Partnach

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Partnach
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Die Partnach im Reintal

Die Partnach im Reintal

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1642
Lage Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Flusssystem Donau
Abfluss über Loisach → Isar → Donau → Schwarzes Meer
Quelle im Zugspitzmassiv
47° 24′ 22″ N, 11° 1′ 42″ O47.40605555555611.0284722222221440
Quellhöhe ca. 1440 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
QuellschüttungVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen NNQ (2002-2006)
MNQ (2002-2006)
MQ (2002-2006)
MHQ (2002-2006)
HHQ (2002-2006)
400 l/s
490 l/s
1,46 m³/s
8,82 m³/s
16,77 m³/s
Mündung in Garmisch-Partenkirchen in die Loisach47.49986111111111.088194444444690Koordinaten: 47° 30′ 0″ N, 11° 5′ 17″ O
47° 30′ 0″ N, 11° 5′ 17″ O47.49986111111111.088194444444690
Mündungshöhe ca. 690 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 750 m
Länge 16,5 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Partenkirchen[1]
AEo: 95,3 km²
Lage: 3,3 km oberhalb der Mündung
NNQ (09.02.1969)
MNQ 1921/2006
MQ 1921/2006
Mq 1921/2006
MHQ 1921/2006
HHQ (10.08.1970)
400 l/s
957 l/s
3,93 m³/s
41,2 l/s km²
32,3 m³/s
81,9 m³/s
Mittelstädte Garmisch-Partenkirchen
Schiffbar nein
Die Partnach in Garmisch-Partenkirchen

Die Partnach in Garmisch-Partenkirchen

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Die Partnach ist ein 16,5 km langer bayerischer Gebirgsfluss. Sie entspringt auf 1440 m Höhe im Zugspitzmassiv. Gespeist wird die Partnach vom Schmelzwasser des um etwa 1100 m höher gelegenen Schneefernergletschers, das in dem karstigen Gesteinboden versickert und beim Partnachursprung wieder an die Oberfläche gelangt.

Name[Bearbeiten]

Der Name Partnach setzt sich aus dem indogermanischen Wort portn für Durchgang und dem althochdeutschen Wort aha (Ache) für einen Wasserlauf zusammen.

Partnachursprung[Bearbeiten]

Der Partnachursprung

Der Partnachursprung liegt auf 1.440 m, westlich der Reintalangerhütte am Ochsensitz. Während verschiedener Messungen in den Jahren 2002-2006 wurden die Schüttungswerte der Quelle erfasst und dokumentiert. Die niedrigste gemessene Schüttung (NNQ) - zeitweise war die Quelle während der Messungen sogar trocken gefallen - lag bei 400 l/s, die höchste gemessene Schüttung (HHQ) bei 16.770 l/s. Aus den ermittelten Werten ergeben sich für den Zeitraum 2002-2006 der mittlere Niedrigwasserabfluss (MNQ) mit 490 l/s, der mittlerer Abfluss (MQ) mit 1.460 l/s und der Mittlere Hochwasserabfluss (MHQ) mit 8.820 l/s.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Partnach fließt danach das Reintal hinab. Dort befanden sich bis 2005 zwei Bergseen – die Vordere und Hintere Blaue Gumpe. An Ersterer wurde das Wasser der Partnach an Geröllmassen aus Bergstürzen gestaut. Durch einen Starkregen wurde der natürliche, aus einem Bergsturz hervorgegangene Staudamm teilweise abgetragen sowie der See vollständig mit Sediment aufgefüllt. Die Blaue Gumpe existiert somit heute nicht mehr.

Im Reintal formt die Partnach insgesamt vier Klammen, von denen die letzte die bekannte und touristisch erschlossene Partnachklamm ist. Diese vierte Partnachklamm ist 720 Meter lang und bis zu 80 m tief. Innerhalb der Klamm verengt sich die zuvor bis zu 25 m breite Partnach auf oft nur noch 5 m Breite und überwindet eine mehrere Meter hohe Felsstufe mit einem Wasserfall. Unterhalb der Gefällstufen hat sie zum Teil mehrere Meter tiefe Strudeltöpfe gebildet. Im Zentrum durchfließt sie ein Felsentor.

Am nordwestlichen Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen mündet die Partnach bei 690 m ü. NN rechtsseitig in die Loisach. Sie legt damit auf kurzer Strecke eine Höhendistanz von 750 m zurück. Ihr durchschnittliches Gefälle beträgt 4,5 %. Bis zum Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen ist die Partnach ein naturnaher Fluss. Ab dort bis zur Mündung in die Loisach sind ihre Ufer mit Stein- und Blockschüttungen verbaut und dadurch festgelegt. Die Partnach ist auf mehreren Stegen und Brücken zu überqueren. Der erste führt an der Bockhütte im Reintal über den Fluss, der zweite und dritte erst kurz vor dem Eingang der Partnachklamm. Zwei Stege lassen auch tief in die Klamm selbst blicken. Hinter der Klamm ermöglichen in Garmisch-Partenkirchen und am südlichen Ortsrand insgesamt 10 Straßen- und Fußgängerbrücken sowie 2 Eisenbahnbrücken die Querung der Partnach.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Zu den Zuflüssen der Partnach gehören (flussaufwärts betrachtet):

  • Kanker (bei 0,9 Fluss-km)
  • Boddenberggraben (bei 3,2 Fluss-km)
  • Hornschlittengraben (bei 4,1 Fluss-km)
  • Eselsberggraben (bei 4,4, Fluss-km)
  • Wildsaugraben (bei 4,7 Fluss-km)
  • Graseckgraben (bei 4,8 Fluss-km)
  • Streichlagraben (bei 4,9 Fluss-km)
  • Ferchenbach (bei 6,0 Fluss-km)
  • Sulzgraben (bei 7,8 Fluss-km)
  • Klausengraben (bei 8,2 Fluss-km)
  • Bodenlaine (bei 8,3 Fluss-km)
  • Spitzwaldgraben (bei 8,5 Fluss-km)
  • Ferlsbach (bei 9,3 Fluss-km)
  • Reintalbach (bei 11,1 Fluss-km)

Weitere Fotos[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006. Einzelblatt Pegel Partenkirchen. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 15. Februar 2013 (PDF, deutsch, Auf: hnd.bayern.de).

Literatur[Bearbeiten]

  • David Morche: Untersuchungen zum fluvialen Sedimenttransport in Einzugsgebieten der nördlichen Kalkalpen (Reintal/Wettersteingebirge und Lahnenwiesgraben/Ammergauer Alpen) [1] [2] (PDF; 2,0 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Partnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien