Paradiso TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Paradisof zu vermeiden.
Paradiso
Wappen von Paradiso
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Paradiso
BFS-Nr.: 5210i1f3f4
Postleitzahl: 6900
Koordinaten: 717036 / 9384145.9868.949274Koordinaten: 45° 59′ 10″ N, 8° 56′ 56″ O; CH1903: 717036 / 93841
Höhe: 274 m ü. M.
Fläche: 0.88 km²
Einwohner: 3740 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 4250 Einw. pro km²
Website: www.comune-paradiso.ch
Paradiso TI

Paradiso TI

Karte
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Paradiso ist eine politische Gemeinde im Kreis Paradiso, im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Paradiso liegt am Luganersee am Fusse des Monte San Salvatore. Die an Lugano angrenzende Gemeinde geht nahtlos in diese über und wird daher oft nur als Stadtteil Luganos angesehen.

Geschichte, Struktur und Verkehr[Bearbeiten]

Erst seit 1929 heisst die Gemeinde Paradiso, davor Calprino. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Paradiso mit seinen an der Uferpromenade gelegenen Hotels ein im Vergleich zum geschäftigen Lugano ruhiger Erholungsort. Anfänglich wurde der Ort durch die Strassenbahn Lugano bedient, auf die der inzwischen ebenfalls eingestellte Trolleybus Lugano folgte. Inzwischen sind Paradiso und Lugano mit einer Buslinie gut verbunden. Es gibt auch eine Schiffsverbindung zum Luganeser Debarcadero Centrale (die Hauptschiffsanlegestelle), aber auch der nur zwei Kilometer lange aussichtsreiche Fussweg «Lungolago» wird von Einheimischen wie Fremden genützt.

Nicht nur Hotels bestimmten Paradiso, sondern auch zahlreiche ansehnliche Villen in Hanglage (etwa die Villa Mersmann), hinter denen zugleich mit der Eröffnung der Gotthardbahn sogar ein Bahnhof Paradiso eingerichtet wurde. Die Uferstrasse verläuft von Paradiso entlang des Sees, unterhalb der Felswände des Monte San Salvatore, nach dem Ponte Diga, der Brücke zum Ostufer. Dort in Bissone gibt es eine Abzweigung nach Campione d’Italia, einer italienischen Enklave mit bekanntem Spielcasino. Hauptstrasse, Autobahn und Bahn verlaufen nun weitgehend parallel bis Chiasso, dem Grenzort. Vor der Seebrücke, in Melide, biegt die westliche Seeuferstrasse ab zum in der südlichen Seehälfte gelegenen alten Handelsplatz und Fischerort Morcote mit Laubengängen, berühmter Kirche mit Friedhof und der Palearifestung hoch über dem Ort.

Seit 1980 wurde Paradiso vom starken Durchgangsverkehr abschnittsweise durch den Bau der Autobahn entlastet, die von Paradiso Centro ausgehend, den Monte San Salvatore bis Ponte Diga untertunnelt und in Chiasso das Schweizer Autobahnnetz mit dem italienischen verbindet.

Zum Ende des 20. Jahrhunderts wandelte Paradiso sein Gesicht. An die Stelle historischer, teils behäbiger Hotels, traten und treten zunehmend Grossbauten mit architektonischem Anspruch, die sowohl von Dienstleistern genutzt werden, als auch Wohneigentum mit Seeblick anbieten.

Tourismus[Bearbeiten]

Für Touristen bedeutsam ist Paradiso wegen der Talstation seiner Standseilbahn auf den Monte San Salvatore (912 m ü. M.) mit seiner Aussicht von der Brüstung der Kapelle über Lugano und den See. Viel genutzt wird der Wanderweg, der vom Gipfel südwärts nach Carona führt, mit seinem Freischwimmbad und einem umfassendem Blick bis zum Monte Rosa. Von Carona ist auch der oberhalb liegende Parco San Grato, ein sehr beachtlicher Alpengarten leicht zu erreichen. Gleiches gilt für die landschaftlich, wie kulturhistorisch interessante, vom Luganersee, auch Lago Ceresio genannt, halbinselartig umschlungene Collina d’Oro.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1970 3101
1980 3261
1990 3372
2000 3292
2005 3524
2006 3454
2007 3519
2008 3637
2009 3658
2010 3606
2011 3654
2012 3740

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Football Club Paradiso[5]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Virgilio Gilardoni, Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino., La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 256, 474.
  • Carlo Silla: Il Comune di Paradiso con la sua gente e la parrocchia San Pietro Pambio., Verlag Carlo Silla, Paradiso 1997.
  • Simona Martinoli et alii: Guida d’arte della Svizzera italiana., Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paradiso TI – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Antonio Barzaghi-Cattaneo auf www.sikart.ch
  3. Filippo Boldini auf www.sikart.ch
  4. a b c d e f g h i j k Simona Martinoli et alii: Guida d’arte della Svizzera italiana., Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S 341–342.
  5. Football Club Paradiso