Park am Gleisdreieck

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Der Park am Gleisdreieck ist eine öffentliche Grün- und Erholungsanlage in Berlin-Kreuzberg und Berlin-Schöneberg. Der rund 31,5 Hektar umfassende Park liegt auf den ehemaligen Bahnbrachen des Anhalter und Potsdamer Güterbahnhofs am Gleisdreieck und erstreckt sich vom Landwehrkanal über die Yorckstraße bis zur Monumentenbrücke. Die Anlage besteht aus drei Parkteilen, die zwischen 2011 und 2014 eröffnet wurden:

  • Ostpark in Kreuzberg, 17 Hektar, eröffnet am 2. September 2011,
  • Westpark in Kreuzberg, 9 Hektar, eröffnet am 31. Mai 2013,
  • Flaschenhals oder Flaschenhalspark in Schöneberg, 5,5 Hektar, eröffnet am 21. März 2014.

Die Trasse der Nord-Süd-Fernbahn trennt den Ostpark vom Westpark. Der schmale Flaschenhals ist über eine der Yorckbrücken mit dem Ostpark verbunden und setzt den Grünzug nach Süden fort. In der Berliner Freiraumkonzeption bildet der Park ein wichtiges Bindeglied in der 40 Kilometer langen Nord-Süd-Tangente und zum Ost-West-Grünzug. Den zum Teil unter engagierter Bürgerbeteiligung realisierten Park charakterisieren weite Rasenflächen mit Liegewiesen und vereinzelten Baumgruppen, mehrere Wäldchen, lange Holzbänke, Sport- und Spielflächen, breite und barrierefreie asphaltierte und abgerundet geführte Wege für Fußgänger, Radfahrer und Skater, eine Kleingartenkolonie sowie historische Relikte aus der Bahnzeit des Geländes. Eine Besonderheit stellen einige teils nicht freigegebene und „Gleiswildnis“ getaufte dichte Wildwuchsflächen dar, die sich aus den alten Gleisanlagen, Signalresten, Gleisgruben und Wassertümpeln heraus entwickelt haben und ein eigenes Biotop bilden.

Park am Gleisdreieck (Ostpark), Kreuzberger Wiese und zentraler Platz an der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums, Bürgerfest am 3. September 2011.

Lage[Bearbeiten]

Die beiden Hauptteile des Parks, der Ost- und der Westpark, liegen im äußersten Westen Kreuzbergs; der Westpark grenzt an Tiergarten, einen Ortsteil des Bezirks Mitte, und an Schöneberg. Der von Nord nach Süd langgestreckte Park reicht vom Tempelhofer Ufer des Landwehrkanals bis zur Yorckstraße und dann als Flaschenhalspark bis zur Monumentenbrücke. Die Ostbegrenzung bilden im Nordbereich die Möckernstraße und im Südbereich der Grünstreifen neben dem Gleis der Museumsbahn des Deutschen Technikmuseums. Nach Westen schließen der Straßenzug Flottwell-/Dennewitz-/Bülowstraße den Westpark und die Trasse der Nord-Süd-Fernbahn den Flaschenhals ab. Im Norden liegen zwischen den Parkteilen die Gebäude des Deutschen Technikmuseums und der Museumspark mit der Bohnsdorfer Bockwindmühle und der Holländermühle Foline. Das ehemalige Bahngelände und der Park liegen leicht erhöht – knapp drei Meter über Straßenniveau – auf einem künstlichen Plateau.[1] Der zentrumsnahe City-Park hat über 30.000 unmittelbare Anwohner.[2]

Zur Geschichte des Geländes siehe: Geschichte des U-Bahnhofs Gleisdreieck, Anhalter Güterbahnhof, Potsdamer Güterbahnhof

Planung, Finanzierung und Bürgerbeteiligung[Bearbeiten]

