Papirier

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Die Gens Papiria (deutsch: Papirier, Gentilname Papirius) war eine bedeutende alte römische Familie. Nach einer älteren Form ihres Namens, Papisius, wurde einer der 16 alten Landtribus benannt[1]. Schon früh bildeten sich im 5./4. Jahrhundert v. Chr. verschiedene patrizische Zweige, die Crassi, Cursores und Mugillani heraus. Im dritten vorchristlichen Jahrhundert kamen die Masones hinzu. Die verschiedenen Zweige der Familie waren maßgeblich an den Erfolgen der römischen Republik beteiligt, starben jedoch alle spätestens im zweiten Jahrhundert v. Chr. aus oder wurden politisch unbedeutend. Der jüngere, plebejische Zweig der Carbones stieg in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts v. Chr. auf. Die Vertreter der Familie waren dafür berüchtigt, auf Seiten der Popularen zu stehen und eine gracchenfreundliche Politik zu betreiben. Cicero hat eine knappe Familiengeschichte der Papirii überliefert[2], die er für seinen Freund und Briefpartner Lucius Papirius Paetus geschrieben hatte.

Bedeutende Vertreter der Familie mit dem Gentilnamen Papirius sind:

Römische Republik[Bearbeiten]

Römische Kaiserzeit[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Ludwig Elvers: Papirius in Der Neue Pauly, Band 9 (2000), Sp. 289(ff.)

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Cicero fam. 9,21,3
  2. Cicero fam. 9.21