Parnitha

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Parnitha
Die Parnitha nach dem Waldbrand 2007

Die Parnitha nach dem Waldbrand 2007

Höchster Gipfel Karabola (1413 m)
Lage Griechenland
Parnitha (Griechenland)
Parnitha
Koordinaten 38° 8′ N, 23° 41′ O38.13333333333323.6833333333331413Koordinaten: 38° 8′ N, 23° 41′ O
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Die (auch: der) Parnitha (Genitiv Πάρνηθος, neugriechisch Πάρνηθα (f. sg.)) ist ein Kalkschiefergebirge im Norden der griechischen Halbinsel Attika, etwa 30 km nordwestlich von Athen. Sie gehört zur Bergkette, die Attika von Böotien trennt; westlich schließt sich der Kithairon an.

Benennung[Bearbeiten]

In der deutschen Literatur wird sie oft nach dem altgriechischen Namen Parnes oder Parnis (altgriechisch Πάρνης) bezeichnet. Dieser Name wird auf einen vorgriechischen Ursprung zurückgeführt und ist nicht zu verwechseln mit dem griechischen Berg Parnass, mit dem sie jedoch wahrscheinlich die gleiche Wortwurzel teilt. Das Gebirge wird von den Anwohnern auch Ozia (neugriechisch Οζιά) genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die dünn besiedelte Parnitha erstreckt sich über etwa 40 km in Ost-West-Richtung und maximal 20 km in Nord-Süd-Richtung und bedeckt eine Gesamtfläche von etwa 300 km². Es gibt insgesamt 16 Gipfel mit über 1000 m und 43 über 700 m Höhe. Der höchste Gipfel Karabola (neugriechisch Καραμπόλα) oder Karavola (neugriechisch Καραβόλα) hat eine Höhe von 1.413 m. Die weiteren Gipfel über 1000 m sind der Ornio (neugriechisch Όρνιο; 1350 m), der Kaki Rachi (neugriechisch Κακή Ράχη; 1260 m), der Avgo (neugriechisch Αβγό; 1201 m), der Platovouni (neugriechisch Πλατοβούνι; 1163 m), der Kyra (neugriechisch Κυρά; 1201 m), der Lagos (neugriechisch Λαγός; 1160 m), der Flabouri (neugriechisch Φλαμπούρι; 1158 m), der Aeras (neugriechisch Αέρας; 1126 m), der Xerovouni (neugriechisch Ξεροβούνι; 1121 m), der Choros (neugriechisch Χόρος; 1096 m), der Mavrovouni (neugriechisch Μαυροβούνι; 1091 m), der Koumarorachi (neugriechisch Κουμαρόραχη; 1082 m), der Flambouraki (neugriechisch Φλαμπουράκι; 1074 m), der Kapsala (neugriechisch Καψάλα; 1044 m) und der Dendra (neugriechisch Δένδρα; 1009 m).

Der bedeutendste Gebirgsbach ist der Gouras (neugriechisch Γκούρας) oder Yiannoulas (neugriechisch Γιαννούλας). Er entspringt etwa 3 km westlich des Karabola in 900 m und durchströmt das Gebirge von Nord nach Süd auf einer Länge von 10 km und mündet nach etwa 20 km bei Aspropyrgos in den Golf von Elefsina. Unterhalb des Klosters Kliston durchquert der Bach die bei Raftern beliebte Keladona-Schlucht (neugriechisch Κελάδωνα). Ein großer Teil der nördlichen Gebirgsbäche fließt zum Asopos hin ab. Die dichte Bewaldung des Gebirges wurde bei einem Waldbrand Ende Juni 2007 zu großen Teilen vernichtet.

In der Antike wurden in der Parnes mehrere Befestigungsanlagen errichtet, darunter die Festungen Phyle, Dekeleia und Panakton. Außerdem gab es dort laut Pausanias einen Zeus-Kult.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Parnitha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien