Parodia microsperma

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Parodia microsperma
Parodia microspermaTafel 1 von 1900 aus Blühende Kakteen

Parodia microsperma
Tafel 1 von 1900 aus Blühende Kakteen

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Notocacteae
Gattung: Parodia
Art: Parodia microsperma
Wissenschaftlicher Name
Parodia microsperma
(F.A.C.Weber) Speg.
Parodia microsperma

Parodia microsperma ist eine Pflanzenart aus der Gattung Parodia in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton microsperma leitet sich von den griechischen Worten mikros für ‚klein‘ sowie sperma für ‚Samen‘ ab.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Parodia microsperma wächst meist einzeln, bildet jedoch manchmal kleine Gruppen. Die rötlich grauen bis grünen, niedergedrückt kugelförmigen, kugelförmigen oder gelegentlich säulenförmigen Triebe erreichen Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimeter und Durchmesser von 5 bis 10 Zentimeter. Die 15 bis 21 Rippen sind meistens spiralförmig angeordnet und gehöckert. Die drei bis vier Mitteldornen sind gelegentlich gehakt. Sie sind rötlich bis bräunlich oder schwärzlich und weisen eine Länge von 0,5 bis 5 Zentimeter auf. Die sieben bis 30 borstenartigen oder steifen Randdornen sind weiß und 0,4 bis 0,8 Zentimeter lang.

Die gelben bis orangefarben oder roten Blüten erreichen Längen von 3 bis 3,5 Zentimeter und Durchmesser von 4 bis 5 Zentimeter. Ihr Perikarpell und die Blütenröhre sind mit weißer Wolle und Borsten bedeckt. Die Narben sind hellgelb. Die annähernd kugelförmigen Früchte weisen Durchmesser von 4 bis 5 Millimeter auf. Sie enthalten glatte, glänzend braune Samen von bis zu 0,5 Millimeter Länge, die eine große weiße Strophiola aufweisen.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten]

Parodia microsperma ist im Norden Argentiniens verbreitet.

Die Erstbeschreibung als Echinocactus microspermus durch Frédéric Albert Constantin Weber wurde 1896 veröffentlicht.[2]. Carlos Luis Spegazzini stellte die Art 1923 in die Gattung Parodia.[3] Weitere nomenklatorische Synonyme sind Hickenia microsperma (F.A.C.Weber) Britton & Rose (1922, unkorrekter Name ICBN-Artikel 11.4), Neohickenia microsperma (F.A.C.Weber) Frič (1928, unkorrekter Name ICBN-Artikel 11.4) und Microspermia microsperma (F.A.C.Weber) Frič (1935, unkorrekter Name ICBN-Artikel 11.4). Aufgrund der Variabilität der Art existieren zahlreiche weitere Synonyme.

Es werden folgende Unterarten unterschieden:

  • Parodia microsperma subsp. microsperma
  • Parodia microsperma subsp. horrida (F.H.Brandt) R.Kiesling & O.Ferrari

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d.h. als nicht gefährdet geführt.[4]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 154.
  2. In: Bois: Dictionnaire d'Horticulture. Band 1, 1896, S. 469.
  3. Anales de la Sociedad Cientifica Argentina. Band 96, 1923, S. 70.
  4. Parodia microsperma in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Kiesling, R. & Ortega-Baes, P., 2010. Abgerufen am 19. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Parodia microsperma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien