Partido da Social Democracia Brasileira

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Partido da Social Democracia Brasileira (PSDB, deutsch Partei der brasilianischen Sozialdemokratie) ist eine Partei der politischen Mitte[1][2][3][4][5][6] in Brasilien.

Geschichte[Bearbeiten]

Der PSDB wurde 1988 in Abgrenzung zum sozialistischen Partido dos Trabalhadores gegründet. In ihm sammelten sich Sozialdemokraten, Sozialliberale, Christdemokraten und vor allem viele Mitglieder der vormals einzigen Oppositionspartei, des Partido do Movimento Democrático Brasileiro. 1994 wurde der Kandidat der PSDB, Fernando Henrique Cardoso, zum Präsidenten gewählt. Er hatte dieses Amt bis 2002 inne. Seine Nachfolge sollte José Serra antreten, er verlor jedoch die Wahlen gegen Luiz Inácio Lula da Silva, den Mitbegründer des PT. Geraldo Alckmin kandidierte 2006 als erfolgreichster Herausforderer von Präsident Lula. Er wurde auch vom Partido da Frente Liberal unterstützt und erreichte 41,6 % im ersten und 39,2 % im zweiten Wahlgang. Bei den gleichzeitigen Parlamentswahlen konnte die PSDB 13,6 % der Wählerstimmen auf sich vereinigen. In der Abgeordnetenkammer ist sie mit 65 der 513 Sitze drittstärkste Kraft, im Senat mit 15 der 81 Sitze sogar zweitstärkste.

Einfluss[Bearbeiten]

Der PSDB hat Beobachterstatus in der Christlich Demokratischen Internationale und ihrer Regionalorganisation, ODCA. Er führt gemeinsam mit dem Partido da Frente Liberal die Opposition in Brasilien, sie stellt unter anderem die Regierung in den Bundesstaaten São Paulo und Minas Gerais. Die Parteifarben sind blau und gelb. Das Symbol der Partei ist ein Tukan in den Farben blau und gelb und ihre Mitglieder werden deshalb tucanos genannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Exclusive: Brazil opposition leader will seek economic reforms. In: Reuters, 1. November 2010. 
  2. http://www.latinbusinesschronicle.com/app/article.aspx?id=3979
  3. Has Brazil voted for continuity?, BBC News. 31. Oktober 2010. 
  4. http://www.freedomhouse.org/template.cfm?page=363&year=2010&country=7788
  5. Conor Foley: Looking for Lula's successor. In: The Guardian, 4. Februar 2009. 
  6. Tom Philips: Working class hero. In: The Guardian, 5. März 2010.