Partition (Datenträger)

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Dieser Artikel behandelt Partitionen im Kontext der Informationstechnik und Datenträgern. Für Partitionen

Unter einer Partition (lat. partitio = „(Ein)teilung“) versteht man einen zusammenhängenden Teil des Speicherplatzes eines geeigneten physischen oder logischen Datenträgers. Eine Partition ist ihrerseits ein logischer Datenträger, es gibt jedoch noch weitere Arten logischer oder virtueller Datenträger.

Partitionen sind voneinander weitgehend unabhängig und können von Betriebssystemen wie getrennte Laufwerke behandelt werden. Man bezeichnet eine Partition daher auch oft als logisches Laufwerk. Der Zugriff auf die gespeicherten Daten obliegt dem Betriebssystem, das die Daten in den meisten Fällen über ein Dateisystem verwaltet: Die meisten Betriebssysteme ordnen jedem logischen Laufwerk genau ein Dateisystem zu; die meisten Dateisysteme erwarten, dass sie eine komplette Partition alleine verwalten.

Verwendung[Bearbeiten]

Die meisten Betriebssysteme können mit nur einer Partition betrieben werden. Dies ist die einfachste Art der Partitionierung, bei der sich die Partition über den gesamten Datenträger erstreckt.

Allerdings sprechen verschiedene Gründe für die Verwendung mehrerer Partitionen:

  • Mehrere Betriebssysteme: Partitionen erlauben, mehrere Betriebssysteme auf einer Festplatte zu installieren.
  • Mehrere Dateisysteme: Jede Partition besitzt ihr eigenes Dateisystem, somit können durch Partitionierung verschiedene Dateisysteme auf einem physischen Datenträger angelegt werden. Das erhöht auch die
  • Datensicherheit: Sollte das Dateisystem einer Partition Fehler aufweisen, sind die anderen Partitionen nicht davon betroffen. Das ist besonders vorteilhaft bei einer Neuinstallation des Betriebssystems, da nur dessen Partition formatiert werden kann und Daten auf anderen Partitionen erhalten bleiben.
  • Organisation: Man kann seine Daten dem Zweck nach in verschiedenen Partitionen speichern. So können zum Beispiel die Daten des Systems, die Anwendungsprogramme und die Benutzerdaten auf unterschiedlichen Partitionen liegen, was beispielsweise Datensicherungen erleichtert.
  • Systemsicherheit: Unter vielen Unix-Systemen ist es möglich, auf einzelnen Partitionen ausführbare Dateien zu verbieten.

Auf einigen Arten von Datenträgern wird von den meisten Betriebssystem der gesamte physische Speicher als ein physisches Laufwerk verwendet, ohne auf das Konzept der Partitionierung zurückzugreifen.[1] Aus Betriebssystemsicht entspricht der physische Datenträger dann dem Inhalt einer logische Partition. Das verwendete Dateisystem erstreckt sich also über den gesamten physischen Speicher. Dieser Verzicht auf eine Partitionierung ist beispielsweise auf 3,5″-Disketten vorzufinden.

Konzepte der Partitionierungen[Bearbeiten]

Bevor es Festplatten größerer Kapazität gab war die Begrenzung des Speicherplatzes in physischen Einheiten sozusagen naturgegeben – es gab keine weitere Aufteilung in Untereinheiten. So hatte ein Magnetband in einem Bandlaufwerk eine bestimmte Speicherkapazität, und größere Datenmengen mussten auf mehrere Magnetbänder verteilt werden. Als Inhaltsverzeichnis wurde beispielsweise VTOC verwendet.

Im Laufe der Zeit wurde die Kapazität von Speichermedien jedoch größer. Im Jahr 1983 wurden mit dem IBM PC XT erstmals Festplatten verwendet. Da Festplatten eine viel größere Speicherkapazität als Disketten aufweisen, wurde die Möglichkeit geschaffen, diese in Partitionen zu unterteilen. Die Partitionstabelle stellt somit eines der ersten Konzepte der nichtphysischen Unterteilung in Partitionen dar.

