Partito Democratico Cristiano Sammarinese

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Partito Democratico Cristiano Sammarinese
Partei­vorstand Antonio Ceccoli
(Presidente del Consiglio Centrale)
Marco Gatti
(Segretario Politico)
Gründung 9. April 1948
Koalition San Marino Bene Comune
Ideologie christdemokratisch[1]
Internationale Verbindungen CDI-IDC
Europäische Partei EVP
Abgeordnete 17[2]
Haupt­sitz Via delle Scalette 6
47890 San Marino Città
Partei­zeitung Il San Marino
Webseite www.pdcs.sm/pdcs

Der Partito Democratico Cristiano Sammarinese (PDCS) ist die christdemokratische Partei San Marinos. Sie wird derzeit von Marco Gatti geführt.

Die Partei wurde am 9. April 1948 als Pendant zur italienischen Democrazia Cristiana gegründet. Bis 1957 stellten Sozialisten und Kommunisten gemeinsam die Regierung, während Christdemokraten, Sozialdemokraten und Unabhängige in der Opposition waren. 1957 bildete die PDCS zusammen mit der PSDIS eine Koalition, diese Bündnis regierte bis 1973. Bis 1974 regierte der PDCS gemeinsam mit dem MLS und dem Partito Socialista Sammarinese von 1974 bis 1978 zusammen mit dem PSS. 1978 bis 1986 regierte wiedereine sozialistisch-kommunistische Koalition. Nach den Wahlen 1986 einigten sich Christdemokraten und Kommunisten auf eine gemeinsame Regierung und bildeten für sechs Jahre eine Koalition. Von 1992 bis 2006 bildeten PDCS und PSS und zeitweide weitere kleine Parteien die Regierung.

Bei den Parlamentswahlen vom 4. Juni 2006 verlor die PDCS zwar im Vergleich zur vorigen Wahl im Jahr 2001 über 8 Prozentpunkte, wurde aber mit 32,9 % wiederum stärkste Kraft und erhielt 21 der 60 Mandate. Dennoch musste sie gegen das Bündnis Alleanza Popolare dei Democratici Sammarinesi per la Repubblica von Sozialdemokraten, Linken und Liberalen wieder in die Opposition. Bei den Wahlen 2008 konnte die PDCS selbst leicht hinzugewinnen, gewann mit dem von ihr geführten „Pakt für San Marino“ die absolute Mehrheit der Mandate und stellte wieder die Regierung. 2012 gewann das Wahlbündnis Bene Commune unter der Führung des PDCS die Parlamentswahlen.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Stimmen  % Sitze
1951[3] 1.917 53,0 26
1955[3] 2.006 38,2 23
1959[3] 2.815 44,3 27
1964[3] 5.939 46,8 29
1969[3] 5.708 44,0 27
1974[3] 5.451 39,6 25
1978[3] 6.380 42,3 26
1983[3] 7.068 42,1 26
1988[3] 9.001 44,1 27
1993[3] 9.010 41,4 26
1998[3] 8.907 40,9 25
2001[3] 9.031 41,4 25
2006[3] 7.257 32,9 21
2008[4] 6.693 31,9 22
2012[5] 5.828 29,5 21
2008: PDCS-EPS-AeL
2012: PDCS-NS

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfram Nordsieck: Parties and Elections in Europe: The database about parliamentary elections and political parties in Europe, by Wolfram Nordsieck. Parties-and-elections.eu, abgerufen am 29. Mai 2015 (englisch).
  2. Die Liste von PDCS-NS stellt 21 Abgeordnete, davon ein Unabhängiger und 3 Noi Sammarinese Mitglieder
  3. a b c d e f g h i j k l m Christian Baukhage: San Marino. In: Dieter Nohlen, Philipp Stöver (Hrsg.): Elections in Europe. A Data Handbook. Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-5609-7, S. 1682.
  4. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 9. November 2008. Innenministerium von San Marino, abgerufen am 19. Juli 2015 (italienisch).
  5. Ergebnis der Parlamentswahlen vom 11. November 2012. Innenministerium von San Marino, abgerufen am 19. Juli 2015 (italienisch).