Ostpark an der Möckernstraße

Bereits in den 1970er-Jahren entwickelten Anwohner erste Ideen für die Ausgestaltung des Gleisdreiecks als Parkanlage. Planungen, durch das Gelände die Autobahn Westtangente zu ziehen, wurden 1994 auf Druck einer Bürgerinitiative aufgegeben. 1997 vereinbarten das Land Berlin und das damalige Bahnunternehmen Vivico den Parkbau. Die veranschlagten Kosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro (bezogen auf den Ost- und Westpark) stellten Investoren des Potsdamer und Leipziger Platzes (DB Netz AG, vertreten durch die DB ProjektBau GmbH; Vivico Real Estate GmbH[3]) im Rahmen einer Ersatzmaßnahme zur Verfügung.[2] Die Gesamtplanung und der Entwurf stammen von dem Atelier Loidl, dessen Konzeption sich in einem zweistufigen landschaftsplanerischen Wettbewerb durchgesetzt hatte.[4] Bauherr war die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, vertreten durch die Grün Berlin GmbH. Die Gesamtplanung oblag dem Atelier Loidl. Die Arbeiten begannen im Juni 2008 mit der Freimachung des Geländes für den Ostpark, im August 2010 folgte der Landschaftsbau für diesen ersten Parkteil.[1]

In die Planungen und Arbeiten der ersten beiden Parkteile war die Projektbegleitende Arbeitsgruppe Park am Gleisdreieck (PAG) aus Anwohnervertretern und Quartiersräten der Quartiersmanagementgebiete Schöneberg-Nord und Magdeburger Platz einbezogen.[1] Während sich die Bürgerinitiative mit ihrem Wunsch, möglichst viel des Wildwuchses in dem über 40 Jahre nicht zugänglichen Gebiet zu erhalten, nur bedingt durchsetzen konnte, fanden verschiedene Anwohnerwünsche wie beispielsweise ein Naturerfahrungsraum und -spielplatz für Kinder Berücksichtigung.[2] Die Planung und Realisierung des Flaschenhalses erfolgte ohne Bürgerbeteiligung.[5]

Die Parkteile[Bearbeiten]

Karte der drei Parkteile

Der Kontrast von Weite und kleinteiligen Angeboten bildet das landschaftsgestalterische Leitbild für die beiden größeren Parkteile.[1] Im schmalen Flaschenhals dominieren Bahnrelikte und die sogenannte „Gleiswildnis“. Der breite Weg neben der Bahntrasse im Ostpark und Flaschenhals ist Teil des Radwegs Berlin–Leipzig, worauf mehrere langgezogene Schriftzüge Leipzig-Berlin auf dem Asphalt hinweisen. Der Weg integriert den Grünzug in das überregionale Radwegesystem.[6]

Die trennende Bahntrasse zwischen dem Ost- und Westpark kann an den Nordeingängen über den Umweg Schöneberger Ufer am Landwehrkanal und an den Südeingängen über die Yorckstraße umgangen werden. Im mittleren Bereich verbindet die Parkteile eine Fahrradstraße, die im Ostpark zwischen der Bahntrasse und dem Gelände des U-Bahnhofs verläuft.

Eine ursprünglich vorgesehene Fußgänger-/Radwegbrücke über die Fernbahntrasse wurde aus Kostengründen nicht gebaut. In einem Kommentar befürchtete die tageszeitung daher, dass die Trasse wie eine Mauer zwischen den Kreuzberger Nutzern des Ostparks und den Schöneberger Nutzern des Westparks wirken und die Spaltung vertiefen könnte, die sich bereits in der unterschiedlichen Planungsbeteiligung gezeigt habe: Hier Engagement, Initiative, Bürgerinitiativen, die alte Kreuzberger Mischung. Dort Passivität, Armut, Drogen, Prostitution, Problemquartier. […] Das Szenario steht im Raum: In Kreuzberg erobert sich die Alternativszene Wäldchen und sogar den Rasen. In Schöneberg sind es die Dealer.[7]

Ostpark[Bearbeiten]

Zugänge, Museumsbahn, Generalszug[Bearbeiten]

Die Lok 2 der Museumsbahn des Technikmuseums im Ostpark

Der am 2. September 2011 eröffnete Ostpark verfügt über Zugänge mit Treppenanlagen und/oder langgezogenen Rampen:

Mitten durch den Park führt das Eisenbahngleis zum Deutschen Technikmuseum. An den Sonntagen im September verkehrt dessen Museumszug zwischen dem Hauptstandort an der Trebbiner Straße und dem Depot an der Monumentenstraße.[8]