Nachdem IBM und Microsoft 1983 den Master Boot Record (MBR) mit PC DOS bzw. MS-DOS 2.0 eingeführt hatten, folgte Apple 1987 mit der Apple Partition Map (APM) für Macintosh-Rechner. Auch andere Betriebssysteme und Plattformen führten das Konzept in gleicher Weise ein, etwa BSD-Systeme mit Disklabel (1988) oder Commodore mit Rigid Disk Block (RDB) für Amiga-Rechner. Auch die von Intel entwickelte GUID-Partitionstabelle (GPT, “GUID Partition Table”), die mit dem Extensible Firmware Interface (EFI) um 2000 eingeführt und mit UEFI seit 2005 als Teil dieser offenen Spezifikation von mehreren Herstellern weiterentwickelt wird, entspricht diesem Konzept.

Logical Volume Manager

Über Speichermedien- und Partitionsgrenzen hinweg bieten Logical Volume Manager (LVM) ebenfalls die Möglichkeit, den vorhandenen Speicher aufzuteilen. Mit diesem Konzept werden zusätzlich auch die natürlichen Grenzen aufgehoben, da z. B. mehrere Festplatten zu einem großen Speicherbereich zusammengefasst werden können, der dann wiederum in einzelne Partitionen aufgeteilt werden kann. Außerdem bietet das Konzept auch die Möglichkeit, den Speicher durch Hinzufügen von weiteren Speichermedien dynamisch zu vergrößern (oder durch das Entfernen von Medien zu verkleinern) – unter Microsoft Windows (seit Windows 2000) heißt dieses Partitionierungskonzept daher auch „Dynamische Datenträger“.

Ein weiteres ähnliches Konzept ist die Aufteilung des Speichers durch das Dateisystem. Einige hoch entwickelte Dateisysteme bieten sowohl die Möglichkeit über Speichermediumgrenzen hinweg (wie LVM) einen großen zusammengesetzten Speicher als ein Dateisystem zu verwalten, als auch diesen gesamten Speicherbereich in Form von Partitionen (englisch “Subvolumes”) oder als Snapshots getrennt zu verwalten. Beispiele hierfür sind unter anderem ZFS und btrfs.

Für letztere Konzepte hat sich ein mehrstufiges Modell etabliert, indem mehr als ein Partitionierungskonzept verwendet wird. So bieten alle LVM-Umsetzungen die Möglichkeit sich auf darunterliegende Partitionen (also das Konzept der Partitionstabellen) abzustützen. Eine Kombination mit weiteren Speicherkonzepten wie Redundanz (RAID) ist mit LVM und modernen Dateisystemen ebenfalls möglich. Auch die Ebene, in welcher beispielsweise der RAID-Verbund realisiert wird, lässt sich variieren: so können sowohl die einzelnen Datenträger oder einzelne Partitionen als RAID abgebildet werden als auch die als LVM konfigurierte Volume Group selbst. Obwohl es auch möglich wäre, den gesamten Speicherbereich eines Datenspeichers ohne Partitionstabelle innerhalb einer konkreten LVM-Konfiguration zu erfassen und einzig via LVM für eine Aufteilung in Speicherbereiche zu sorgen, wird diese Variante in der Praxis meist nicht verwendet.

Kompatibilität und Interoperabilität[Bearbeiten]

Die meisten Rechnerarchitekturen unterstützen nur eine bestimmte Partitionstabelle zum Starten von Betriebssystemen. Das liegt zum einen daran, dass fast alle Computer als Plattform, also als Computersystem inklusive Betriebssystem, entwickelt und verkauft werden. Als technischen Grund liegt es zum anderen daran, wie die Firmware eines Computers den Bootloader startet. Der als Bootstrapping bezeichnete Prozess beginnt mit dem Laden des ersten Programms, das ein Computer nach dem Einschalten ausführt: der Firmware, etwa dem BIOS beim IBM PC, dessen Nachfolger UEFI, Open Firmware oder Kickstart. Diese erste Firmware initialisiert zumindest die zum Starten benötigte vorhandene Hardware (wobei es eventuell noch weitere Firmware aus dieser Hardware liest und ausführt) und übergibt anschließend an einen Bootloader, der in weiterer Folge ein bestimmtes Betriebssystem startet. Um den Bootloader starten zu können, kann es erforderlich sein, zuerst die Partitionstabelle einzulesen und auszuwerten. Daher muss auch die Firmware das Format der Partitionstabelle kennen. Da es zu viel Aufwand wäre, mehrere Partitionstabellen in die Firmware zu implementieren, können die meisten nur eine einzige Partitionstabelle auswerten und folglich nur von einem Speichermedium, welches diese Partitionstabelle enthält, den erforderlichen Bootloader starten.

Eine weit verbreitete und sehr bekannte Ausnahme ist das BIOS bei IBM-PC-kompatiblen Computern, wie es 1981 von IBM beim Modell 5150 vorgestellt wurde. Das BIOS liest einen Bootloader vom ersten Sektor eines Mediums, wobei es von einer fixen Sektorgröße von 512 Bytes ausgeht – es kennt daher im Grundsatz keine Partitionen oder Partitionstabellen. Der 1983 eingeführte Master Boot Record (MBR) trägt diesem Konzept Rechnung, indem er nicht nur eine Partitionstabelle enthält, sondern auch ein Programm (bezeichnet als englisch Master Boot Code), das die Aufgabe hat, diese Partitionstabelle auszulesen und von einer der eingetragenen Partitionen ebenfalls im Bootstrapping-Prinzip einen weiteren Bootloader zu starten. Der IBM-PC und kompatible Computer können daher prinzipiell jede beliebige Partitionstabelle enthalten, solange im ersten Sektor auf dem Speichermedium ein Bootloader diese Partitionstabelle initialisiert und einen weiteren Bootloader für das Betriebssystem auf einer der Partitionen startet. In der Praxis wurde von dieser Möglichkeit jedoch sehr wenig Gebrauch gemacht, jedoch ermöglicht es unter anderem einen Bootloader auf BIOS-basierten PCs, der eine GUID-Partitionstabelle initialisiert und von einer der Partitionen ein Betriebssystem starten kann, vorausgesetzt das gestartete Betriebssystem kommt dann auch mit dieser Konfiguration zurecht. Bei Linux etwa ist das der Fall, Windows hingegen meldet eine nicht unterstützte Systemkonfiguration.[2]

Andere Systeme wie die Power-Macintosh-Serie von Apple verwenden eine fix vorgegebene Partitionstabelle, da die Open Firmware als erste Firmware den Bootloader als Datei direkt von einer der Partitionen lädt. Allerdings muss die Firmware dabei noch einen Schritt weiter gehen, da sie zu diesem Zweck nicht nur die Partitionstabelle kennen muss, sondern auch das Dateisystem: bei Apple-Systemen aus der PowerPC-Ära (1994-2006) muss der Bootloader daher auf einer APM-Partition mit Hierarchical File System gespeichert sein. Auch Server der Firmen Sun Microsystems und IBM nutzen Open Firmware, verwenden allerdings andere Dateisysteme.

Die seit 2000 von Intel in EFI spezifizierte GUID-Partitionstabelle (GPT) sieht sich als Nachfolger des Master Boot Record (MBR) und hat daher eine Reihe von Kompatibiltäts- und Schutzfunktionen implementiert. So existiert im ersten Sektor immer auch ein MBR, der die Aufgabe hat, die folgende GUID-Partitionstabelle und den damit verwalteten Speicherplatz vor Zugriffen älterer Programme zu schützen. Dieser MBR heißt daher auch „Schutz-MBR“ (englisch “Protective MBR”) – alte Programme und Computersysteme kommen dadurch nicht in die Verlegenheit, das Speichermedium als vermeintlich leer und uninitialisiert zu erkennen, da mit dem Schutz-MBR eine gültige Partitionstabelle samt Partition vorhanden ist. Im Endeffekt ist somit jedes Speichermedium mit GPT vor irrtümlichem Löschen auf alten Systemen, die nur den MBR kennen, geschützt. Anders als das BIOS lädt beim Bootstrapping dessen Nachfolger UEFI den Bootloader von einer speziellen Partition, die im FAT32-Dateisystem formatiert sein muss. UEFI muss daher die GUID-Partitionstabelle auslesen und auch auf das FAT32-Dateisystem zugreifen können, um anschließend den Bootloader direkt zu starten.

Auf Acorn-Rechnern verwendet jede SCSI-Erweiterungskarte eine in dessen Firmware implementierte proprietäre Partitionstabelle. Dieses Prinzip überlässt es also der genutzten Kombination aus Controllerkarte und Speichermedium (meistens eine Festplatte) zu, eigene Implementierungen zu verwenden. Der Nachteil ist jedoch, dass eine Festplatte, die auf einem bestimmten Controller genutzt wurde, mit einer anderen SCSI-Controllerkarte nicht mehr funktioniert.

Die Partitionstabelle auf Amiga-Rechnern von Commodore nutzt eine Partitionstabelle, die innerhalb der ersten 16 Sektoren am Anfang eines Sektors stehen muss. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass damit mehrere unterschiedliche Partitionstabellen möglich sind – etwa ein MBR auf Sektor 0 und ein Rigid Disk Block in einem der darauffolgenden Sektoren.

Allen Rechnerarchitekturen gemein ist, dass ein bereits gestartetes Betriebssystem eine Vielzahl an Partitionstabellen auf weiteren Speichermedien nutzen kann, weil Partitionstabellen in Software vom jeweiligen Betriebssystem initialisiert werden können. Ein gutes Beispiel hierfür ist Linux, das Partitionstabellen verschiedenster Systeme und Plattformen unterstützt. Aber auch z. B. Windows kann Partitionen von sowohl MBR- als auch GPT-partitionierten Medien nutzen. Ebenso kann OS X neben GPT- auch APM- und MBR-Partitionen verwenden. Zu beachten ist jedoch, dass das auf einer Partition verwendete Dateisystem ebenfalls vom Betriebssystem unterstützt sein muss.

Die verbreitetste und daher mit fast allen Betriebssystemen kompatible Kombination aus Partitionstabelle und Dateisystem stellt eine MBR-Partition – egal ob Primärpartition oder logische Partition – mit dem Dateisystem FAT32 dar. Auf älteren Betriebssystemen (Mitte der 1980er bis Ende der 1990er) funktioniert zumindest noch das FAT16-Dateisystem, das jedoch nur mit knapp unter 4 GiB begrenzte Partitionen ermöglicht. Jedoch ist die Kombination Master Boot Record mit FAT32-Partition nicht für Datenspeicher, die größer als 2 TiB (= 2048 GiB, ≈ 2199 GB) sind, geeignet – seit ca. 2010 gibt es Festplatten mit einer Speicherkapazität von 3 TiB und mehr. Deshalb setzt sich zunehmend auch die GUID-Partitionstabelle als neuer Standard auf fast allen gängigen Betriebssystemen, die um 2010 erschienen, durch. Wegen seiner großen Verbreitung können moderne Betriebssysteme zudem auch oft mit dem von Microsoft für dessen Windows-Betriebssysteme entwickelten Dateisystem NTFS umgehen, eventuell unter Nutzung eines zusätzlichen Treiber eines Drittherstellers für den Schreibzugriff. Alternativ bietet Microsoft mit dem patentrechtlich geschützten Dateisystem exFAT einen Nachfolger, der einige der Einschränkungen von FAT32 aufheben soll, jedoch (noch) nicht von jedem Betriebssystem gleich gut unterstützt wird.

Bezeichnungen und Typen unterschiedlicher Partitionen[Bearbeiten]

Primäre und erweiterte Partitionen[Bearbeiten]

Diese Unterscheidung gibt es nur bei der Master-Boot-Record-Partitionstabelle, wie sie z. B. mit fdisk angelegt werden kann. Darin können maximal vier Partitionen eingetragen werden, entweder bis zu vier primäre oder bis zu drei primäre und eine erweiterte Partition.

Die Definition, ob eine Partition eine primäre oder eine erweiterte Partition ist, erfolgt mithilfe eines Partitionierungsprogramms in der Partitionstabelle, die Teil des Master Boot Record ist.

