Panzervernichtungsabzeichen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer (kurz: Panzervernichtungsabzeichen) war eine Auszeichnung für Front- und Einzelkämpfer der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, die unter Einsatz von Panzernahkampfmitteln feindliche Panzer oder gepanzerte Fahrzeugen kampfunfähig machten.
Das Panzervernichtungsabzeichen wurde am 9. März 1942 gestiftet und konnte rückwirkend bis zum 22. Juni 1941 verliehen werden. Es bestand aus einem rechteckigen Aluminiumgespinst (32 mm x 90 mm), ober- und unterhalb abgegrenzt durch ca. 3 mm eingewirkten dünnen schwarzen Stoffstreifen und einem mittig aufgesetzten, aus Blech gestanzten silberfarbenen Panzer. Das Abzeichen wurde mit Hilfe von drei Splinten und einer Gegenplatte am rechten Ärmel in Höhe des Oberarms befestigt. Für jeden weiteren zerstörten, bzw. kampfunfähig gemachten Feindpanzer wurde ein weiteres Abzeichen verliehen und am Ärmel angebracht.
Aus Platzgründen wurde am 18. Dezember 1943 das Goldene Panzervernichtungsabzeichen gestiftet, das sich durch das goldfarbene Gespinst und den goldfarbenen Panzer vom einfachen Abzeichen unterschied und nach Abschuss des 5. Panzers verliehen wurde. Der beliehene Soldat musste in diesem Fall die vier vorher erlangten Abzeichen, die weiterhin in seinem Besitz blieben, ablegen.
Nach Angaben des Generalobersten Heinz Guderian wurden bis Mai 1944 ca. 10.000 Panzervernichtungsabzeichen verliehen. Bis Kriegsende waren es schätzungsweise 14.000.
Siehe auch Liste der deutschen Orden und Ehrenzeichen.
[Bearbeiten] Literatur
- Kurt-Gerhard Klietmann: Auszeichnungen des Deutschen Reiches 1936 - 1945, Stuttgart 1981, ISBN 3879436894.
- Alex Buchner: Deutsche und alliierte Heereswaffen 1939 - 1945, Friedberg/H. 1992, ISBN 3790904694.

