PartnerAid

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PartnerAid, in einigen Ländern auch als PAI (Partner Aid International) bekannt, ist eine überkonfessionelle, christliche, nichtstaatliche, humanitäre Hilfsorganisation.

Das wichtigste Anliegen der Arbeit von PartnerAid ist es, sich gegen Armut einzusetzen und benachteiligten Menschen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation durch Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe zu ermöglichen. PartnerAid ist in drei großen Themenfelder der Entwicklungszusammenarbeit aktiv: Entwicklungsorientierte Nothilfe; Gesundheit, Wasser und Ernährung; Bildung und Existenzsicherung.

PartnerAid hat seinen Hauptsitz in Neu-Anspach, Deutschland und ist über Partnerbüros auch in den Niederlanden, Schweiz, Großbritannien und USA vertreten.[1]

PartnerAid ist Träger des DZI Spenden-Siegels.

Arbeitsgrundsätze[Bearbeiten]

PartnerAid glaubt, dass alle Menschen gleich sind und dass PartnerAid jedem Menschen mit Respekt und Liebe begegnen soll. PartnerAid achtet Menschen jeder Kultur, jedes Geschlechts, jedes Glaubens, jeder Weltanschauung, Orientierung und jeder politischen Meinung und erkennt die Wichtigkeit kultureller Vielfalt an. PartnerAid glaubt, dass man nur dann in echte Partnerschaft mit anderen treten kann, wenn man sich gegenseitig als gleich achtet.[2]

PartnerAid ist Unterzeichner des Code of Conduct for The International Red Cross and Red Crescent Movement and NGOs in Disaster Relief, eines Verhaltenskodex für elementare professionelle Prinzipien, der Standards für eine gute Praxis innerhalb der Katastrophenhilfe festlegt. [3]

Geschichte[Bearbeiten]

Länder, in denen PartnerAid aktiv ist

PartnerAid wurde 1998 in Deutschland von Christen gegründet, die entschlossen waren, einen aktiven Beitrag zur Überwindung von Not und Armut in den Ländern Zentral- und Südasiens zu leisten. Anfangs wurde die Unterstützung und Hilfe durch ehrenamtliche Mitarbeiter erbracht. Im Laufe der Zeit nahm die Anzahl und auch die Größe der einzelnen Projekte zu. Darüber hinaus wuchs auch die Erkenntnis, dass das Verständnis von fremden Kulturen, Lebensweisen, Sprachen und Religionen für die Erarbeitung erfolgreicher und nachhaltiger Lösungen nötig ist. Dies führte zu der Entstehung längerer Projektlaufzeiten und Auslandsaufenthalten des Personals und einer Neuorganisation des Vereins. [2]

Bislang hat PartnerAid in mehr als 15 Ländern Asiens und Afrikas gearbeitet. [4] Zurzeit ist PartnerAid in 9 Ländern Asiens und Afrikas aktiv: Äthiopien, Indonesien, Jemen, Kirgisistan, Pakistan, Somalia, Sudan, Tadschikistan und Tansania.[5] Im Jahr 2011 konnten insgesamt 219.911 Menschen aus 5 größten Projektländern des PartnerAid mit Gesamtausgaben i.H.v. € 2,195,192.00 von der Arbeit des PartnerAid profitieren. [6]

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten]

PartnerAid ist besonders daran interessiert, Gemeinschaften zu ermöglichen, Armut und Krisen zu überwinden. Gemeinwesen- und Kommunalentwicklung, institutionelle Entwicklungsprojekte, Nothilfe sowie Beratung und Bildung zur Förderung von Gemeinschaften sind neben der Anwaltschaft für die Betroffenen wichtige Instrumente in der Arbeit von PartnerAid. Dabei wird Kultur als ein entscheidender Schlüssel zur Nachhaltigkeit angesehen.[1]

Entwicklungsorientierte Nothilfe[Bearbeiten]

PartnerAid verfolgt das Ziel, komplexe Notlagen und die Not der betroffenen Menschen in Katastrophen zu lindern, die Entstehung der Abhängigkeit der Betroffenen von der humanitären Hilfe zu verhindern und ihnen ein selbstbestimmtes Leben nach Krisen und Katastrophen zu ermöglichen.

Gesundheit, Wasser und Ernährung[Bearbeiten]

Neben der Sicherung der medizinischen Versorgung von Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten, der Vorbeugung gegen Krankheiten, der Förderung der Basisgesundheits- und Wasserversorgung hat PartnerAid Schwerpunkte im Bereich der Mutter-und-Kind-Versorgung, der nachhaltigen Notfallversorgung und der Verbesserung der Ernährung von Klein- und Schulkindern.

