgeliefert. Als Generalunternehmen fungierte Krauss-Maffei, die heutige Krauss-Maffei Wegmann. Das Auftragsvolumen betrug damals 1,7 Milliarden DM. Die MaK-Systemgesellschaft ist seit 1990 ein Tochterunternehmen von Rheinmetall und wurde die Rheinmetall Landsysteme.

Bei der Namensgebung wollte die Bundeswehr dem traditionellen Vorgehen mit der Vergabe eines Tiernamens folgen. Zur Debatte standen unter anderem der Name eines der Versuchsträger, Taurus, sowie Rhinozeros, Stier, Nashorn und kuriose Vorschläge wie Rüssel. Da jedoch über die Vergabe eines Namens keine Einigung erzielt werden konnte, wurde die Werksbezeichnung Panzerhaubitze 2000 gewählt.

Weiterentwicklung[Bearbeiten]

Der Geschützturm der Panzerhaubitze 2000 wurde im Rahmen des MONARC-Konzepts zur Erprobung der Möglichkeit der Einführung eines neuen Marine-Schiffsgeschützes auf zwei Schiffen der Sachsen-Klasse (F124) getestet. Auf die Einführung wurde aus technischen und politischen Gründen verzichtet; stattdessen wird das Marinegeschütz 127/64 Lightweight von Oto Melara eingesetzt.

Krauss-Maffei Wegmann arbeitete seit 2005 an einem luftverladbaren Artillerie-Geschütz-Modul (AGM). Ziel dieser Entwicklung war es, einen modifizierten Turm der PzH 2000 auf dem Kettenfahrgestell eines leicht gepanzerten Fahrzeug zu installieren, um es mit dem Airbus A400M transportieren zu können. Die Weiterentwicklung dieses Geschützes, das den Namen Donar trägt, wurde im Jahr 2008 vorgestellt und verwendet statt des MLRS-Chassis ein ASCOD 2-Fahrgestell.

Am 18. April 2006 feuerte die Panzerhaubitze 2000 in der Nähe von Alkantpan (Südafrika) im Rahmen einer Schießkampagne des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) ein Artilleriegeschoss über eine Entfernung von 56 km. Die von Denel hergestellte reichweitengesteigerte V-LAP-Munition ist eine Kombination von Base Bleed und Raketenantrieb und zündet nach dem Abschuss einen kleinen Raketenmotor, um damit bremsende Luftwirbel zu glätten und das Geschoss weiterzubeschleunigen. Die V-LAP-Munition kann ohne Anpassungen der Waffenanlage genutzt werden.

Oto Melara entwickelt seit 2009 eine Variante der Vulcano-Munition im Kaliber 155 mm für die PzH 2000 der italienischen Armee; mit ihr könnten Reichweiten von über 100 km erreicht werden.

Im März 2010 gab der damalige Inspekteur des Heeres, General Hans-Otto Budde, bekannt, dass die deutsche Artillerietruppe aus Kostengründen um 12 PzH 2000 verringert werden soll.[2] Ein Jahr später folgte im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr eine weitere Reduzierung. Die Gesamtstückzahl soll von 148 auf 81 Fahrzeuge schrumpfen.[3]

Besatzung[Bearbeiten]

Arbeitsplatz des Geschützführers

Die Besatzung der PzH 2000 besteht aus fünf Soldaten, ist aber auch mit nur drei Soldaten voll kampffähig. Der Kraftfahrer, der Geschützführer und der Munitionskanonier 1 müssen auf jeden Fall vorhanden sein, der Richtkanonier und der Munitionskanonier 2 üben ihre Aufgaben nur beim Ausfall automatischer Systeme aus. Der Geschützführer ist der Kommandant des Geschützes. Er überwacht die Kommunikation, die Tätigkeiten des Munitionskanoniers 2 und feuert das Geschütz ab. Sein Platz befindet sich hinten rechts im Turm. Der Richtkanonier überwacht im Normalbetrieb die Waffenanlage und ist stellvertretender Geschützführer. Er kann bei Bedarf, besonders im direkten Richten bei Selbstverteidigung, die Waffenanlage manuell richten und ist zusammen mit dem Munitionskanonier 2 für das Beladen zuständig. Der Munitionskanonier 1 überwacht und bedient das pneumatische System und sichert während des Marsches aus seiner Luke mit dem Fliegerabwehr-MG. Der Munitionskanonier 2 überwacht und bedient die Ladeautomatik und übernimmt deren Tätigkeit bei Ausfall. Der Fahrer fährt das Geschütz und überwacht das Triebwerk. Weitere Aufgaben sind Wartungsarbeiten (Technischer Dienst) an der Wanne und Betrieb des Stromerzeugungsaggregates. Die Besatzung kann das Fahrzeug über eine zweiteilige Luke im Wannenheck betreten und verlassen, dem Fahrer steht eine eigene Luke zur Verfügung.[4]

