Paranaguá

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Paranaguá
-25.520833333333-48.5094444444445Koordinaten: 25° 31′ S, 48° 31′ W
Karte: Brasilien
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Paranaguá

Paranaguá auf der Karte von Brasilien

Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Paraná
Stadtgründung 29.Juli 1648
Einwohner 140.469 (2010[1])
Stadtinsignien
Brasao paranagua.gif
Bandeira paranagua.png
Detaildaten
Fläche 826,674 km²
Bevölkerungsdichte 170 Ew./km²
Höhe m
Gewässer Atlantik
Zeitzone UTC-3
Stadtvorsitz Edison Kersten (PMDB) (2013–2016)
Website www.paranagua.pr.gov.br
Paranaguá auf der Karte von Paraná
Paranaguá auf der Karte von Paraná

Die Hafenstadt Paranaguá, amtlich Município de Paranaguá, liegt im brasilianischen Bundesstaat Paraná in der Bucht von Paranaguá am Atlantischen Ozean.

Paranaguá ist der Versorgungs- und Verschiffungshafen der Bundeshauptstadt Curitiba, die rund 90 km westlich von Paranaguá auf einer Höhe von 5 m über dem Meeresspiegel liegt. Nach der Volkszählung von 2010 betrug die Einwohnerzahl 140.469 Einwohner, nach der Schätzung vom 1. Juli 2013: 148.232 Parnaguaer.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

1648 gegründet, ist Paranaguá die älteste Stadt des Bundesstaates. Sie bewahrt noch einige Kolonialbauten, Kirchen und ein Jesuitenkolleg von 1736.

Wirtschaft und Hafen[Bearbeiten]

Porto de Paranaguá (1990er Jahre)

Paranaguá ist eine typische brasilianische Hafenstadt mit ca. 150.000 Einwohnern, die vom Hafen und Fischfang lebt. Es ist Brasiliens wichtigster Exporthafen für Agrargüter, wie z. B. Sojabohnen. Exportiert werden von dort aus auch Fahrzeuge der Marke Audi, die in Curitiba gefertigt werden.

Bekannt ist der Hafen Porto de Paranaguá auch dadurch, dass die Regierung von Paraguay im Hafen von Paranaguá einen zollfreien Anlege-Kai besitzt und diesen auch uneingeschränkt laut Staatsvertrag benutzen darf. Über diesen Hafen laufen für Paraguay alle Ein- und Ausfuhren. Sämtliche Güter für Paraguay werden per LKW in das Zentrallager in Ciudad del Este am Rio Paraná im Dreieck der Iguazu-Wasserfälle gebracht und von hier auf den Staat verteilt.

Außerdem verfügt der Hafen noch über den großen schnellwachsenden Containerterminal TCP (Terminal de Contêineres de Paranaguá S.A), der privat betrieben wird. Während im Jahr 2000 252.679 und im Jahr 2007 595.261 Containereinheiten TEU im- und exportiert wurden, steigerte sich die Umschlagsmenge im Jahr 2013 auf 739.818 TEU, der Hafen schlug 2013 insgesamt 46.168.102 Tonnen um.[2]

In Paranaguá gibt es auch einen riesigen Schlachthof, der die Hauptstadt mit Frischfleisch versorgt. Die Hafenbehörde von Paranaguá, Administração dos Portos de Paranaguá e Antonina (Appa), ist auch für den kleinen Nachbarhafen von Antonina zuständig.

Paranaguá-Bahn[Bearbeiten]

Eisenbahnstrecke Curitiba–Paranaguá durch das Küstengebirge

Die 110 km lange Eisenbahnstrecke zwischen Curitiba und Paranaguá gilt als ingenieurtechnische Meisterleistung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Bahn wurde von Ferdinand de Lesseps, dem Erbauer des Suez-Kanals, konzipiert, nach seinen Plänen gebaut und 1885 fertiggestellt. Die Trassenführung der Schmalspurbahn ist einspurig und bewältigt den Höhenunterschied von 951 m über eine Länge von 80 km. Sie hat 15 Bahnstationen und läuft über 13 in den Felsen gehauene Tunnel, 41 aus Belgien importierte Stahlviadukte und 32 Brücken. Diese Bahnverbindung ist länger als die Straßenverbindung, da der Höhenunterschied mit Spitzkehren überwunden wird. Es gab eine Reihe Kehren, die nur mit verkürzten (6 Waggons) Zügen befahren werden können, da durch das zerklüftete Gebirge (die „Serra do Mar“) zu wenig Platz bestand, um die Kehren großzügiger zu machen. Zwischenzeitlich wurde die Bahnstrecke besser ausgebaut. Die Züge verkehren noch einspurig, doch Spitzkehren und enge Kurven wurden so umgebaut, dass auch lange Güterzüge – wenn auch nur im Schneckentempo – den Weg hoch nach Curitiba schaffen. Die Fahrt im Personenzug (einmal täglich) ist jedoch immer noch spektakulär und langsam; die Fahrt von Morretes nach Curitiba dauert 3 Stunden, der Bus benötigt lediglich eine Stunde.

Panoramablick auf das alte Zentrum Paranaguás

Bistum Paranaguá[Bearbeiten]

Das Bistum Paranaguá wurde am 21. Juli 1962 durch Papst Johannes XXIII. mit der Apostolischen Konstitution Ecclesia sancta aus Gebietsabtretungen des Erzbistums Curitiba errichtet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE):Cidades@Paraná: Paranaguá. Abgerufen am 17. Juni 2014 (portugiesisch).
  2. Movimentação de Cargas nos Portos do Paraná - Dez. 2013. Abgerufen am 17. Juni 2014 (portugiesisch; PDF; 60 KB).
  3. Prefeitura Municipal de Paranaguá: Comitiva japonesa chega a Paranaguá nesta quarta-feira, dia 24 vom 23. November 2010. Abgerufen am 17. Juni 2014 (portugiesisch).
  4. Prefeitura Municipal de Paranaguá: Baka vê na Ucrânia grandes possibilidades de negócios. Abgerufen am 17. Juni 2014 (portugiesisch).