Der Hauptweg von Westen nach Osten, der über den zentralen Platz führt, trägt den Namen Generalszug. Die Namensgebung erfolgte in Anlehnung an die großzügig angelegte Straßen- und Platzfolge des Generalszugs, der von Charlottenburg über Schöneberg nach Kreuzberg führt und an die Befreiungskriege 1813–1815 gegen Napoleon I. erinnert. Der im 19. Jahrhundert angelegte Straßenzug basiert, mit Ausnahme der Umfahrung des Gleisdreieckgeländes, auf älteren Planungen von Peter Joseph Lenné (ab 1841 bis 1855) und dem Hobrecht-Plan von 1862. Der Parkweg deutet den geplanten Verlauf von Schöneberg zu der auf der ursprünglichen Geraden liegenden Kreuzberger Hornstraße an.

Gestaltung[Bearbeiten]

Eine ausgedehnte Liegewiese, die Kreuzberger Wiese, bildet den Mittelpunkt des 17 Hektar großen Parkteils. Schnurgerade Betonwege führen zu den Spielplätzen Stangenwald und Kinderzimmer, einem Wäldchen mit Trockenrasenbereichen, einem Rosenduftgarten, Boulebahnen, Tischtennisplatten und zum zentralen Platz an der Ladestraße des Technikmuseums. Lange Holzbänke unterstreichen den weiten, offenen Charakter des Parks. Zahlreiche Ruheplätze sind in das Gelände eingestreut. Auf der Möckernpromenade, die auf der Böschung zur Möckernstraße und teils oberhalb einer sanierten, über 100 Jahre alten historischen Mauer verläuft, nehmen die Ruheplätze teilweise die Form von Aussichtsplattformen an. Darüber hinaus gibt es eine Tanzfläche und einen Infopoint für Führungen.

Der ursprünglich nicht geplante und von der Bürgerinitiative durchgesetzte Naturspielplatz kommt ohne Spielgeräte aus und bietet dafür auf einem hügeligen Gelände Sand, Steine, Holz und Matsch sowie Brombeerbüsche und Apfelbäume. Auf den 40 Jahre lang unberührten Ruderalflächen wurden 66 große und 500 kleine Bäume gefällt und rund 950 Bäume und Sträucher neu angepflanzt. Parallel zur Nord-Süd-Fernbahn wurden als ökologische Sukzessionsflächen Schotterareale zur Ansiedlung von Käfern und Eidechsen angelegt, an die sich drei Sportplätze, unter anderem für Basketball, anschließen.[2] Der abschließende Skatepark am ehemaligen Poststellwerk verfügt über den größten Outdoor-Pool Berlins. In den Planungsprozess der 1.300 m² großen Anlage wurden aktive Skater einbezogen, sodass modernste Trainingsmöglichkeiten für Slides, Grinds und Flips entstanden.[1]

Westpark[Bearbeiten]

Das Gelände des Westparks wurde seit August 2010 freigeräumt, der Landschaftsbau begann im September 2011. Die Eröffnung dieses Parkteils war für den Herbst 2013 vorgesehen,[1] erfolgte jedoch bereits am 31. Mai 2013. Seine Kosten wurden mit rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt.[1][9]

Zugänge und Sichtachse zur Lutherkirche[Bearbeiten]

Sichtachse (Generalszug) zur Lutherkirche, Hochbahntrasse der U2
„Strand“; Liegewiese und Sitztribüne mit dem Viadukt der U1

Der Westpark verfügt über mehrere Zugänge: einen barrierefreien Nordeingang am Schöneberger Ufer, der als platzartiges Entreé ausgebildet ist und jenseits des Landwehrkanals zum Potsdamer Platz mit dem Mendelssohn-Bartholdy- und Tilla-Durieux-Park überleitet. In der Schöneberger Straße befindet sich neben dem U-Bahnhof Gleisdreieck (U-Bahnlinien U1 und U2) ein östlicher barrierefreier Zugang. Westeingänge bestehen in der Verlängerung der Kurfürstenstraße am angrenzenden Nelly-Sachs-Park, in der Verlängerung von Lützow- und Pohlstraße sowie in der Verlängerung der Bülowstraße entlang des Hochbahnviaduktes (alle barrierefrei). Der Weg in der Verlängerung der Bülowstraße setzt den Generalszug fort und ist als Sichtachse auf die Lutherkirche am Dennewitzplatz ausgerichtet. Der weithin sichtbare schlanke, hohe Turm der Kirche wurde im Winkel zwischen dem polygonalen Chor und einem polygonalen Querschiff angeordnet, sodass er genau in der Achse zwischen Wittenbergplatz und Südstern liegt. Ein Zugang von der Yorckstraße aus ist über den Parkplatz eines Baumarktes möglich.[10] Zwei weitere Südeingänge an der Yorckstraße, am S-Bahnhof Yorckstraße (Großgörschenstraße) der S1 und Höhe Bautzener Straße, befinden sich noch im Planungsstadium (Stand 2014).[11][12]