Technik[Bearbeiten]

Schutzeinrichtung[Bearbeiten]

Die „Igelpanzerung“ im Detail

Turm und Wanne des Fahrzeugs sind aus geschweißtem Panzerstahl gefertigt. Dieser schützt sowohl die Besatzung als auch die in der Wanne gelagerte Munition. Die Innenseite des Fahrzeugs wurde mit einem sogenannten Spall Liner ausgekleidet, um Splitter der Panzerung aufzufangen, die sich bei Beschuss im Inneren des Fahrzeugs ablösen. Die Panzerung selbst schützt gegen Beschuss aus Waffen bis zum Kaliber 14,5 mm und Splitter von 152-mm-Artilleriegeschossen.[5] Die Oberseite der Wanne und des Turms kann mit einem zusätzlichen Schutz vor Bomblets ausgestattet werden, der als „Igelpanzerung“ bezeichnet wird. Der Bombletschutz besteht aus einem Gummimaterial und ist begehbar. Die Störkörper haben eine Länge von 60 mm und sollen gegen Hohlladungen schützen. Die Bezeichnung „Igelpanzerung“ resultiert aus der Stachelform der Störkörper. Die 48 Schächte des Treibladungsmagazins sind durch drei Schiebetüren vom Kampfraum getrennt, um bei einer Explosion der Ladungen die Besatzung nicht zu gefährden. Zudem sind zwei Austrittsöffnungen im Turmdach vorhanden, die den bei einer Explosion entstehenden Druck nach außen ableiten sollen.[6] Eine ABC-Schutzanlage im rechten hinteren Teil der Fahrzeugwanne ergänzt die Schutzausstattung.

Bewaffnung und Munition[Bearbeiten]

Waffenanlage[Bearbeiten]

Exerziergeschosse und Treibladungen für die Panzerhaubitze 2000. Links vorne verschiedene Zünder, dahinter die Treibladungen. Rechts davon die Geschosse. Davor Zünderstellschlüssel (im Kasten) sowie Werkzeug.
Das Geschütz von hinten. Die Klappen links und in der Mitte (Aufschrift P) des Turmes decken das Treibladungsmagazin ab. Hinter der rechten Wartungsklappe befindet sich die Zentralelektronik sowie der Systemrechner MICMOS. Auf dem Turmdach ausgefahren das Rundblickperiskop PERI-RTNL 80 des Kommandanten.

Die Bewaffnung besteht aus dem innenverchromten und lasergehärteten 155-mm-Vielzugrohr L/52 (60 Züge, Rechtsdrall) mit 52 Kaliberlängen. Gefertigt nach dem Joint Ballistics Memorandum of Understanding (Ballistikabkommen) können alle Arten von NATO-Munition verschossen werden.

Erstmals wurde eine 12-Kammer-Schlitzmündungsbremse genutzt, wie sie ansonsten nur bei den Fahrzeugen der Streitkräfte des Warschauer Paktes eingesetzt wurde. Der Rauchabsauger komplettiert das Rohr. Eine Ladeautomatik führt dem Geschütz Geschosse zu, modulare Treibladungen legt ein Bediener ein. Die Treibladungsanzünder werden automatisch über ein Magazin im Verschlussblock zugeführt. Das Magazin hat eine Kapazität von 32 Anzündern.[7] Mit dieser Anlage werden kurze Feuerschläge geschossen. Die Feuerrate beträgt 3 Schuss in 10 Sekunden, 10 Schuss in 1 Minute, 20 Schuss in 2 Minuten oder 8 Schuss pro Minute für 3 Minuten. Bei einem längeren Feuerauftrag wird die Feuerrate durch die thermische Belastung des Rohres auf knapp 3 Schuss je Minute begrenzt.[8] Der gesamte Geschossvorrat kann ohne Unterbrechung verschossen werden, da die kritische Temperatur von 160 °C, bei der sich die Treibladungen selbst entzünden würden, nicht erreicht wird.[6]

Die maximale Reichweite der Waffenanlage beträgt 30 km mit Standardgeschossen, 40 km mit reichweitengesteigerten Geschossen und bis zu 56 km[9] mit V-LAP-Munition. Das Richten und Schwenken geschieht elektrisch oder mechanisch von Hand. Der Höhenrichtbereich der Waffe beträgt −2,5° bis +65°. Beim Marsch wird das Rohr in einer automatischen Zurrgabel fixiert.

Die Haubitze ist, wie andere moderne Geschütze, in der Lage im sogenannten MRSI-Verfahren (kurz für Multiple Rounds Simultaneous Impact, deutsch etwa ‚Mehrere Schüsse, gleichzeitiger Einschlag‘) zu schießen. Dies bedeutet, dass das Geschütz bis zu sechs Schuss abgibt, die gleichzeitig im Ziel einschlagen. Erreicht wird dieser Effekt durch unterschiedliche Erhöhungen des Rohres, die unterschiedliche Flugzeiten bewirken. Das Schießen beginnt in diesem Fall mit großer Rohrerhöhung und wird schrittweise auf eine niedrigere abgesenkt. Die Pausen zwischen den einzelnen Schüssen werden benötigt, um die modulare Treibladung einzulegen. Bei der Anwendung des MRSI-Verfahrens verringert sich die effektive Kampfentfernung, da die größte Reichweite nur durch einen bestimmten Winkel erreicht werden kann und so ein Verändern der Flugbahnen bei maximaler Kampfentfernung nicht möglich ist. Im Mai 1999 feuerte eine PzH 2000 fünf Geschosse über eine Entfernung von 17 km. Alle Geschosse schlugen in einem Zeitraum von 1,2 Sekunden auf.[10] Die Computerausstattung vereinfacht das Schießen im Time-On-Target-Verfahren, bei dem jedes Geschoss von einem Geschütz der Feuerstellung gleichzeitig das Ziel trifft. Zur Verteidigung gegen Bedrohungen im Nahbereich wird die Hauptwaffe im direkten Richten eingesetzt. Die größte Ladung erreicht eine Mündungsgeschwindigkeit von etwa 1.000 m/s. In Duellsituationen ist die Panzerhaubitze Kampfpanzern jedoch klar unterlegen, da sie nicht in der Lage ist, aus der Bewegung den Feuerkampf zu eröffnen.[11]

Als Sekundärbewaffnung ist ein Maschinengewehr am Platz des Munitionskanoniers 1 montiert, das je nach Nutzerstaat variiert. Für den Selbstschutz ist eine Nebelmittelwurfanlage mit 2 × 4 Wurfbechern an der Turmfront neben der Waffenwiege montiert. Die Besatzung der Bundeswehr verfügt über Handwaffen vom Typ G36, MP2 und MG3 zur Selbstverteidigung. Das niederländische Heer nutzt das Maschinengewehr FN MAG und das Sturmgewehr Diemaco C7/C8. Für die Darstellung des Feuerkampfes bei Manövern ohne scharfen Schuss kann das KADAG-System (Kanonen-Abschuss-Darstellungs-Gerät) auf der Waffe installiert werden. Ausgerüstet mit Darstellungskörpern simuliert es den beim Abschuss der Hauptwaffe entstehenden Knall, Rauch und Blitz.

Munition und Munitionszufuhr[Bearbeiten]

Die Kampfbeladung der PzH 2000 umfasst 60 Artilleriegeschosse im Kaliber 155 mm in unterschiedlicher, nach Auftrag variierender Sortierung. Die Munitionspalette umfasst Spreng-, Splitter-, Multispektral-Nebel-, Leucht-, Bomblet-, und SMArt-Geschosse. Alle Munitionsarten sind auch mit der Base-Bleed-Technologie verfügbar. Die Geschosse werden in einem sternförmigen Munitionsmagazin im vorderen Teil der Wanne senkrecht aufbewahrt und computergesteuert so sortiert, dass immer ein Geschoss jeder Sorte erreichbar ist. Das Munitionsmagazin kann innerhalb von zwölf Minuten von zwei Soldaten komplett aufgefüllt werden, wobei die Munitionssorte per Hand eingegeben werden muss, da keine Geschosserkennung vorhanden ist.

