Paradox (Band)

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Paradox
Paradox Logo.gif
Kit-steinhauer.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Thrash Metal, Speed Metal, Power Metal
Gründung 1986
Auflösung 1991
Neugründung 1999
Website www.paradox-bangers.de
Gründungsmitglieder
Charly Steinhauer
E-Gitarre
Markus Spyth
Roland Stahl
Axel Blaha
Aktuelle Besetzung
Gesang, E-Gitarre
Charly Steinhauer
E-Gitarre
Christian Münzner
E-Bass
Tommy Kittsteiner Calvanese
Schlagzeug
Daniel Buld
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Alex Holzwarth
Bass
Oliver Holzwarth
E-Bass
Matthias Schmitt
E-Bass
Martin Stark
E-Bass
Rainer Langgut (†)
E-Bass
Volker Hartmann
E-Gitarre
Dieter Roth (Studio)
E-Gitarre
Kai Pasemann
Schlagzeug
Roland Jahoda
E-Bass
Brian Sorensen
E-Bass
Klaus „Marshall“ Albert
E-Gitarre
Martin Buchmann
E-Gitarre
Achim „Daxx“ Hömerlein
E-Gitarre
Michael „Micky“ Wehner
E-Gitarre
Andreas „Wuschi“ Meyer
E-Gitarre
Earl Carter
E-Gitarre
Detlef Kernwein
E-Gitarre
Mitch Schmitt
Gesang
Günter Niedermeyer
Gesang
Peter Motschiedler
E-Gitarre
Jochen Glöggler
E-Bass
Joe DiBiase
Gesang
Stefan Haller
E-Bass
Klaus Lohmeyer
Schlagzeug
Udo Klein
E-Bass
Armin Donderer
Schlagzeug
Stefan Schwarzmann
E-Bass
Andi Siegl
Schlagzeug
Chris Weiß
E-Gitarre
Fabian Schwarz
E-Gitarre
gus Drax
E-Bass
Olly Keller

Paradox ist eine deutsche Thrash-Metal-Band aus dem unterfränkischen Würzburg, die 1986 gegründet wurde, sich 1991 auflöste und 1999 wieder zusammenfand.

Geschichte[Bearbeiten]

Sänger und Gitarrist Charly Steinhauer, sowie Schlagzeuger Axel Blaha waren bereits schon seit Anfang der 1980er-Jahre in verschiedenen Projekten tätig, wobei der Bandname, sowie die übrige Besetzung sich noch permanent veränderte. Die Gruppe war nannte sich dabei unter anderem auch Warhead.[1] Im Februar 1986 entschied man sich dann Paradox zu gründen. Als zweiter Gitarrist kam Markus Spyth hinzu, während Roland Stahl den Bass spielte. Durch ein Demo erreichte die Band einen Vertrag bei Roadrunner Records. Das Lied Pray to The Godz of Wrath von dem Demo war auf der Kompilation Teutonic Invasion Part I zu hören. Im Jahr 1987 erschien ein zweites Demo namens Mystery.[2] Im Mai begab sich die Gruppe mit Produzent Kalle Trapp (Blind Guardian) ins Studio, um dort ihr erstes Studioalbum aufzunehmen, das im Oktober unter dem Namen Product of Imagination erschien. Der Veröffentlichung folgten Konzerte zusammen mit Overkill, Drifter, Tankard und Target[3], sowie ein Auftritt auf dem Dynamo Open Air im Jahr 1988.[4] Daraufhin verließ Bassist Stahl die Band und wurde durch Matthias Schmitt ersetzt. Im Jahr 1988 hielt die Band eine kleine Clubtour durch Deutschland ab und spielte außerdem in Lissabon und Eindhoven.[2] Anfang 1989 begab sich die Gruppe erneut ins Studio, um mit Produzent Harris Johns (Kreator, Sodom) das zweite Album aufzunehmen. Währenddessen verließ Gitarrist Spyth die Band, sodass Diether Roth für die Aufnahmen einsprang. Durch eine Kehlkopfentzündung Steinhauers verzögerten sich die Aufnahmen zudem um vier Wochen. Als im das Album Heresy im November veröffentlicht wurde, war Kai Pasemann als neurt Gitarrist in der Besetzung. Bassist Matthias Schmitt verließ die Band außerdem und wurde durch Armin Donderer ersetzt. Auch Frontmann Steinhauer verließ die Gruppe, woraufhin Stefan Haller als neuer Sänger zur Band kam. Da die Band diese Besetzungswechsel nicht verkraften konnte, löste sie sich 1991[5] auf.

