Partido Nacional Renovador

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Partido Nacional Renovador
Nationale Erneuerungspartei
Logo der PNR
Partei­vorsitzender José Pinto Coelho
Gründung 12. April 2000
Haupt­sitz Lissabon
Aus­richtung Nationalismus,
Populismus,
Rechtsextremismus
Farbe(n) Schwarz, Blau, Rot
Europapartei Europäische Nationale Front (ENF),
Europäische Allianz nationaler Bewegungen (EANB)
Website www.pnr.pt

Die Partido Nacional Renovador (PNR), [pɐɾ'tiðu nɐsiu'naɫ ʁɨnuvɐ'ðoɾ], zu Deutsch in etwa Nationale Erneuerungspartei, ist eine nationalistische, rechtsextreme Partei in Portugal. Sie entstand aus dem früheren Movimento de Acção Nacional sowie der Partido Renovador Democrático, der ehemaligen Partei des ersten demokratischen Staatspräsidenten nach der Nelkenrevolution, António Ramalho Eanes. Seit Juni 2005 ist José Pinto Coelho ihr Vorsitzender.[1]

Eines der bekannten Wahlplakate der PNR

Geschichte[Bearbeiten]

Ende der achtziger Jahre verlor die zeitweise drittstärkste portugiesische Partei, die Partido Renovador Democrático des ehemaligen Staatspräsidenten António Ramalho Eanes, massiv an Bedeutung und Mitgliedern, sodass diese kurz vor der Auflösung stand. Das 1985 gegründete, rechtsextreme Movimento de Acção Nacional nutzte diese Chance und übernahm die Partei und ihre noch vorhandenen Strukturen durch einen Massenübertritt. 1999 benannte sich die Partei in Partido Nacional Renovador um und positionierte sich stark am rechten Rand in der sonst sehr links dominierten portugiesischen Parteienlandschaft. Seit dem Parteitag im Juni 2005 leitet der studierte Designer José Pinto Coelho die rechtsextreme Partei, die besonders für ihren Spruch „Portugal aos Portugueses!“ ("Portugal den Portugiesen!") bekannt ist. Der Partei ist auch eine Jugendorganisation angegliedert, die Juventude Nacionalista ("Nationalistische Jugend").

Auftritte[Bearbeiten]

Die Partido Nacional Renovador fällt immer wieder durch ihre öffentlichen Auftritte auf, sei es durch Wahlplakate oder Interviews des Vorsitzenden. In letzter Zeit verstärkte die Partei vor allem ihre Kritik an den portugiesischen Einwanderungsgesetzen und forderte einen sofortigen Einwanderungsstop. Zu erwähnen sind hier besonders die Wahlplakate am Praça Marquês de Pombal, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen.[2] Teilweise versuchte die Lissabonner Stadtverwaltung diese zu unterbinden, was der Partei, nach Meinung einzelner Medien, noch mehr Aufmerksamkeit beschert habe.[3] Daneben kommt es immer wieder zu antisemitischen, antimuslimischen und frauenfeindlichen Äußerungen.

Seit einigen Jahren arbeitet die Partei auch auf europäischer Ebene mit anderen rechten und rechtsextremen Parteien zusammen, unter anderem mit der Front National (Frankreich)[4] und der NPD (Deutschland). Hinsichtlich der Außenpolitik tritt die PNR für ein „Europa der Nationen“ ein und fordert eine stärke Rolle der einzelnen Nationalstaaten. Ebenso lehnt die PNR den möglichen EU-Beitritt der Türkei ab, da das Land hinsichtlich seiner Geografie, Kultur und Ethnien nicht europäisch sei.

Trotz ihrer, im Vergleich zu anderen portugiesischen Kleinparteien, großen Bekanntheit konnte sich dies noch nicht in den Wahlergebnissen widerspiegeln. Seit ihrer Neukonstituierung 1999 erreichte die Partei kein einziges Parlamentsmandat.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.pnr.pt/areas-executivas/
  2. http://www.eurotopics.net/de/home/autorenindex/autor-torres-eduardo-cintra/
  3. Kommentar des Journalisten Eduardo Cintra Torres, Jornal de Negócios, 9. Oktober 2008
  4. http://www.pnr.pt/noticias/activismo-pnr/bruno-gollnisch-conferencia-em-lisboa/
  5. Offizielles Wahlergebnis 2002 der CNE (port.)
  6. Offizielles Wahlergebnis 2004 der CNE (port.)
  7. Offizielles Wahlergebnis 2005 der CNE (port.)
  8. Offizielles Wahlergebnis 2009 (port.)
  9. Offizielles Wahlergebnis 2009 (port.)
  10. Offizielles Wahlergebnis 2011 (port.)

Weblinks[Bearbeiten]