Der Lademechanismus besteht aus der unabhängig drehbaren Transportschiene unter der Turmbühne, dem Geschosstransporter im Magazin und dem Geschossübergabearm. Beim Ladevorgang aus dem Magazin greift der Geschosstransporter mit seinem Greifer das Geschoss, dreht es und übergibt es an die Transportschiene. In dieser werden, wenn benötigt, durch die Tempiereinrichtung Zeiteinstellungen und Ausstoßhöhe am Geschoss vorgenommen. Über den Geschossübergabearm gelangt das Geschoss in Ladeposition, wo es ein Pneumatikzylinder beschleunigt und in den Ladungsraum des Bodenstücks einpresst (ansetzt). Der Druck, mit dem das Geschoss angesetzt wird, ist abhängig von der Rohrerhöhung, so dass bei jeder Rohrerhöhung eine gleiche Ansetztiefe des Geschosses erreicht wird. Das Laden der Treibladung geschieht per Hand. Eine Ringliderungseinrichtung dichtet die Kammer ab und verhindert das Austreten von Verbrennungsgasen in den innenliegenden Kampfraum. Während der Ladetätigkeit nimmt der Geschossübergabearm einen Großteil des verfügbaren Turmraumes ein.

Bei Ausfall der elektrischen Anlage muss der Geschosstransporter per Hand bewegt werden. Die Transportschiene kann nicht genutzt werden und muss durch eine Rollenbahn und Wippe ersetzt werden. Der Geschossübergabearm kann ebenfalls per Hand angesetzt werden.

Die Treibladungen werden in einem Magazin im Turmheck aufbewahrt. Die Kapazität beträgt 48 beutel- oder stangenförmige Treibladungen oder 288 Treibladungsmodule, die zu der benötigten Ladung zusammengesteckt werden können sowie zwei weitere Treibladungsanzündermagazine.[10][12] Wird aus festen Feuerstellungen geschossen, kann direkt über die Transportschiene von außen geladen werden. Der vorgenannte Geschosstransporter wird dabei nicht genutzt.

Um Ladetätigkeiten im Turmtrainer zu üben, steht Exerziermunition zur Verfügung. Ebenfalls verfügbar sind Übungsgeschosse mit einem geringeren Gefahrenbereich. Die lichtblau markierten Granaten sind mit einer zylindrischen Deutladung versehen und entsprechen in der Blitz- und Rauchentwicklung der scharfen Sprengmunition. Beim Aufschlag erzeugen sie einen geringeren Detonationsknall als Gefechtsmunition.

Waffenpositionierungsanlage[Bearbeiten]

Das V0-Messgerät oberhalb der Rohrwiege. Im linken Bildrand ist das Panzerzielfernrohr TN 80 zu erkennen. Am Rohr der Rauchabsauger. Der mit Stoff bespannte hintere Teil trennt starre von beweglichen Teilen der Waffe.

Das Waffensystem der PzH 2000 verfügt über eine hohe Genauigkeit. Die Abweichung beträgt lediglich eine Bogenminute. Diese Genauigkeit wird durch die Kombination verschiedener Systeme erreicht. Durch die Daten eines Wettertrupps, der Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Windgeschwindigkeit misst, und der Pulver- und Rohrtemperatur kann eine sehr präzise Feuerleitlösung berechnet werden. Um die Lage im Raum festzustellen, verfügt das Fahrzeug über folgende Systeme:

  • GPS: Mit Hilfe eines militärischen GPS-Empfängers vom Typ AN/PSN-11 PLGR (Precision Lightweight GPS Receiver), der im Fahrzeug eingebaut und an eine Außenantenne angeschlossen ist, kann die genaue Position des Fahrzeugs inklusive der Höhe ermittelt werden.
  • Kurs-Lage-Gerät: Bei dem Kurs-Lage-Gerät handelt es sich um ein Trägheitsnavigationsgerät, das aus drei Laserkreiseln besteht. Während des Marsches dient es als Unterstützung zum GPS. In der Feuerstellung stellt es die absolute Lage des Rohres im Raum fest, wodurch auch bei starker Verkantung des Fahrzeugs geschossen werden kann.
  • Weggeber: Der Weggeber misst anhand der Kettenbewegung, welche Entfernung das Fahrzeug zurückgelegt hat.
  • V0-Messgerät: Das V0-Messgerät besteht aus einem Dopplerradar, das die Geschwindigkeit der Geschosse nach dem Verlassen des Rohres misst. Die so gewonnen Daten aller Schüsse werden bei den Berechnungen für den nächsten Schuss mit einbezogen.

