Parfümierter Trichterling

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Begründung: Mikroskopische Merkmale sowie Angaben zur Ökologie fehlen. Ein Foto dieser berühmt-berüchtigten Art wäre wünschenswert. --Ak ccm (Diskussion) 02:23, 16. Feb. 2014 (CET)
Parfümierter Trichterling
Systematik
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Ritterlingsverwandte (Tricholomataceae)
Gattung: Trichterlinge (Clitocybe)
Art: Parfümierter Trichterling
Wissenschaftlicher Name
Clitocybe amoenolens
Malençon

Der Parfümierte Trichterling (Clitocybe amoenolens) ist ein Giftpilz aus der Familie der Ritterlingsverwandten.

Merkmale[Bearbeiten]

Der Hut ist zunächst hellbraun und kuppelförmig, später nach Weiß verblassend und beim ausgewachsenen Fruchtkörper trichterförmig; vor allem bei jungen Exemplaren ist der Rand krempenartig eingebogen. Der Stiel, stets ohne Ring und Knolle, ist hellbraun bis weiß, die am Stiel weit herablaufenden, dichten und schmalen Lamellen verfärben sich von Weiß (beim Jungpilz) durch die abgeschiedenen Sporen nach Hellbraun. Clitocybe amoenolens tritt zumeist in kleinen Gruppen auf und riecht auffallend blumen- oder obstartig.

Artabgrenzung[Bearbeiten]

Der Pilz kann mit dem essbaren Fuchsigen Rötelritterling (Lepista inversa) und mit braunen Trichterlingsarten verwechselt werden.[1][2] Von diesen unterscheidet er sich durch seinen namengebenden, angenehmen Duft nach Jasmin oder überreifen Birnen, von den Rötelritterlingen ferner durch das Fehlen der charakteristischen warzigen Sporen und das weiße (nicht rötliche) Mycel.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Vorkommen dieses Pilzes ist für Frankreich, Marokko und das nördliche Italien verbürgt. Auch für Deutschland können Bestände nicht ausgeschlossen werden.[3]

Toxikologie[Bearbeiten]

Durch den Gehalt an Acromelsäure kann der Verzehr des Pilzes zu einer sehr schmerzhaften, bei Aufnahme größerer Mengen sogar lebensbedrohlichen Vergiftung mit charakteristischen Missempfindungen und Rötungen in den Extremitäten führen. Diese wird durch die lange Latenzzeit (zwischen einem Tag und einer Woche) häufig nicht mehr in ursächlichem Zusammenhang mit der Pilzmahlzeit gesehen.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Erste Verdachtsmomente für die Giftigkeit des Wohlriechenden Trichterlings gab es bereits im Jahr 1979, jedoch konnte er erst 1996 nach mehreren Vergiftungen in Italien und Nachweis des Acromelsäuregehalts als Ursache identifiziert werden. Hingegen war der verwandte Bambustrichterling (Clitocybe acromelalga) in Korea und Japan bereits 1918 als Verursacher identischer Vergiftungsbilder bekannt.[5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Monographie, Deutsche Gesellschaft für Mykologie
  2. Foto von Clitocybe amoenolens bei pilzepilze.de
  3. Clitocybe amoenolens bei gifte.de
  4. Das Acromelalga-Syndrom bei giftpilze.ch
  5. Pilzzeit: Neuartiger Vergiftungstyp - Warnung vor braunen Trichterlingen
  6. Pilzgenuss mit Folgen, Teil 2, als PDF; 352 KB bei Medicalforum Schweiz