Gestaltung[Bearbeiten]

Neben einer zentralen Wiese, der Schöneberger Wiese, wird das Bild der 9 Hektar großen Grünanlage von den Hochbahntrassen der U-Bahnlinie 1 und U-Bahnlinie 2 bestimmt, die den Park von West nach Ost überqueren. Unter dem Viadukt der U2 entstand ein Kiezplatz für Flohmärkte, Boule und Feste.[13] Auf dem Tunnelmund der Fernbahn wurde eine Wiese und ein hölzernes Sonnendeck mit angrenzendem Stadtstrand angelegt, von dem man einen Blick über den Westpark, die Hochbahnviadukte und auf die Kulisse des Potsdamer Platzes hat. Flächen mit Ruderalwiesen und der Raum „Stadtwildnis“ blieben zum Teil naturbelassen. Im südwestlichen Teil wurden bereits vorhandene Kleingärten in den Park einbezogen. Auf dem Marktplatz der Kleingartenkolonie POG befindet sich ein Cafe. Für Kinder gibt es mehrere Spielplätze sowie Klettergerüste an den schnurgeraden, asphaltierten Wegen. Auf einer multifunktionalen Sport- und Spielfläche werden neben einem Bodenlabyrinth und Reckstangen Trendsportarten wie Trampolinturnen, Rollsport, Streetball und Torwandschießen angeboten. Ein kleiner Hundeauslaufplatz ergänzt die Einrichtungen.[1][12]

Die bereits vorhandenen Beachvolleyball-Felder des Beach61 sind in den Park integriert und bieten von einem urbanen Strand einen Ausblick auf die Weite der Schöneberger Wiesen und auf den Gasometer, die 78 Meter Landmarke und das Wahrzeichen der Schöneberger Roten Insel.[14]

Beach61 [Bearbeiten]

Zwischen 2004 und 2006 wurden große Sandmengen aus dem Aushub der Alexa-Baustelle (die Sande des Berliner Urstromtals erreichen eine Mächtigkeit von über 20 Metern) vom Alexanderplatz auf das westliche Gleisdreieck verbracht. Auf den Sandflächen eröffnete am 1. Mai 2009 das Beach61 mit 25  Beachvolleyballfeldern, die stundenweise gemietet werden können.[15] Die multiflexiblen Sandareale stehen ferner für Sandsportarten wie Beachsoccer, Beachhandball, Speedminton und Beachminton sowie für Streetsoccer und Streetbasketball zur Verfügung. Auf einer angrenzenden Entspannungswiese wird Yoga, Tai-Chi, Frisbee und Gymnastik für alle Altersgruppen angeboten. Darüber hinaus gibt es Sanitäreinrichtungen, Umkleidekabinen und eine Strandbar. Die Sportanlage ist in den Westpark einbezogen.

Flaschenhalspark [Bearbeiten]

Die Landschaftsbauarbeiten für den Flaschenhals oder Flaschenhalspark wurden im April 2013 aufgenommen.[16] Am 21. März 2014 wurde der 5,5 Hektar große Parkteil mit Zugängen an der Monumentenbrücke/-straße im Süden und in der Yorckstraße im Norden eröffnet. Die Anbindung an die Yorckstraße wurde wie bei dem gegenüberliegenden Zugang zum Ostpark über eine mit orangefarbenen Barrieren versehene Rampe hergestellt. Die Kosten für diesen Parkteil lagen bei rund 2 Millionen Euro.[17] Den schon länger bestehenden Namen verdankt das Gelände seiner Form.