Eine erweiterte Partition dient als Rahmen für beliebig viele weitere Partitionen. Diese werden als logische Partitionen bezeichnet und liegen innerhalb des Speicherbereichs der erweiterten Partition. So kann es nur eine einzige erweiterte Partition geben (die als eine der vier möglichen Partitionen im MBR definiert ist), diese kann jedoch eine unlimitierte Anzahl weiterer logischer Partitionen enthalten. Logische Partitionen sind somit nicht in der primären Partitionstabelle definiert, da sowohl der Tabelleneintrag der logischen Partition innerhalb des Speicherbereichs der erweiterten Partition liegt, als auch der Speicherbereich der logischen Partition selbst.

Logisches Laufwerk[Bearbeiten]

Als logisches Laufwerk bezeichnet man eine Partition oder mehrere zusammengefasste Partitionen, die vom Betriebssystem wie ein physisches Laufwerk behandelt wird/werden.

Virtuelles Laufwerk[Bearbeiten]

Viele Betriebssysteme können auch logische Laufwerke, die physisch gar nicht als Teil eines Speichermedium existieren, bereitstellen. Das wird durch eine Abstraktion möglich, die es dem Betriebssystem erlaubt, auch aus virtuellen Quellen logische Laufwerke einzubinden. Dies können unter anderem sein:

  • eine RAM-Disk, die einen Teil des Arbeitsspeichers als logisches Laufwerk im System einbindet. Der Speicherbereich muss jedoch vor der Nutzung formatiert werden, damit ein Dateisystem vorhanden ist. Darauf gespeicherte Daten gehen bei jedem Neustart und Ausschalten verloren, wenn nicht die Art der Umsetzung im Zuge des Herunterfahrens des Betriebssystems eine Sicherungskopie anlegt, die beim erneuten Initialisieren der RAM-Disk wiederhergestellt wird.
  • ein virtuelles Laufwerk, das in den meisten Fällen als eine Datei auf einem bereits eingebundenen Dateisystem vorliegt und im System wie ein physisches Speichermedium virtualisiert eingebunden wird. Unter Linux kann man dies mit einem loop device mit Bordmitteln bewerkstelligen. Auch die DMG-Dateien in OS X funktionieren wie virtuelle Laufwerke. Ein weiteres Beispiel stellt die Einbindung von ISO-Abbildern dar.

Zugriff und Nutzung[Bearbeiten]

Einbindung[Bearbeiten]

Wird eine Partition als logisches Laufwerk im Betriebssystem verfügbar gemacht, so spricht man davon, dass das Laufwerk „eingebunden“ wird (englisch “mounted” bzw. neudeutschgemountet“). Es gibt jedoch unterschiedliche Strategien, den Inhalt der Dateisysteme logischer Laufwerke verfügbar zu machen:

  • als Laufwerksbuchstaben: eingeführt in den 1970er Jahren wurde seit CP/M jedem logischen Laufwerk ein Buchstabe aus dem lateinisches Alphabet zugewiesen. Damit sind genau 26 logische Laufwerke, von A: bis Z:, möglich. Diese Strategie wurde auch in DOS und Windows benutzt.
  • als Verzeichnis: das Dateisystem der Partition wird in ein anderes bereits eingebundenes Dateisystem an einer bestimmten Position als (Unter-)Verzeichnis eingehängt, sodass sich alle Schreib- und Lese-Operationen in dieses und darunterliegende Verzeichnisse auf die dort eingebundene Partition beziehen.
  • als Swap-Partition: das Betriebssystem nutzt die gesamte Partition ausschließlich zum Auslagern von Speicherbereichen.

Unter DOS/Windows[Bearbeiten]

Unter DOS und bis zur Windows-Version 4.0 sind logischen Laufwerken grundsätzlich Laufwerksbuchstaben zugeordnet. Mit MS-DOS und Windows 9x kann zudem pro Festplatte nur eine primäre DOS-Partition eingerichtet und angesprochen werden. Ist kein Diskettenlaufwerk vorhanden sind maximal 24 logische Laufwerke ansprechbar, da die Laufwerksbezeichner A: und B: für Diskettenlaufwerke reserviert sind und somit für kein anderes logisches Laufwerk verfügbar sind.

Unter NT-basierten Windows-Versionen (seit Version 5.0) kann bei der Nutzung des NTFS-Dateisystems auf Laufwerksbuchstaben verzichtet werden, weil das Einhängen in ein Verzeichnis einer anderen Partition unterstützt wird. Außerdem sind A: und B: nicht mehr auf Diskettenlaufwerke beschränkt. Während auf internen Datenträgern mehrere primäre Partitionen unterstützt werden lässt der Gerätetreiber bei externen Datenträgern immer noch nur eine Partition zu.[3]

Unter Linux[Bearbeiten]

Unter Linux und manchen ähnlichen Betriebssystemen werden Dateisysteme in den Verzeichnisbaum eingehängt. Dabei entspricht jedes logische Laufwerk einer Buchstabenkombination, die auch etwas über den Typ des Datenträgers aussagt. So heißt z. B. die erste Partition auf einer SATA-Festplatte /dev/sda1. Die folgenden Partitionen werden entsprechend durchnummeriert. Ist die Partitionstabelle ein Master Boot Record, so hat die erste logische Partition (innerhalb einer erweiterten Partition) auf dieser Festplatte immer die Gerätebezeichnung /dev/sda5 – auch dann, wenn es weniger als vier primäre Partitionen gibt.

Durch die Vergabe fixer Block-Device-Minor-Nummern ist bei Linux vor Kernel-Version 2.6.20 die maximale Anzahl ansprechbarer logischer Laufwerke über Gerätedateien begrenzt. Für IDE/ATA-Platten ist dadurch die höchste Nummer /dev/hdX63 und bei SCSI sowie SATA /dev/sdX15 (X steht jeweils für a, b, c, … für den ersten, zweiten, dritten, … Datenspeicher). Mit Kernel 2.6.20 (Februar 2007) wurde für alle Festplatten das SCSI-Limit von 15 Partitionen festgelegt.[4] Damit konnte beispielsweise (c)fdisk zwar mit einer größeren Anzahl logischer Laufwerke in MBR-Partitionstabellen umgehen, ein unveränderter Kernel diese aber nicht nutzen. Ab Kernel 2.6.28 (Jänner 2009) werden dynamische Block-Device-Nummern verwendet, die mithilfe des Userspace-Programms udev den einzelnen Gerätedateien zugewiesen werden, sodass dieses Limit nicht mehr existiert.[5]

Beispiel für gemeinsamen Zugriff[Bearbeiten]

In der folgenden Beispielpartitionierung auf Basis des Master Boot Record wurden auf einer Festplatte, auf der sowohl Windows als auch Linux betrieben wird, mehrere Partitionen angelegt. Die erste Partition ist eine primäre Partition mit NTFS-Dateisystem für das Windows-Betriebssystem, die zweite Partition ist eine erweiterte Partition, die vier logische Laufwerke enthält. Die ersten beiden logischen Laufwerke der erweiterten Partition sind eine NTFS- und eine FAT32-Partition und zum Ablegen von Dateien gedacht, die anderen beiden Partitionen sind eine ext3-und eine Swap-Partition für das Linux-Betriebssystem.

Partitionierungsprogramme können dieses Partitionsschema zum Beispiel so darstellen:

Primäre Partition (NTFS)
Erweiterte Partition
+ Logisches Laufwerk 1 (NTFS)
+ Logisches Laufwerk 2 (FAT32)
+ Logisches Laufwerk 3 (ext3)
+ Logisches Laufwerk 4 (Swap)

Windows ordnet diesen Partitionen normalerweise Laufwerksbuchstaben zu und würde diese typischerweise so anzeigen:

C: (Windows-Betriebssystem, NTFS)
D: (Daten 1, NTFS)
E: (Daten 2, FAT32)

Windows durchsucht u.a. beim Start die Partitionstabelle nach Partitionstypen, die auf durch das Betriebssystem verwendbare Dateisysteme hinweisen. Da Windows Linux-Dateisysteme nicht nutzen kann, werden die zugehörigen Partitionen normalerweise nicht angezeigt. Würden sie auf durch das Betriebssystem lesbare Dateisysteme hinweisen, würde ihnen standardmäßig je ein Laufwerksbuchstaben zugewiesen werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Zusammengehörigkeit von Dateisystem- und Partitionstyp nicht zwingend ist. Änderte man beispielsweise den Partitionstyp der ext3-Partition direkt in der Partitionstabelle auf den Typ 0x07 (NTFS) oder 0x0B (FAT32), würde diese unter Windows durchaus angezeigt. Da auf dieser aber die erwartete Verwaltungsstruktur des Dateisystems (Dateizuordnungstabelle bzw. Master File Table) fehlt, würde die Partition beim ersten Lese- oder Schreibversuch als "nicht formatiert" reklamiert.

Ein aktuelles Linux-Betriebssystem könnte die Partitionen dagegen so anzeigen:

/dev/sda1 (Primäre Partition; Windows-Betriebssystem, NTFS)
/dev/sda2 (Erweiterte Partition)
/dev/sda5 (1. logisches Laufwerk auf der erweiterten Partition; Daten 1, NTFS)
/dev/sda6 (2. logisches Laufwerk auf der erweiterten Partition; Daten 2, FAT32)
/dev/sda7 (Linux, ext3)
/dev/sda8 (Linux-Swap)

/dev/sda1 bis /dev/sda4 sind hier die vier möglichen MBR-Partitionen, von denen nur die ersten beiden verwendet werden. Die restlichen logischen Laufwerke ab /dev/sda5 befinden sich in der erweiterten Partition. /dev/sda2 enthält als erweiterte Partition selbst kein Dateisystem und kann daher nicht in den Verzeichnisbaum eingehängt werden.

Voraussetzung für die Nutzung von Dateisystemen ist stets der zugehörige Treiber. Welche Dateisysteme durch welches Betriebssystem eingebunden und verwendet werden können, ist demzufolge keine Frage des Betriebssystems an sich. Zwar liegen in einer Windows-Standardinstallation lediglich Treiber für die MS-eigenen Dateisysteme FAT und NTFS vor, doch lassen sich nach Installation der jeweiligen Treiber durchaus auch fremde Dateisysteme wie beispielsweise ext3 nutzen.

Partitionierungsprogramme[Bearbeiten]

Es gibt eine Reihe von Programmen, die das Partitionieren erleichtern. Bereits einfache Konsolen- und DOS-Programme wie fdisk ermöglichen eine Partitionierung. Hinweis: Obwohl der Befehl unter DOS, Linux und BSD-Unix (zum Beispiel Mac OS X) auch fdisk heißt, handelt es sich nicht um dasselbe Programm.

Auch die Installationsprogramme der Betriebssysteme wie zum Beispiel YaST2 für SuSE Linux bieten Partitioniermöglichkeiten an, um das neue Betriebssystem neben einem bereits installierten Betriebssystem auf der Festplatte unterzubringen. Das ist meist jedoch nur ein Frontend für ein anderes Programm (zum Beispiel fdisk/parted im Falle von YaST2).

