Papyrus 13

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Manuskripte des Neuen Testaments
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Papyrus \mathfrak{P}13
Papyrus13.jpg
Text Hebräer 2,14-5,5; 10,8-22; 10,29-11,13; 11,28-12,17
Sprache griechisch
Datum 225-250 n. Chr.
Gefunden Oxyrhynchus, Ägypten
Lagerort British Library/Ägyptisches Museum (Kairo)
Quelle Grenfell & Hunt, Oxyrynchus Papyri IV: S36-48. (#657)

Vittorio Bartoletti and M Norsi, Papiri greci e latini della Società Italiana, vol. 12 (1951):209-210.

Größe 12 Spalten einer Schriftrolle; 23-27 Zeilen/Spalte;
lesbare Paginierung: 47-50, 61-65, 67-69.
Typ Alexandrinisch, stimmt oft mit Vaticanus überein; 80 % mit \mathfrak{P}46
Kategorie I
Notiz größter Papyrus nach den Chester Beatty Papyri

Papyrus 13 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland mit dem Sigel \mathfrak{P}13 bezeichnet, von Soden α 1034) ist eine frühe griechische Abschrift des Neuen Testaments. Es handelt sich um ein Papyrusmanuskript aus dem 3. Jahrhundert und wird bisweilen auf 225-250 n. Chr. datiert.

Papyrus \mathfrak{P}13 wurde von Bernard Pyne Grenfell und Arthur Surridge Hunt in Oxyrhynchus in Ägypten entdeckt und 1904 als P. Oxy. IV 657 veröffentlicht. Er wird im Ägyptischen Museum in Kairo unter der Signatur PSI 1292 und in der British Library in London unter der Signatur Pap 1532vo aufbewahrt.[1]

Der erhaltene Text umfasst zwölf Spalten mit je 23 bis 27 Zeilen einer Schriftrolle. Er stammt aus dem Hebräerbrief, im Einzelnen sind es die Verse 2,14-5,5; 10,8-22; 10,29-11,13; 11,28-12,17. Die Seitennummern zeigen an, dass in der ursprünglichen Schriftrolle ein weiterer Text dem Hebräerbrief vorausging.

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den Alexandrinischen Texttyp. Aland ordnete ihn in Kategorie I.[2] Papyrus \mathfrak{P}13 stimmt eng mit dem Text von Codex Vaticanus überein. Es besteht auch eine 80%ige Übereinstimmung mit \mathfrak{P}46. Es handelt sich um das größte Papyrusmanuskript neben den Chester Beatty Papyri.

\mathfrak{P}13 ist auf der Rückseite (verso) einer Schriftrolle geschrieben, die Vorderseite (recto) enthält Livios Werk die Geschichte Roms, welches etwa auf das Jahr 200 datiert ist.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Aland: Kurzgefaßte Liste der griechischen Handschriften des Neuen Testaments – in Verbindung mit Michael Welte bearb. von Kurt Aland. de Gruyter, Berlin/New York 1994, 2. neubearbeitete und ergänzte Auflage, ISBN 3-11-011986-2, (Arbeiten zur neutestamentlichen Textforschung Bd. 1).

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Leuven Database
  2. Kurt und Barbara Aland, Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, S. 107. ISBN 3-438-06011-6
  3. Philip W Comfort and David P Barrett, The Text of the Earliest New Testament Greek Manuscripts, (Wheaton, Illinois: Tyndale House Publishers Incorporated, 2001), S. 83-92.