Aus all diesen Daten errechnet das Führungssystem ADLER (kurz für Artillerie Daten-Lage-Einsatz-Rechnerverbund) oder der Feuerleitcomputer MICMOS 32/MICMOS 2000 (Panzerhaubitze 2000/Panzerhaubitze 2000 A1) der Panzerhaubitze selbst eine Feuerleitlösung.[13]

Optische Zieleinrichtungen[Bearbeiten]

Beim Ausfall der Waffenrichtanlage kann der Richtkanonier auf das Rundblickperiskop PERI-R19 mod zum indirekten Richten zurückgreifen. Damit erfolgt die Festlegung auf die Grundrichtung und das Einrichten beziehungsweise Einstellen auf das Ziel in Strich. Die auf der Turmoberseite neben der Waffenwiege angebrachte Optik verfügt über eine vierfache Vergrößerung. Bei der Zielbekämpfung im direkten Richten wird das etwas weiter nach unten versetzte Panzerzielfernrohr TN 80 mit achtfacher Vergrößerung genutzt. Die Sichtlinie des fest eingebauten Zielfernrohrs entspricht dem der Hauptwaffe; das Zielfernrohr verfügt über einen Restlichtverstärker für den Nachteinsatz.

Für den Kommandanten steht das Rundblickperiskop PERI-RTNL 80 zur Verfügung. Die nichtstabilisierte Optik dient zur Gefechtsfeldbeobachtung und beim direkten Richten durch den integrierten Gallium-Arsenid-Laser zur Entfernungsmessung. Das von Carl Zeiss Optronics – aufgrund des knappen Etats des Auftraggebers – als kostengünstige Variante[14] entwickelte PERI verfügt über zwei- und achtfache Vergrößerung für Tag- und Nachtsicht mit monokularem Einblick oder über 1,2- und 4,8-fache Vergrößerung in der Nachtsicht bei Verwendung des binokularen Aufsatzes. Die nutzbare Reichweite des Lasers beträgt 2800 m.

Antrieb und Laufwerk[Bearbeiten]

Das Waffensystem von links. Hinter dem Schutzgitter an der linken Turmfront befindet sich der Kompressor für das pneumatische System. Deutlich sichtbar sind die Rußspuren der Abgase des Triebwerks an der Kettenschürze.
Deutsche Panzerhaubitze 2000

Das Fahrzeug wird von einem MTU-881-Dieselmotor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühler angetrieben. Der Motor wurde vom Triebwerk des Leopard 1 abgeleitet und entwickelt eine Leistung von 735 kW (1000 PS). Im Gegensatz zu seinem Gegenstück aus dem Leopard ist der Motor nicht vielstofffähig. Er befindet sich auf der linken Seite der Wanne und saugt die benötigte Luft über Einlassöffnungen auf der Oberseite der Wanne an. Die Abgase werden seitlich an der linken Seite der Wanne ausgestoßen. Der Hubraum beträgt 18,3 Liter, das maximale Drehmoment 3000 Nm bei 2000/min. Die maximale Leistung von 735 kW wird bei 2700/min erreicht.[15] Der Motor verleiht der Panzerhaubitze etwa die Beweglichkeit eines Kampfpanzers. Auf der Straße werden Geschwindigkeiten von bis zu 62 km/h erreicht, im Gelände von bis zu 45 km/h. Die Kraftstoffversorgung erfolgt aus zwei unterschiedlich großen Tanks in den Wannenseiten, ihre Gesamtkapazität beträgt 1.000 Liter. Die Kraftübertragung erfolgt über ein automatisches HSWL-284-C-Getriebe von Renk, das über vier Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge verfügt. Motor und Getriebe sind in einem Block zusammengefasst, was den Austausch wesentlich erleichtert.[16] Im linken Heck wurde ein Stromerzeugungsaggregat mit einer Leistung von 1,9 kW verbaut, um die Stromversorgung in der gedeckten Aufstellung aufrechtzuerhalten.

Bei den Antriebskomponenten und Laufwerksteilen wurde teilweise auf die bewährte Technik der Leopard-1- und Leopard-2-Panzerfamilie zurückgegriffen. Die gummigepolsterten Laufrollen der Serie stammen so zum Beispiel vom Leopard 2. Das aus sieben Laufrollen auf jeder Seite bestehende Fahrwerk federn Torsionsstäbe, die über Schwingarme mit den Laufrollen verbunden sind.[10] Als Gleiskette dient die Verbinderkette Diehl DST 840 E0.

Gewässer bis zu einer Tiefe von 1,1 m können ohne Vorbereitung durchwatet werden, mit eingeschalteter Tauchhydraulik lassen sich auch bis zu 1,5 m tiefe Gewässer durchqueren.

Technische Daten[Bearbeiten]

Bezeichnung Panzerhaubitze 2000
Typ Panzerhaubitze
Besatzung 3–5
Motor MTU 881 Ka-500, wassergekühlter 8-Zylinder-Dieselmotor
Leistung 735 kW (1000 PS)
Getriebe Hydromechanisches Schalt-, Wende- und Lenk-Getriebe Renk HSWL 284-C mit 4 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgängen
Fahrwerk drehstabgefedertes Stützrollenlaufwerk
Länge über alles 11.669 mm
Breite über alles 3500 mm
Höhe über alles 3460 mm
Bodenfreiheit 440 mm
Watfähigkeit 1500 mm (mit Tauchhydraulik)
Grabenüberschreitfähigkeit 3000 mm
Kletterfähigkeit 1000 mm
Steigfähigkeit 60 %
Querneigung 30 %
Gefechtsgewicht 55.800 kg
57.660 kg (mit Dachschutz)
Höchstgeschwindigkeit Straße 67 km/h
Höchstgeschwindigkeit Gelände 45 km/h
Kraftstoffmenge 1000 Liter
Reichweite 420 km
Bewaffnung 155-mm-Haubitze L/52, ein Maschinengewehr
Munition 60 Geschosse und 48 Beuteltreibladungen oder 288 Treibladungsmodule

Einsatz[Bearbeiten]

Einsatzprofil[Bearbeiten]

Die M113 sind das Trägerfahrzeug für das Führungssystem ADLER. Ausgestattet mit Computern und Datenfunk sind sie das Bindeglied zwischen Zug und Bataillon.

Die PzH 2000 ist durch die lange Entwicklungszeit primär für die Bedrohungslage des Kalten Krieges konzipiert worden. Sie sollte in der Lage sein, motorisierten Verbänden zu folgen, schnell in Stellung zu gehen und nach der Ausführung des Feuerauftrages schnell die Stellung zu wechseln, um feindlichem Gegenfeuer zu entgehen. Diese sogenannte “shoot-and-scoot”-Fähigkeit (deutsch etwa: ‚Feuern und abhauen‘) sorgt dafür, dass die eigenen Feuerstellungen nahezu unmöglich mit Gegenfeuer wirksam bekämpft werden können. Die Panzerhaubitze sollte den hochbeweglichen Panzerverbänden folgen können, um jederzeit für Feuerunterstützung gegen weiche bis harte Ziele bereitzustehen. Durch ihre Panzerung sollte ein Feuerkampf auch unter feindlichem Beschuss möglich sein. Die Feuerleit- und Positionsbestimmungsausrüstung ermöglicht den einzelnen Fahrzeugen ein hohes Maß an Autonomie. Feuerstellungen sind prinzipiell nicht mehr notwendig, es kann aus jeder beliebigen Stellung geschossen werden.[17] Die Unterstützung durch eine Feuerleitstelle ist ebenfalls nicht mehr erforderlich. Das Einsatzprofil sieht vor, dass ein Zug in einer getarnten Stellung (der sogenannten gedeckten Aufstellung) auf ein Feuerkommando wartet. Bei Eintreffen eines solchen per Datenfunk fahren die Geschütze aus der gedeckten Aufstellung, führen das Feuerkommando aus und beziehen eine neue gedeckte Aufstellung. Der Zeitraum vom Empfang des Feuerkommandos bis zum Verlassen der Stellung nimmt maximal 2 Minuten in Anspruch.[18]

Bei der Bundeswehr ist die PzH 2000 in den Panzerartilleriebataillonen der Brigaden eingesetzt. Hauptaufgabe ist die Feuerunterstützung der eigenen Kampftruppen und der Kampf mit Feuer in der Tiefe gegen Hochwertziele wie Gefechtsstände in der Verantwortung der Brigade. Die kleinste taktische Einheit ist der Zug, der aus vier Haubitzen, einem Zugführer-MTW M113 und einem Feuerleit-MTW besteht.