Für das Wacken Open Air im Jahr 1999 belebte Charly Steinhauer die Band wieder.[6] Als weitere Mitglieder waren nun Gitarrist Kai Pasemann und die Geschwister Oliver (E-Bass) und Alex Holzwarth (Schlagzeug) in der Besetzung.[7] Noch im selben Jahr begab sich die Band mit Andy Classen ins Studio, um das Album Collision Course aufzunehmen, ehe es im Mai 2000 über AFM Records erschien. Auf dem Album war eine Coverversion des Scorpions-Liedes Dynamite enthalten. Auf der japanischen Version des Albums waren außerdem die Songs Pray to the Godz of Wrath, Paradox und Execution als Bonuslieder enthalten. Im selben Jahr nahm die Band außerdem an einem ABBA-Tribute-Album von Nuclear Blast teil.[7] Der Veröffentlichung von Collision Course folgten wenige Auftritte, darunter im Jahr 2001 ein Auftritt auf dem Bang Your Head im Jahr 2001. Durch eine Krebserkrankung Steinhauers wurde es lange still um die Band, ehe er zusammen mit Gitarrist Pasemann im September 2005 eine neue Besetzung zusammenstellte: Da Steinhauer Probleme mit seiner Hand hatte, gab er das Spiel Gitarre für eine kurze Zeit auf, wofür Gitarrist Fabian Schwarz zur Band kam. Als Bassist wurde Andi Siegl eingestellt, während Chris Weiß das Schlagzeug spielte. Im Jahr 2006 trat die Band auf dem Keep It True auf. Im selben Jahr war Charly Steinhauer auf Tarek „MS“ Magharys Projekt Dawnrider beteiligt, indem er in dem Lied When Our Troops Unite auf dem Album Fate is Calling Pt. I zu hören war.[8] In den folgenden Jahren spielte die Band weitere Konzerte, darunter auch in Slowenien, ehe Schwarz, Siegl und die Band wieder verließen. Als Ersatz stießen Schlagzeuger Roland Jahoda und Bassiat Olly Keller zur Besetzung. Daraufhin begannen die Arbeiten zum nächsten Album, die Ende 2007 beendet wurden. Der Tonträger erschien im Januar 2008 unter dem Namen Electrify. Im August wurde bei Steinhauer eine Bauchhöhlenhernie diagnostiziert, sodass er sich einer Operation unterziehen musste, wodurch die Band pausieren musste. Im Oktober konnte die Band dann die Arbeiten zum nächsten Album, das von Steinhauer selbst produziert wurde, beginnen. Nachdem das Album 2009 unter dem Namen Riot Squad veröffentlicht worden war, verließen Gitarrist Pasemann und Schlagzeuger Jahoda die Band wieder. Die Besetzung der beiden Posten wechselte mehrfach, bevor Daniel Buld als Schlagzeuger und Christian Münzner als Gitarrist hinzu kamen, ehe 2012 das Album Tales of the Weird veröffentlicht wurde.[9]

Stil[Bearbeiten]

