Pasargadae

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30.253.179444444444Koordinaten: 30° 12′ 0″ N, 53° 10′ 46″ O

Karte: Iran
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Pasargadae
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Iran
Das Grabmal Kyros II.
Große Empfangshalle des Kyros in Pasargadai

Die altpersische Residenzstadt Pasargadai (persisch ‏پاسارگادPāsārgād; griechisch Πασαράγδαι, lateinisch Pasargadae) liegt in 1.900 m Höhe im Zagrosgebirge auf einem Plateau in der Persis (Provinz Fars) und war die erste Residenz des Perserreichs unter den Achämeniden, etwa 130 km nordöstlich von Schiras. Der elamitische Name lautet Batrakataš. Die heutige geläufige Bezeichnung ist eine griechische Transkription des altpersischen Namen Pâthragâda.

Pasargadai wurde von dessen erstem König Kyros II. bzw. von seinem Nachfolger Kambyses II. zwischen 559 v. Chr. und etwa 525 v. Chr. ausgebaut. Zu sehen sind die Ruinen der Paläste mit Monumentaltoren, Apadana und dem Empfangspalast mit reichem plastischem Schmuck. Im heiligen Bezirk liegt der Feuertempel mit Altären und das Grabmal König Kyros’ II. Das Grabmal fällt bereits bei der Anreise auf. Auf einen Sockel aus sechs Steinstufen ist der Kenotaph in der Form eines kleinen Steinhauses aufgesetzt. Die Stadt verfügte seinerzeit über ein ausgeklügeltes, unterirdisches Bewässerungssystem.

Um 520 v. Chr. wurde die Residenz von Dareios I. etwa 87 km nach Südwesten verlegt. Die wiederhergestellten Reste der neuen Hauptstadt sind unter dem griechischen Namen Persepolis weltweit bekannt.

Eine dritte Residenz des 2500 Jahre alten Perserreiches, das bis zum Angriff Alexanders des Großen in den Jahren um 331 v. Chr. bestand, lag in Susa, unweit der heutigen Großstadt Abadan nahe der irakischen Grenze. Die drei in unterschiedlichem Maße zerstörten Orte waren einst von Wohnvierteln umgeben.

Weitere Residenzen waren die alte Mederhauptstadt Ekbatana und zuweilen auch Babylon.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Archäologie und Entdeckungsgeschichte

Im Jahr 1907 promovierte der deutsche Archäologe Ernst Herzfeld (1879–1948) an der Friedrich Wilhelm Universität, heutige Humboldt-Universität in Berlin mit einer Dissertation "Pasargadae. Aufnahmen und Untersuchungen zur Persischen Archäologie" bei Eduard Meyer. Herzfeld hatte die Ruinen von Pasargadae 1905 erstmals besucht. Die ersten systematischen Ausgrabungen erfolgten im Jahr 1928 durch Herzfeld und seinen Assistenten Friedrich Krefter mit finanzieller Unterstützung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft. Später wurde Pasargadae von iranischen und für kurze Zeit auch von britischen Archäologen erforscht. Ein bedeutender Teil der ersten Grabungsdokumentationen und Fragmente von Wandmalereien aus Pasargadae befindet sich heute im Ernst Herzfeld Nachlass in der Freer Gallery of Art in Washington, DC.

[Bearbeiten] Literatur

E. Herzfeld, "Pasargadae. Aufnahmen und Untersuchungen zur persischen Archäologie," Klio 8, 1908: 1-68. E. Herzfeld, "Bericht über die Ausgrabungen von Pasargadae 1928," Archäologische Mitteilungen aus Iran 1, 1929: 4-16. D. Stronach, Pasargadae. Oxford 1978. P. Calmeyer, "Figuerliche Fragmente aus Pasargadae nach Zeichnungen E. Herzfelds. Archäologische Mitteilungen aus Iran 14, 1981: 27-44. D. Stronach, "Ernst Herzfeld and Pasargadae" in A. C. Gunter and S. R. Hauser, Hrsgs., Ernst Herzfeld and the Development of Near Eastern Studies, 1900-1950, Leiden: Brill: 2005.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Pasargadae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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