Bildung und Existenzsicherung[Bearbeiten]

Im Bildungsbereich ermöglicht PartnerAid durch seine Projekte Kindern den Grundschulbesuch, weiterführende Bildung und zielgerichtete Berufsausbildung. Eng verbunden damit sind Maßnahmen, die den Menschen durch ein nachhaltiges Einkommen einen Weg aus der Armut ermöglichen. Kleingewerbeförderung, Trainings- und Schulungsmaßnahmen, Mikrokredite, Infrastrukturförderung und Beratung sind hier die weiteren Schwerpunkte der Arbeit von PartnerAid.[7]

Finanzierung[Bearbeiten]

PartnerAid Erträge 2011

PartnerAid ist auf Fördermittel und Spenden sowohl von Privatpersonen als auch von Institutionen angewiesen. PartnerAid stellt freiwillig eine Bilanz mit dazugehöriger Ertragsrechnung auf Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25. Mai 2009 auf.

Die wichtigste Einnahmequelle von PartnerAid im Jahr 2011 waren Zuschüsse sowie Spenden und Mitgliedsbeiträge (Siehe Diagramm). 89,1 % der Erträge von PartnerAid wurden für die Projekte ausgegeben; 10,9 % flossen in die Werbung und Verwaltung.[8]

PartnerAid trägt das Spenden-Siegel[9] vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen.

Organisation[Bearbeiten]

PartnerAid Organisationsstruktur

PAI - PartnerAid International e.V. ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein. Neben PartnerAid International in Deutschland gibt es noch die folgenden Schwesterorganisationen: PartnerAid UK, PartnerAid US, PartnerAid NL, PartnerAid Schweiz. Alle PartnerAid Vereine sind rechtlich unabhängig und nicht miteinander finanziell verflochten. Eine gemeinsame Vereinbarung stellt die Grundlage für die Zusammenarbeit und Arbeitsteilung dar.

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat. Internationale Programme sind dem Vorstand unmittelbar unterstellt, werden allerdings von der Operations-Abteilung der Geschäftsstelle unterstützt.

Die Fachkräfte von PartnerAid sind in der Geschäftsstelle und in den Projekten sowohl ehrenamtlich als auch hauptberuflich tätig.[10]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Partner[Bearbeiten]

UN Partner[Bearbeiten]

  • IOM – International Organization for Migration
  • UNDP – United Nations Development Program, Common Humanitarian Fund – Sudan
  • UNFPA – United Nations Population Fund
  • UNHCR – United Nations High Commissioner for Refugees
  • UNICEF – United Nations Children Fund
  • UNOCHA - United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs
  • WFP – United Nations World Food Program
  • WHO – World Health Organization

Regierungspartner[Bearbeiten]

Sonstige Organisationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Usinger Anzeiger: In der Bahnhofstraße wird weltweite Hilfe organisiert. Von Peter Ludl, 1. August 2011, Neu-Anspach
  2. a b Jahresbericht 2011 des PartnerAid, Seite 4. Abrufbar unter http://www.partneraid.org/de/files/2012/07/PartnerAid-Jahresbericht-2011_WEB.pdf (PDF)
  3. a b c Jahresbericht 2011 des PartnerAid, Seite 30. Abrufbar unter http://www.partneraid.org/de/files/2012/07/PartnerAid-Jahresbericht-2011_WEB.pdf
  4. http://www.partneraid.org/de/ueberuns/unsere-geschichte/
  5. http://www.partneraid.org/de/unsere-arbeit/wo-wir-arbeiten/
  6. Jahresbericht 2011 des PartnerAid, Seite 10, 11. Abrufbar unter http://www.partneraid.org/de/files/2012/07/PartnerAid-Jahresbericht-2011_WEB.pdf
  7. http://www.partneraid.org/de/unsere-arbeit/wie-wir-arbeiten/
  8. Jahresbericht 2011 des PartnerAid, Seite 24, 26. Abrufbar unter http://www.partneraid.org/de/files/2012/07/PartnerAid-Jahresbericht-2011_WEB.pdf
  9. Informationen zum Spenden-Siegel
  10. Jahresbericht 2011 des PartnerAid, Seite 5. Abrufbar unter http://www.partneraid.org/de/files/2012/07/PartnerAid-Jahresbericht-2011_WEB.pdf (PDF)