Parti Pirate

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Parti Pirate
Parti Pirate
Partei­vorsitzende Thomas Watanabe-Vermorel,
Jérôme Leignadier-Paradon
Gründung 21. Juni 2006
Haupt­sitz 21 Place de la République 75003 Paris
Farbe(n) Schwarz, violett
Mitglieder­zahl 641 (7. Oktober 2009)
Internationale Verbindungen Pirate Parties International
Europapartei Europäische Piratenpartei
Website www.partipirate.fr

Die Parti Pirate (PP) ist eine politische Partei in Frankreich. Sie entstand 2006 in Protest gegen das DADVSI-Gesetz in Anlehnung an die schwedischen Piratpartiet. Sie ist Teil der internationalen Bewegung der Piratenparteien und Mitglied bei Pirate Parties International. Die Partei beteiligte sich 2009 erstmals an Wahlen zur französischen Parlament.

Die PP wurde am 21. Juni 2006 gegründet und am 4. April 2009 offiziell registriert. Die Partei unterhält eine Jugendorganisation unter dem Namen Parti Pirate Jeunes (PPJ), auch Les Jeunes du Parti Pirate genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Anti-HADOPI-Plakat der Parti Pirate

Die Parti Pirate entstand 2006 in Protest gegen DADSVI, das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte in der Informationsgesellschaft. Inspiriert wurde die Gründung von der schwedischen Piratpartiet, die Anfang 2006 entstand. Die Partei organisierte den Protest gegen das DADSVI-Gesetz mit, trat aber vorerst nicht bei Wahlen an. 2007 kam es zu Spannungen in der Partei, in deren Folge sich die Parti Pirate Français Canal Historique (PPFCH) abspaltete. Im Sommer 2009 vereinigten sich die beiden Parteien jedoch wieder. Im selben Jahr wurde das HADOPI-Gesetz gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet diskutiert, in deren Folge die Parti Pirate weiteren Zulauf erfuhr. Kurzzeitig bestand 2009 auch eine weitere Piratenpartei unter dem Namen Parti Pirate Français (PPF), welche durch eine Studentin an der Eliteuniversität IEP de Paris gegründet worden war. Diese löste sich jedoch im Laufe des Jahres 2009 zu Gunsten der PP auf.[1]

Wahlen[Bearbeiten]

Die PP trat erstmals 2009 zu Wahlen an. Bei den Nachwahlen im Wahlkreis 10 des Départements Yvelines am 20. September erreichte ihr Kandidat Maxime Rouquet 2,08 % der Wählerstimmen. Bei den erneuten Nachwahlen am 4. Juli 2010 im selben Wahlkreis errang er 0,66 %.[2]

Bei der Parlamentswahl im Juni 2012 trat die Partei mit 101 Kandidaten an. Sie erreichten im Durchschnitt 0,85 %. Die besten Ergebnisse wurden in Haut-Rhin 1 sowie im Auslandswahlbezirk 7 ( Deutschland) mit 2,85 % erreicht. Allgemein wurden die ebsten Ergebnisse in den Regionen Ile-de-France, im Elsass, in Midi-Pyrénées und in der Region um Lyon erreicht. Insgesamt erreichten jedoch nur 25 Kandidaten Ergebnisse über 1 %, zur Parteienfinanzierung wären 50 Ergebnisse über 1 % nötig gewesen.[3]

Bei den Kommunalwahlen im März 2014 erreichte die Partei zwei Mandate.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Offizielle Ergebnisliste (pdf)
  3. Le Monde Pas de percée aux législatives pour le parti pirate
  4. [2]