Zu seinen wichtigsten Einflüssen zählt Frontmann Steinhauer Gruppen wie Metallica, Exciter, Heathen, Testament und Exodus[5] Charakteristisch ist das Gitarrist und Sänger Steinhauer als Linkshänder auf einer Rechtshändergitarre spielt, ohne die Saiten anders aufzuziehen. Die Gruppe spielte anfangs eine Mischung aus Power- und Speed-Metal, vergleichbar mit der Musik von Helloween. Auf dem Debütalbum Product of Imagination waren Parallelen zur Thrash-Metal-Band Metallica hörbar.[9] Die Band erinnerte auf dem Album vor allem musikalisch Metallica, während der Gesang Parallelen zu Testament aufwies.[10] Auf dem zweiten Album Heresy spielte die Band wie bereits beim Debüt klassischen Speed- und Power-Metal.[2] Das Album ließ sich zwischen Veröffentlichungen von Bands wie Megadeth und Anthrax einordnen. Der Gesang wird als melodisch beschrieben und Gitarrensoli wie in dem Lied 700 Tears On erinnern an Michael Schenker.[11] Auf dem Album Collision Course erinnerte die Band stark an Metallica zu den Zeiten von Master of Puppets.[5] Das Album bot neben Thrash Metal auch schnell gespielten Power Metal, wobei die Lieder oft einen progressiven Charakter hatten.[12] Auf Electrify spielte die Band melodischen Power Metal, wobei auch Thrash-Metal-Einflüsse die an Megadeth erinnern hörbar sind. Die Gitarrenarbeit erinnert an Jeff Waters von Annihilator.[13] Auf Riot Squad spielte die Band klassischen Thrash Metal, wobei vor allem Steinhauers heiserer Gesang, der als Markenzeichen bezeichnet wird, besonders charakteristisch war.[14] Tales of the Weird bewegte sich an der Schnittstelle zwischen Power- und Thrash-Metal.[15]

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 1987: Product of Imagination
  • 1989: Heresy
  • 2000: Collision Course
  • 2008: Electrify
  • 2009: Riot Squad
  • 2012: Tales of the Weird

Demos[Bearbeiten]

  • 1986: Demo # 1
  • 1987: Mystery

Sampler[Bearbeiten]

  • 1987: Teutonic Invasion Part I
  • 1988: Stars on Thrash
  • 1990: Thrash the Wall
  • 2000: Tribute to Scorpions
  • 2001: Tribute to ABBA
  • 2007: Tribute to Tankard
  • 2007: All for Metal
  • 2009: Thrash Til Death
  • 2009: All for Metal II

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Edgar Klüsener: Paradox. In: Metal Hammer, Dezember 1987, S. 129.
  2. a b c  Matthias Herr: Matthias Herr’s Heavy Metal Lexikon Vol. 1. Verlag Matthias Herr, 1993, S. 126.
  3. Andrea Nieradzik/Götz Kühnemund: Target Paradox Tankard. Bochum Zeche, Bochum Zeche 1987. Metal Market. In: Metal Hammer, Februar 1988, S. 68.
  4. Götz Kühnemund: Dynamo Open Air ’88. In: Metal Hammer, Juli 1988, S. 128 f.
  5. a b c Detlef Dengler: Paradox. Einmal infiziert, immer infiziert. In: Metal Hammer, September 2000, S. 63.
  6. Eduardo Rivadavia: Paradox, abgerufen am 11. August 2013.
  7. a b  Garry Sharpe-Young: A-Z of Thrash Metal. Cherry Red Books, London 2002, ISBN 1-901447-09-X, S. 311.
  8. Rüdiger Stehle: DAWNRIDER - Fate Is Calling (Part I), abgerufen am 11. August 2013.
  9. a b Paradox, abgerufen am 11. August 2013.
  10. Uwe Schnädelbach: Paradox. Product of Imagination. In: Metal Hammer, November 1987, S. 51.
  11. Matthias Breusch: Paradox. Heresy. In: Metal Hammer, Nr. 24, November 1989, S. 38.
  12. Detlef Dengler: Paradox. Collision Course. In: Metal Hammer, September 2000, S. 88.
  13. Matthias Mineur: Paradox. Electrify. In: Metal Hammer, Februar 2008 S. 95.
  14. Marc Halupczok: Paradox. Riot Squad. In: Metal Hammer, November 2009, S. 113.
  15. Matthias Mineur: Paradox. Tales of the Weird. In: Metal Hammer, Januar 2013