Partido Verde (Kolumbien)

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Partido Verde
Partido Verde COL.png
Partei­vorsitzender Alfonso Prada (Ko-Vorsitzender), Sergio Fajardo (Ko-Vorsitzender), Jorge Londoño (Ko-Vorsitzender)
Gründung 25. November 2005
(Partido Verde Opción Centro),
2. Oktober 2009
(Partido Verde)
Gründungs­ort Bogotá
Haupt­sitz Calle 36 No 28A - 24 Bogotá, Kolumbien
Farbe(n) grün
Internationale Verbindungen Global Greens
Website www.partidoverde.org.co

Die Partido Verde ist eine politische Partei in Kolumbien, deren Themenschwerpunkt auf grüner Politik liegt. Die Partei tritt für ein ökologisches Gewissen, soziale Gerechtigkeit, mehr demokratische Mitbestimmung, Gewaltfreiheit, Nachhaltigkeit und Pluralität ein, um die politischen und wirtschaftlichen Probleme und insbesondere den bewaffneten Konflikt in Kolumbien zu lösen. Die Partido Verde ist vor allem von den französischen Grünen und der globalen grünen Bewegung geprägt worden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Partei wurde am 25. November 2005 in Bogotá als Partido Verde Opción Centro von einer Gruppe um Carlos Ramón González Merchan und Elías Pineda gegründet. Zuvor hatte es von 1998 bis 2005 mit der Partido Verde Oxígeno der kolumbianischen Politikerin Íngrid Betancourt bereits eine grüne Partei in Kolumbien gegeben.

Bei den kolumbianischen Regionalwahlen am 28. Oktober 2007 gewann die Partei überraschend den Gouverneurssitz des Departements Cesar mit dem Kandidaten Cristian Moreno Panezo und im Departement Boyacá mit José Roso Millán. Daneben stellten sie nach derselben Wahl 23 Bürgermeister. [1]

Vor den kolumbianischen Kongresswahlen am 14. März 2010 bildeten die früheren Bürgermeister Bogotás Luis Eduardo Garzón, Antanas Mockus und Enrique Peñalosa ein Bündnis, um einen unabhängigen Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen aufzustellen und fusionierten mit der bestehenden Partei und weiteren lokalen Politikern zu einer gemeinsamen Partei, welche sich daraufhin am 2. Oktober 2009 als Partido Verde neu konstituierte.

Am 14. März 2010 wurde in einer Parteiabstimmung Antanas Mockus als Präsidentschaftskandidat nominiert. Am selben Tag gewann die Partei bei den Parlamentswahlen im Senat des kolumbianischen Kongress 5 Sitze. Daraufhin schloss sich der vorherige unabhängige Kandidat für die Präsidentschaftswahlen Sergio Fajardo der Partido Verde an und wurde von der Partei als Mockus' Vizepräsidentschaftskandidat nominiert.

Bei der Wahl im Mai 2010 erreichte Mockus 21,5 Prozent der Stimmen und gelangte damit als Zweitplatzierter in die Stichwahl im Juni. Bei dieser unterlag er mit 27,5 Prozent der Stimmen Juan Manuel Santos.

Im Juni 2011 trat Antanas Mockus aus der Partei aus.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Partido Verde Opción Centro, casi desconocido en el país, ganó dos gobernaciones y 23 alcaldías - Archivo - Archivo digital eltiempo.com

Weblinks[Bearbeiten]