Überbrückung der Yorckstraße[Bearbeiten]

Die Yorckbrücke Nr. 10 verbindet den Ostpark mit dem Flaschenhalspark

Das Wechseln von einem Parkteil in den anderen war anfangs nur über die vielbefahrene Yorckstraße möglich. Da versäumt worden war, rechtzeitig für eine Ampelanlage oder einen Zebrastreifen zu sorgen, wurde der gefährliche Übergang von Bürgerinitiativen, von verschiedenen Medien und Kommunalpolitikern wie der Tempelhof-Schöneberger Stadträtin Sibyll Klotz heftig kritisiert.[18] Zwar sollte eine der Yorckbrücken zur Überbrückung genutzt werden, aber noch im März 2014 hieß es von Seiten der Verwaltung, die ins Auge gefasste Brücke Nr. 10 müsse abgebaut, grundsaniert und repariert werden; der Wiedereinbau könne voraussichtlich erst in eineinhalb oder zwei Jahren erfolgen. Aufgrund des öffentlichen Drucks und nach dem Nachweis von Bürgerinitiativen, dass diese Brücke aus den 1930er Jahren stammt und damit 50 Jahre jünger als die meisten anderen Yorckbrücken ist, dass bis 1994 noch die Züge zum Postbahnhof über die Brücke rollten und sie insgesamt in sehr gutem Zustand sei, verzichtete die Verwaltung auf die teure und aufwendige Grundsanierung. In nur vier Wochen wurde die Brücke hergerichtet. Am 17. April 2014 wurde die Yorckbrücke Nr. 10 zwischen dem Ostpark und dem Flaschenhals eröffnet.[19][20][21]

Gestaltung[Bearbeiten]

In diesem Parkteil dominieren Bahnrelikte und die „Gleiswildnis“. Die ursprüngliche Vegetation wurde kaum angetastet. Bei der Parkgestaltung wurde besonders auf die weitestgehende Erhaltung der typischen Vegetation einer Bahnbrache mit Pionier- und Stadtwäldern, ruderalen Wiesen, Halbtrocken- und Sandtrockenrasen geachtet.[22] Angelegt wurden insbesondere drei Wege, die sich von der Yorckstraße von Nord nach Süd ziehen und in dem immer schmaler werdenden Areal an einem kleinen, gestalteten Platz am Bahnrelikt Stellwerk zusammenlaufen. Der betonierte Weg, auf dem sich der Radweg Berlin-Leipzig fortsetzt, verläuft durch die restliche Parkfläche bis zur Monumentenbrücke. Für einen der drei Wege wurde ein Gleis genutzt, das mit fußfreundlichem Rindenmulch gefüllt wurde. Einige lange Bänke und hochaufragende Schaukeln ergänzen die zurückhaltende Gestaltung des waldreichen Geländes.[2]

Am südlichen Parkende an der Monumentenbrücke entsteht im Zuge des Stadtumbaus West der Monumentenplatz, der als Bestandteil der Schöneberger Schleife ab 2016 die Lücke zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Nord-Süd-Grünzug schließen soll. Als Tor zum Gleisdreieckpark wird der neue Stadtplatz, der nördlich an das Lokdepot des Deutschen Technikmuseums grenzt, Bezüge zum historischen Bahngelände in die Gestaltung aufnehmen.[23]

Der Park in der Berliner Freiraumkonzeption[Bearbeiten]

Als grünes Verbindungselement von Nord nach Süd nimmt der Park laut Darstellung der Senatsverwaltung eine Schlüsselposition in der Berliner Freiraumkonzeption ein. Er ist Teil des 40 Kilometer langen Nord-Süd-Weges, der als Wanderweg 5 der 20 grünen Hauptwege Berlins von Nord entlang der Panke nach Süd bis zum Regionalpark Teltow Park führt.[24] Nach Norden schließt der Park die Lücke zu den Parkanlagen am Potsdamer Platz und zum Spreebogenpark am Regierungsviertel. Nach Süden wird über die Schöneberger Schleife der Anschluss zum Fördergebiet Schöneberg-Südkreuz des Stadtumbaus West hergestellt, das 2005 mit dem Ziel gestartet wurde, den neuen Fernbahnhof Südkreuz (vormals Bahnhof Papestraße) in das städtische Umfeld einzubinden. [25] Im weiteren Südverlauf sind der Hans-Baluschek-Park und Natur-Park Schöneberger Südgelände mit dem naheliegenden Insulaner angebunden.

Die Schöneberger Schleife passiert zudem den Ost-West-Grünzug mit dem zentralen Alfred-Lion-Steg, der kleinräumig mit dem Cheruskerpark und großräumig nach Osten mit dem Tempelhofer Park und nach Westen mit dem Heinrich-Lassen-Park/Rudolph-Wilde-Park vernetzt, die wiederum als Teil einer Glazialen Nebenrinne der Grunewaldseenkette über den Volkspark Wilmersdorf und weitere Grünanlagen an den Grunewald anschließen.[26][1][16]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stadtumbau West. Schöneberg-Südkreuz. Mittendrin im Stadtumbau 2012. Hrsg.: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin. Berlin 2012. Broschüre (PDF; 2,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Park am Gleisdreieck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Park am Gleisdreieck. Berlins neuer City-Park. Faltblatt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Redaktion: Grün Berlin GmbH. Stand August 2011.
  2. a b c d e Karin Schmidl: Viel Rasen und ein bisschen Bahnromantik. In: Berliner Zeitung, 1. September 2011, S. 20.
  3. Grün Berlin GmbH: Park am Gleisdreieck. Daten, Zahlen, Fakten.
  4. Gestaltung „Park auf dem Gleisdreieck“ entschieden. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
  5. Gleisdreieck-Blog: Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck e.V. zur Eröffnung des Flaschenhalsparks. 21. März 2014.
  6. Der Park am Gleisdreieck – Berlins neuer City-Park. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Pressebox, 2. September 2011.
  7. Uwe Rada: Die Mauer im Park. Stadtentwicklung am Berliner Gleisdreieck. In: die tageszeitung, 21. Januar 2009.
  8. Website des Deutschen Technikmuseums, abgerufen am 10. Juni 2014
  9. Thomas Loy: Neuer Westpark am Gleisdreieck: Erholung auf der Baustelle In: Der Tagesspiegel, 16. April 2013.
  10. Gleisdreieck-Blog: Neuer Parkeingang am Yorckdreieck eröffnet. 21. Juli 2014.
  11. Grün Berlin GmbH: Park am Gleisdreieck. Eingänge.
  12. a b Karte vor Ort: Park auf dem Gleisdreieck. Entwurf Parkteil West, Stand Mai 2011. Atelier Loidl, Grün Berlin GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. (Die Karte befindet sich am zentralen Platz an der Fassade der Laderampe des Technikmuseums.)
  13. Gleisdreieck-Blog: Neuer Plan für den Westpark. August 2010.
  14. Grün Berlin GmbH: Park am Gleisdreieck. Westpark.
  15. Gleisdreieck-Blog: Von B 30 zu Beach 61..
  16. a b Grün Berlin GmbH: Flaschenhals.
  17. Clara Billen: Der Park ist eröffnet – nur eine Ampel fehlt. In: Der Tagesspiegel, 21. März 2014.
  18. Karin Schmidl: Wildwuchs im Flaschenhals. In: Berliner Zeitung, 23. März 2014. S. 21.
  19. Gleisdreieck-Blog: Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft Gleisdreieck e.V. zur Eröffnung des Flaschenhalsparks. 21. März 2014.
  20. Gleisdreieck-Blog: Jetzt ist es amtlich: Brücke Nr. 10 wird noch im April eröffnet. 10. April 2014.
  21. Gleisdreieck-Blog: Eröffnung der Brücke Nr. 10 über die Yorckstraße am 17. April 2014. 17. April 2014.
  22. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Der Flaschenhalspark wird eröffnet. Pressemitteilung, 21. März 2014.
  23. Grün Berlin GmbH: Monumentenplatz.
  24. 20 grüne Hauptwege, Wegnummer: 5
  25. Stadtumbau West. Schöneberg-Südkreuz. […], S. 4–6.
  26. Stadtumbau West. Schöneberg-Südkreuz. […], S. 5f, 10, 16.

52.49581666666713.375763888889Koordinaten: 52° 29′ 45″ N, 13° 22′ 33″ O