Einsätze[Bearbeiten]

Niederländische PzH 2000 beim Einsatz in Chora/Afghanistan am 16. Juni 2007
Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr in Afghanistan
Ausfahrt einer PzH2000 aus einer Antonow-124 der Volga-Dnepr Airlines nach der Ankunft in Mazar-i-Sharif

Ihre ersten Kampfeinsätze bestritt die PzH 2000 in Afghanistan während der Operation Medusa (2006) und der Schlacht von Chora (2007) in der südafghanischen Provinz Kandahar, bei der drei niederländische Haubitzen die Streitkräfte der Koalition unterstützten. Während der Operation Medusa wurden über viertausend Granaten verschossen. Während der Schlacht von Chora zeigte sich, dass die von den Panzerhaubitzen bereitgestellte Feuerunterstützung in Verbindung mit Luftnahunterstützung sehr effektiv war. Ziele konnten wirksam bis in 42 km Entfernung bekämpft werden.[11]

Als Reaktion auf die Angriffe der Taliban gegen die Bundeswehr vom 2. April 2010, bei denen drei Soldaten fielen, forderte der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg „schwere Waffen für Afghanistan“.[19] Im Mai 2010 wurden drei Panzerhaubitzen 2000 nach Afghanistan verlegt, deren Einsatzbereitschaft bis Ende Juni hergestellt war. Im Rahmen eines Übungsschießens zur Ermittlung genauer Schusswerte vor Ort sowie zu Zwecken der „Show of Force“ waren bis dahin insgesamt 20 Granaten Spreng-, Leucht- und Nebelmunition verschossen worden.[20] Am 10. Juli 2010 kamen die Haubitzen dann durch das Artillerielehrregiment 345 aus Kusel erstmals zum Einsatz, um die Bergung eines bei einem IED-Anschlag beschädigten Fahrzeugs zu ermöglichen.[21] Dabei wurden fünf Schuss scharfer Munition abgefeuert.[22] Zwei weitere Geschütze folgten Anfang 2011.[23]

Nutzerstaaten[Bearbeiten]

Neben der Bundeswehr, die ursprünglich 185 Haubitzen beschaffte, befindet sich das Geschütz noch in drei weiteren europäischen Armeen im Einsatz. Die Bundeswehr unterhielt jedoch im aktiven Dienst aus Kosten- und Bedarfsgründen nur 153 Stück des verbesserten Typs PzH 2000 A1.[24] Das Fahrzeug wurde von den Streitkräften Schwedens, Finnlands, Norwegens, der Türkei und Australiens getestet. Jedoch entschieden sich alle diese Länder gegen eine Einführung der Panzerhaubitze 2000. Zuletzt verwarf Australien im März 2012 die Anschaffungspläne.[25]

Italien[Bearbeiten]

Italien war der erste Exportkunde für die PzH 2000. Insgesamt wurden 70 Geschütze beschafft. Die ersten beiden Fahrzeuge wurden von Krauss-Maffei-Wegmann geliefert, alle weiteren wurden vom Firmenkonsortium aus Iveco, Fiat und Oto Melara gefertigt.[26]

Griechenland[Bearbeiten]

Griechenland entschied sich im Jahr 2001 für die Panzerhaubitze 2000. In den Jahren 2003 und 2004 wurden insgesamt 24 Exemplare vom Typ PzH 2000HEL an die griechischen Streitkräfte geliefert. Die PzH 2000HEL verfügt über eine zusätzliche Nachtsichtoptik für den Fahrer und eine digitalisierte Datenfunkanlage. Weiterhin fehlt das Stromerzeugungsaggregat; der Tarnanstrich folgt einem anderen Schema als bei den übrigen Nutzerländern. Die Beschaffung weiterer Fahrzeuge ist angedacht.[27]

Niederlande[Bearbeiten]

