Pararot

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Strukturformel
Strukturformel von Pararot
Allgemeines
Name Pararot
Andere Namen
  • 1-(4-Nitrophenylazo)-2-naphthol
  • Nitroanilinrot
  • C.I. 12070
  • C.I. Pigment Red 1
Summenformel C16H11N3O3
CAS-Nummer 6410-10-2
Kurzbeschreibung

roter Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 293,28 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

251 °C [2]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][5]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Pararot ist ein rotes Azopigment. Es ist eines der ersten in technischem Maßstab hergestellten Azofarbmittel (1885) und wurde zum Färben von Wolle und Baumwolle verwendet. Heute wird es zum Beispiel noch in Buntstiften, aber auch in billigen Druckfarben und Kunststoffen eingesetzt.

Herstellung[Bearbeiten]

Pararot kann durch eine Azo-Kupplungsreaktion von diazotiertem 4-Nitroanilin und β-Naphthol hergestellt werden.

Synthese von Pararot ausgehend von p-Nitroanilin (1). Dieses reagiert nach Einwirken von Schwefelsäure und Natriumnitrit zu einem Diazoniumsalz (2), welches mit 2-Naphthol zum Pararot (3) gekuppelt wird.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Viele Azopigmente und- farbstoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Dies rührt teilweise auch daher, dass technisch hergestellte Azofarbstoffe noch Spuren der Syntheseausgangsstoffe enthalten können. Zumeist sind dies aromatische Amine, von denen ebenfalls viele als krebserregend bekannt sind oder im Verdacht stehen, Krebserkrankungen auslösen zu können.

Im Labor hergestelltes und mit dem Spatel zerkleinertes Pararot.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Pararot bei Acros, abgerufen am 20. Februar 2010..
  2. Thieme Chemistry (Hrsg.): Römpp Online. Version 3.1. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007.
  3. a b Datenblatt Pararot bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 18. April 2011 (PDF).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Datenblatt Pararot bei AlfaAesar, abgerufen am 20. Februar 2010 (JavaScript erforderlich)..