  • Windows
    • Systemsteuerung → Verwaltung → Computerverwaltung → Datenträgerverwaltung (Partitionen erstellen, löschen etc., Daten gehen verloren) (Ausführungsdatei: diskmgmt.msc im Ordner %SystemRoot%\system32, typischerweise C:\Windows\system32\diskmgmt.msc)
    • Befehle fixmbr und fixboot der Wiederherstellungskonsole
    • Befehl bootsect mit Parametern der Wiederherstellungskonsole
  • Windows-Produkte anderer Hersteller
    • Partition Expert von Acronis / Acronis Disk Director Suite (enthält alle Festplattentools von Acronis)
    • MiniTool Partition Wizard (die Home Edition ist kostenlos)
    • Paragon Festplatten Manager / Paragon Partition Manager Free Edition (englisch, kostenlos benutzbar für den privaten Gebrauch)
    • Easeus Partition Master (Englisch)(Home Edition, Professional Edition und Server Edition), kostenlos für 32- und 64-Bit-Systeme benutzbar für den privaten Gebrauch
    • O&O PartitionManager (Professional und Server Edition)
    • Partition Commander
  • BSD, GNU/Linux
    • fdisk, xfdisk, sfdisk, cfdisk und deren Pendants für GPT gdisk, sgdisk, cgdisk
    • parted, gparted, qtparted, diskdrake bieten eine komfortablere Oberfläche, um gleichzeitig die Größe einer Partition und des darauf aufgebauten Dateisystems zu verändern.
    • Bootfähige Live-CDsBooten ohne installiertes Betriebssystem aus einer RAM-Disk heraus.
      • GParted LiveCD etwa 50 MB – Schneller Fluxbox Desktop plus Tools: fdisk, vi, ntfs-3g, partimage, testdisk, Terminal and Midnight Commander
      • Parted Magic LiveCD/USB etwa 72 MB – Komfortabler XFCE Desktop plus Tools: partimage, TestDisk, fdisk, sfdisk, gpart, dd, ddrescue, ntfs-3g, etc.
      • grml
      • Knoppix
      • Fast alle Linux-Live-CDs bieten auch die oben genannten Programme.
  • Mac OS X
    • Disk Utility (in das System integriert). Auf Deutsch heißt es „Festplatten-Dienstprogramm“.
    • iPartition von Coriolis Systems
    • Konsolenprogramm pdisk (in das System integriert)
    • Konsolenprogramm fdisk für DOS-Partitionen (in das System integriert)
  • DOS
    • fdisk-Befehl (fdisk /? gibt Hilfe aus)
    • FIPS: Datenerhaltende Größenänderung von Partitionen
    • Partition Magic (nur als Datenrettungs-System mit Partitionierungstool unter DOS)
    • eXtended FDisk (xfdisk) Partitions- und Boot-Manager (GPL)- Ein sehr leistungsstarker Bootmanager und Partitionierungsprogramm, das ein Booten von mehreren Partitionen ermöglicht und auch mit mehreren angeschlossenen Festplatten umgehen kann.
  • OS/2
    • fdisk-Befehl bis v4.0 (ist komplett per Kommandozeile steuerbar, kann auf einer eigenen Partition einen Bootmanager installieren[6])
    • fdiskpm bis v4.0 (die graphische Version)
    • Logical Volume Manager ab v4.5
  • ZETA 1.0 (BeOS-Nachfolger)
    • Paragon Partitioning Tool (im Installer integriert, kann NTFS- und FAT-Partitionen verkleinern)
  • Visopsys (Standalone OS)
    • Partition Logic (GNU GPL)

Vor allem für Unix und Mac OS X gibt es eine Reihe von Dienstprogrammen, um Dateisysteme zu erstellen und zu verwalten. Siehe Unix-Kommandos. Mac OS X verwendet dazu das „Festplatten-Dienstprogramm“ (auf der Kommandozeile: diskutil), die Rechner werden mit einer Partition ausgeliefert. Manche Partitionierungstools erlauben das Verkleinern (sofern noch Freiraum in der Partition) oder Vergrößern (sofern noch Freiraum auf dem Datenträger) von Partitionen ohne Datenverlust, selten sogar der Systempartition (der Partition, von dem das gerade laufende Betriebssystem gestartet wurde).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Häufig gestellte Fragen zur Architektur Datenträger Partitionierung GUID-Tabelle. Weitere Informationen. In: Hilfe und Support. Microsoft, 4. August 2009, abgerufen am 9. Februar 2014: „Removable media without either GUID Partition Table or MBR formatting is considered a “superfloppy.”
  2. Booting from GPT (englisch) von Rod Smith, aktualisiert am 11. Dezember 2012, abgerufen am 16. Februar 2014
  3. Andrea Müller: Partition auf USB-Stick unerreichbar. In: c’t 10/11 Hotline. Verlag Heinz Heise, 26. April 2011, abgerufen am 19. Februar 2014 (auch im Heft 10/11 Seite 164).
  4. How to run 126 Xp in a hard disk – with a bit of help from Linux (englisch), Forumsbeitrag von saikee vom 9. Mai 2009, abgerufen am 20. Februar 2014
  5. What is the maximum No. of hard disk partitions after kernel 2.6.28 (englisch), Forumsbeitrag von saikee vom 8. März 2009, abgerufen am 20. Februar 2014
  6. OS/2 FDISK and Installation. Technical Document # - 8262710. In: service5.boulder.ibm.com/pspsdocs.nsf. IBM, 19. Januar 1998, abgerufen am 14. März 2014 (englisch).