Partitionstabelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Partitionstabelle gibt die Aufteilung eines Datenspeichers in Partitionen an. Partitionen sind mehrere unabhängig voneinander benutzbare Teile auf dem Speichermedium. Partitionen und Partitionstabellen wurden für Festplattenlaufwerke eingeführt. Auf Disketten kommen Partitionstabellen mangels Kapazität der Datenträger üblicherweise nicht zum Einsatz.

Der Begriff Partitionstabelle umfasst alle Formen der Partitionierung, wenn diese eine Tabelle verwenden; umgangssprachlich wird häufig die am weitesten verbreitete im Master Boot Record (MBR) enthaltene Partitionstabelle des IBM-kompatiblen PC mit dem Begriff gleichgesetzt, obwohl dies nicht ganz korrekt ist. Partitionierung auf Ebene eines Dateisystems (siehe Logical Volume Manager) ist nicht Teil des Begriffs.

Die beiden häufigsten Partitionstabellen sind der bereits genannte Master Boot Record sowie dessen Nachfolger GUID Partition Table (GPT).

Einrichtung[Bearbeiten]

Unter den meisten Betriebssystemen auf PCs werden Partitionstabellen mit einem Programm namens fdisk eingerichtet. Es gibt aber auch eine Vielzahl weiterer Programme, um eine Festplatte zu partitionieren.

Moderne Betriebssysteme mit grafischer Benutzeroberfläche bieten meist ein einfach zu bedienendes grafisches Dienstprogramm zum Erstellen und Verwalten von Partitionen (unterschiedlicher Partitionstabellen) an. Unter Microsoft Windows ist dies üblicherweise die Datenträgerverwaltung[1].

→ Hauptartikel: Partition (Informatik)

Interoperabilität[Bearbeiten]

Auf Festplatten für IBM-PC-kompatible Computer mit BIOS wird der Master Boot Record (kurz: MBR) als Partitionstabelle verwendet. Er wurde 1983 mit MS-DOS 2.0 eingeführt.[2] Da der MBR auf fast allen gängigen Betriebssystemen und Plattformen unterstützt wird, hat er sich als De-facto-Standard für die Partitionierung auf externen Speichermedien (z. B. Speicherkarten, USB-Sticks, Zip-Disketten) etabliert. Man findet ihn daher auf Geräten wie MP3-Playern oder Autoradios (wenn ein USB-Stick angesteckt wird) ebenso wie auf externen Speichermedien aller Art.

Auf großen Festplatten (größer als 2 TB) wird meist die GUID-Partitionstabelle, kurz GPT, verwendet. Diese Partitionstabelle wurde etwa um das Jahr 2000 von Intel mit der EFI-Spezifikation definiert und soll einige Einschränkungen des MBR als dessen Nachfolger aufheben. Die meisten modernen Betriebssysteme können auf GPT-Partitionen zugreifen.

Obwohl auf Speichermedien eine Art von Partitionierung immer möglich ist, ist sie keineswegs notwendig.[3] Einige Betriebssysteme verlangen jedoch eine Partitionstabelle, um auf ein Speichermedium zugreifen zu können oder haben Einschränkungen beim Zugriff und können nur bestimmte Partitionen verwenden.[4]

Spezifische Partitionstabellen finden oft Verwendung auf Speichermedien verschiedener Systeme, die zum Systemstart verwendet werden, z. B. auf Workstations, aber beispielsweise auch Apple Macintosh bis 2005 mit APM und Amiga mit Rigid Disk. Auf modernen IBM-PC-kompatiblen Computern mit dem BIOS-Nachfolger UEFI wie auch auf Apple Macintosh-Computern seit 2006 wird GUID Partition Table (GPT) verwendet.

Liste der Partitionstabellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Microsoft TechNet: Datenträgerverwaltung, abgerufen am 23. Dezember 2013
  2. Daniel B. Sedory: An Examination of the MBR (Master Boot Record) Code Embedded in FDISK.COM for IBM® Personal Computer™ DOS 2.00. In: The Starman’s Realm. 30. Juli 2003, abgerufen am 10. Februar 2013 (englisch).
  3. Häufig gestellte Fragen zur Architektur Datenträger Partitionierung GUID-Tabelle. Weitere Informationen. In: Hilfe und Support. Microsoft, 4. August 2009, abgerufen am 10. Februar 2013: „Removable media without either GUID Partition Table or MBR formatting is considered a “superfloppy.”
  4. Andrea Müller: Partition auf USB-Stick unerreichbar. In: c’t 10/11 Hotline. Verlag Heinz Heise, 26. April 2011, abgerufen am 23. Dezember 2013 (auch im Heft 10/11 Seite 164).