Paradaten

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Bei Paradaten handelt es sich um Daten, die bei einer Befragung einer Person nebenher entstehen. Die Vorsilbe „Para-“ bedeutet: „(griech.): bei…, neben…, falsch…"[1].

In sozialwissenschaftlichen Umfragen hat sich der Begriff Paradaten um 2009 etabliert und bezeichnet im Sinn von 'bei' und 'neben' erhobene Daten, die auch bei Nichtteilname eines Befragten Anfallen. Paradaten können auch vorab bekannte Schichtungsmerkmale sein.

Bei einer CATI-Befragung können das z. B. sein: Sprechtempo, Befragungszeitpunkt, Anzahl der Kontaktierungen, Interviewermerkmale.

Bei einer persönlich-mündlichen Befragung können das z. B. sein: Zustand des Gebäudes, Wohngegend, Haushaltsgröße

Bei einer Computer-unterstützten Befragung (CAPI) können sie beispielsweise das Antwortverhalten einer befragten Person messen, wie z. B. die Tastaturanschläge oder die Zeit zwischen zwei Mausklicks.[2]

Die Paradaten bieten Forschern einerseits die Möglichkeit die Verzerrung der Stichprobe besser auszugleichen (z. B. durch Responsive Design). Andererseits z. B. Computer-unterstützte Befragung zu verbessern und auch weitere Analysen, wie z. B. implizite Assoziatonstests (IAT) durchzuführen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duden, „Die deutsche Rechtschreibung“, 23. Auflage, Seite 723,- Dudenverlag, Mannheim u.a.,2004, par…,pa|ra
  2. European Social Survey. In: gesis report 5/09. GESIS, S. 3, abgerufen am 10. Juli 2012 (PDF; 2,4 MB).