Die Niederlande entschieden sich 2002 für die Beschaffung von 57 Geschützen. Die PzH 2000 konnte sich gegen drei Mitbewerber, die britische AS90, die US-amerikanische M109A6 Paladin und die südafrikanische Denel G6 durchsetzen. Ursprünglich sollten die Fahrzeuge von 2004 bis 2009 ausgeliefert werden. Da die niederländischen Streitkräfte jedoch einer umfassenden Reorganisation unterzogen wurden, sank der Bedarf auf 39 Fahrzeuge. Von diesen befinden sich aktuell nur 24 im aktiven Dienst.[28] Die Ausbildung der Soldaten findet in der Artillerieschule in Idar-Oberstein statt.

Katar[Bearbeiten]

Im Mai 2009 stimmte der Bundessicherheitsrat Deutschlands einer Lieferung von 24 PzH 2000 aus Deutschland nach Katar zu.[29]

Literatur[Bearbeiten]

  • Clemens Niesner: Panzerhaubitze 2000. = PzH 2000 155 mm Self-Propelled Howitzer. Vollert Tankograd Publishing, Erlangen 2009 (Tankograd Militärfahrzeug. Spezial 5025, ZDB-ID 2408112-7).
  • Christopher F. Foss (Hrsg.): Jane's Armour & Artillery. 2009–2010. Jane's Information Group Inc, Coulsdon u. a. 2009, ISBN 978-0-7106-2882-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Panzerhaubitze 2000 – Technische Daten
  2. Weser-Ems-Kurier, abgerufen am 19. Juni 2010
  3. augengeradeaus.net Künftig noch 225 Leos bei der Bundeswehr (mit Korrektur); Thomas Wiegold, abgerufen am 11. Februar 2012
  4. Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 16 f.
  5. www.deutschesheer.de (Version vom 14. Juli 2010 im Internet Archive) (via Internet Archive): Informationen über die PzH 2000. Abgerufen am 16. November 2009.
  6. a b Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 14.
  7. Die PzH2000 www.army-technology.com. Abgerufen am 16. November 2009
  8. Datenblatt der PzH 2000 www.fas.org. Abgerufen am 16. November 2009
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPzH2000. In: www.kmweg.de. Abgerufen am 15. Juni 2011.
  10. a b c Christopher Foss: Jane’s Armour and Artillery 2009–2010. S. 746.
  11. a b Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 45.
  12. Beschreibung des Lademechanismus www.deutschesheer.de. Abgerufen am 17. November 2009
  13. Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 13.
  14. Nichtstabilisierte Periskope – PERI-RTNL 80. Zeiss, archiviert vom Original am 7. Dezember 2008, abgerufen am 2. Januar 2010 (pdf, englisch): „it is planned as a low cost version, designed to budget“
  15. Motoren für schwere Fahrzeuge MTU-online.com, abgerufen am 30. Mai 2010.
  16. Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 15.
  17. Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 44.
  18. www.Waffenhq.de Private Webseite. Abgerufen am 12. Dezember 2013
  19. Guttenberg sieht keinen Bedarf für neues Mandat: Stichwort Panzerhaubitze 2000 (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung, abgerufen am 25. Mai 2010
  20. Bundeswehr – Aktuell, Ausgabe 25, 28. Juni 2010, Treffer im Ziel. Nach Testschüssen sind die Panzerhaubitzen 2000 in Kunduz einsatzbereit.
  21. Bundeswehr setzt schwere Artillerie gegen Aufständische ein- spiegel.de, 11. Juli 2010
  22. faz.net: Mit großem Kaliber gegen die Taliban, abgerufen am 13. Juli 2010
  23. Artilleriereserve für Nordafghanistan, abgerufen am 21. Februar 2011
  24. Bundeswehrplan 2009 Anlage 8
  25. Rethink of Defence projects to save billions, ABC Online. 3. Mai 2012. 
  26. PzH 2000 (Panzerhaubitze 2000) Self-Propelled Gun www.militaryfactory.com. Englisch, abgerufen am 6. Januar 2011.
  27. Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 46.
  28. Clemens Niesner: Militärfahrzeuge Spezial No. 5025 Panzerhaubitze 2000. Tankograd Publishing, S. 45 f.
  29. Zeitung: Lieferung von 24 Panzerhaubitzen an Emirat Katar genehmigt
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Dieser Artikel wurde am 1. Juni 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.