Paolo Giobbe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paolo Kardinal Giobbe (* 10. Januar 1880 in Rom; † 14. August 1972 ebenda) war ein vatikanischer Diplomat und ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Paolo Giobbe studierte in Rom die Fächer Philosophie und Katholische Theologie. Er empfing am 4. Dezember 1904 die Priesterweihe und arbeitete anschließend fünf Jahre lang als Gemeindepriester in der Diözese Rom. 1909 wurde er zum Zensor der Römischen Liturgieakademie und zum Offizial der Kongregation für die Ausbreitung des Glaubens ernannt. 1917 verlieh ihm Papst Benedikt XV. den Titel eines Päpstlichen Hausprälaten, 1918 übertrug er ihm die Leitung des Päpstlichen Athenaeums „De Propaganda Fide“.

1925 wurde er zum Titularerzbischof von Ptolemais in Thebaide ernannt und empfing durch Pietro Kardinal Gasparri in der Kapelle der Päpstlichen Universität Urbaniana die Bischofsweihe. Papst Pius XI. ernannte ihn noch im gleichen Jahr zum Apostolischen Nuntius in Kolumbien. 1935 entsandte ihn Papst Pius XII. als Internuntius in die Niederlande.

Papst Johannes XXIII. nahm ihn im Jahre 1958 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria in Vallicella in das Kardinalskollegium auf. Giobbe war vom 8. August 1961 bis zum 3. Juli 1969 Kardinalpatron des Malteserordens.[1] Er nahm in den Jahren 1962 bis 1965 am Zweiten Vatikanischen Konzil teil.

Paolo Kardinal Giobbe starb am 14. August 1972 in Rom und wurde auf dem Friedhof „Campo Verano“ beigesetzt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag zu Paolo Giobbe auf catholic-hierarchy.org (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Superior
Vorgänger Amt Nachfolger
Gennaro Kardinal Granito Pignatelli di Belmonte Kardinalpatron des Malteserordens
1961–1969
Giacomo Kardinal Violardo