Papierfabrik Palm

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PALM GRUPPE
Rechtsform GmbH & Co. KG
Sitz Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Pflichtparameter fehlt
Mitarbeiter 3.000
Umsatz 1,2 Mrd. EUR (2013)
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Sitz Aalen, Deutschland

Leitung

  • Wolfgang Palm, Geschäftsführer
  • Joachim Lange, Geschäftsführer
  • Artur Stöckler, Geschäftsführer
Produkte Zeitungsdruckpapier, WellpappenrohpapiereVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.papierfabrik-palm.de
Palm Verpackungsgruppe
Rechtsform Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Pflichtparameter fehlt
Sitz Aalen, Deutschland

Leitung

  • Rainer Schillberg
Produkte WellpappenverpackungenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.palm-verpackungsgruppe.de

Die Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG (Palm Gruppe), mit Hauptsitz in Aalen-Neukochen (Baden-Württemberg), ist einer der führenden Hersteller grafischer Papiere auf Altpapierbasis und einer der Haupterzeuger für Wellenstoff und Testliner (Wellpappenrohpapiere) in Deutschland.

Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens in vierter Generation ist Wolfgang Palm.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1872 von Adolf Palm gegründet. Er entwickelte ein zäh naturbraunes Verpackungspapier aus Resten von Bast. 1922 erfand Hermann Palm das Jaspis-Papier, eine Marmorpapier-Variante.

Weitere Produktneuerungen waren 1966 der erste deutsche Wellenstoff mit hohen technologischen Anforderungen und 1968 der erste Testliner Deutschlands auf einer neu errichteten Papiermaschine. Bei Testlinern handelt es sich um die glatte Deckschicht von Wellpappe.

Seit 1979 ist die Palm Gruppe auch im Geschäftsbereich Wellpappe aktiv. Aus den Rohpapieren, die etwa zur Hälfte aus Papierfabriken der Palm Gruppe stammen, wird die Wellpappe an insgesamt 18 Standorten zu Verpackungen verarbeitet.

Im Jahr 1983 wurde im Werk Aalen-Neukochen die Papiermaschine PM II neu mit einer Arbeitsbreite von 4,5 Metern zur Erzeugung von grafischen Papieren aus einhundertprozentigem Altpapier errichtet. Sie war die erste deutsche Anlage zur Herstellung von Zeitungsdruckpapier auf einhundertprozentigen Sekundärfasern. Im folgenden Jahr gelang Palm als erste deutsche Papierfabrik die Herstellung von Hochqualitäts-Zeitungsdruckpapier aus einhundertprozentigem Altpapier. 1994 wurde eine weitere Papierfabrik in Eltmann (Unterfranken) gebaut. Diese wurde 1999 erweitert und es wurde eine zweite Papiermaschine installiert.

Im Werk Wörth am Rhein in Rheinland-Pfalz, das im Jahr 2002 erbaut wurde, produziert seit Oktober 2002 die PM VI. Die 200 Meter lange Papiermaschine ist die breiteste jemals gebaute Anlage für Wellpappenrohpapiere. Mit einer Kapazität von 650.000 Tonnen Papier pro Jahr ist sie derzeit die leistungsstärkste Papiermaschine der Welt. Anfang 2006 ging am Standort Wörth auch die breiteste Wellpappenanlage der Welt (3350 mm) in Betrieb.

2007 wurde ein 50 Hektar großes Grundstück in King’s Lynn erworben, das etwa 150 Kilometer nördlich von London liegt. Dort ging 2009 die vierte Papierfabrik in Betrieb. Sie produziert auf der weltgrößten Papiermaschine für Zeitungsdruckpapier 400.000 Tonnen pro Jahr.[1]

2010 stieg die Palm-Gruppe in das Altpapierhandelsgeschäft in England ein. Ein weiteres Recycling-Unternehmen entstand 2013 in Deutschland. Die Palm Recycling GmbH & Co. KG sichert die Versorgung der drei deutschen Papierfabriken.[2]

Palm Gruppe[Bearbeiten]

Die Palm Gruppe setzt sich aus der Papierfabrik Palm, der Palm Verpackungsgruppe, der Palm Paper und der Palm Recycling zusammen. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Jahr 2008 einen Jahresumsatz von 880 Millionen Euro. Im Jahr 2013 betrug der Umsatz 1,2 Milliarden Euro.

Papierfabrik Palm und Palm Paper[Bearbeiten]

Zur Papierfabrik Palm gehören vier Papierfabriken mit sieben Papiermaschinen. In den vier Fabriken werden jährlich 910.000 Tonnen Wellpappenrohpapiere und 1.030.000 Tonnen grafische Papiere produziert. Sämtliche Produkte des Unternehmens basieren auf Recyclingstoffen. Die vier Fabriken befinden sich in Aalen, Eltmann, King’s Lynn und Wörth.

Palm Recycling UK[Bearbeiten]

Die Palm Recycling Ltd. betreibt mehr als 6000 Sammelcontainer für Papier, Pappe, Glas, Dosen, Plastik und Textilien in ganz England. Pro Jahr werden über 350.000 Tonnen Wertstoffe gesammelt, 250.000 Tonnen davon in Form von Papier- und Fasermaterial das im eigenen Werk in King’s Lynn zu neuem Zeitungspapier verarbeitet wird.

Palm Verpackungsgruppe[Bearbeiten]

Die Palm Verpackungsgruppe hat insgesamt 18 Verpackungswerke in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. Produziert werden verschiedene Sorten von Wellpappe und Verpackungen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten]

  1. Lynn News: "Lynn: Paper works hailed as red carpet rolled out", 22. Juni 2010, abgerufen am 21. Januar 2014.
  2. Firmengeschichte der Papierfabrik Palm, abgerufen am 21. Januar 2014.

48.824052110.1179495Koordinaten: 48° 49′ 27″ N, 10° 7′ 5″ O