Pascal Wehrlein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pascal Wehrlein
Pascal Wehrlein (2011)
DTM
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Erstes Rennen Hockenheim I 2013
Teams (Hersteller)
2013 Mücke • 2014 HWA (alle Mercedes)
Statistik
Rennen Siege Poles SR
20 1 1 1
Podien 1
Gesamtsiege -
Punkte 49
(Stand: Saisonende 2014)

Pascal Wehrlein (* 18. Oktober 1994 in Sigmaringen) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er startete von 2012 bis 2013 in der europäischen Formel-3-Meisterschaft. Seit 2013 tritt er in der DTM an.

Karriere[Bearbeiten]

Wehrlein begann seine Motorsportkarriere 2003 im Kartsport, in dem er bis 2009 aktiv war.[1] 2010 wechselte Wehrlein in den Formelsport und trat für Mücke Motorsport in der ADAC-Formel-Masters an. Er gewann ein Rennen und schloss die Saison mit insgesamt vier Podest-Platzierungen auf dem sechsten Platz der Fahrerwertung ab. 2011 bestritt Wehrlein für Mücke Motorsport seine zweite Saison in der ADAC-Formel-Masters.[2] Er gewann 8 von 24 Rennen und stand insgesamt 13 Mal auf dem Podest. Am Saisonende sicherte er sich damit den Titel mit 331 zu 310 Punkten vor Emil Bernstorff. Wehrlein ist der erste Mücke-Pilot, der diese Rennserie gewann.[3]

2012 blieb Wehrlein bei Mücke Motorsport und startet in der Formel-3-Euroserie.[4] Darüber hinaus war Wehrlein 2012 in der europäischen Formel-3-Meisterschaft wertungsberechtigt. Zu dieser zählten jeweils das erste und dritte Rennen an einem Formel-3-Euroserie Rennwochenende und mehrere Veranstaltungen der britischen Formel-3-Meisterschaft. Auf dem Norisring kam er in der Formel-3-Euroserie auf dem dritten Platz ins Ziel, wurde aber, da vor ihm nur Gaststarter lagen, als Sieger gewertet. Auf dem Nürburgring gewann er ein weiteres Rennen der Formel-3-Euroserie, das zudem zur europäischen Formel 3 zählte.[5] In der Formel-3-Euroserie belegte Wehrlein als bester Rookie den zweiten Platz in der Gesamtwertung mit 229 zu 240 Punkten hinter Daniel Juncadella und setzte sich damit teamintern gegen Felix Rosenqvist, der Vierter wurde, durch. In der europäischen Formel 3 lag Wehrlein auf dem vierten Platz und unterlag Rosenqvist, der den dritten Rang erzielte.

2013 blieb Wehrlein bei Mücke Motorsport und trat zunächst in der europäischen Formel-3-Meisterschaft an.[6] Er nahm am ersten Rennwochenende in Monza teil und gewann dabei ein Rennen, wurde einmal Zweiter und Dritter. Darüber hinaus erhielt Wehrlein 2013 ein Mercedes-DTM-Cockpit bei Mücke. Damit wurde er zum bis dahin jüngsten DTM-Piloten.[7] Bei seinem Debütrennen in Hockenheim lag Wehrlein zwischenzeitlich in Führung. Er kam auf dem elften Platz ins Ziel. Ein Rennen später in Brands Hatch holte er als Zehnter seinen ersten Punkt, nachdem er von Position 20 ins Rennen gegangen war.[8] Im Rennen darauf wiederholte er diese Platzierung. Nach zwei Rennen ohne Punkte, fuhr Wehrlein auf dem Nürburgring erneut auf Position zehn und erzielte darüber hinaus die erste schnellste Runde seiner DTM-Karriere. Am Saisonende belegte Wehrlein den 22. Gesamtrang. Damit war er der schlechteste Mercedes-Pilot. 2014 wechselte Wehrlein innerhalb der Mercedes-DTM-Teams zu HWA. Beim Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz erzielte Wehrlein seine erste Pole-Position. Anschließend erzielte er seinen ersten Sieg. Er wurde damit zum bis dahin jüngsten Sieger eines DTM-Rennens. Am Saisonende belegte er den achten Gesamtrang. Darüber hinaus übernahm Wehrlein während der Saison 2014 die Position des Ersatzfahrers beim Formel-1-Rennstall Mercedes.[9]

Persönliches[Bearbeiten]

Wehrlein absolviert eine Ausbildung zum Feinmechaniker im Betrieb seines Vaters. Seine Mutter stammt aus Mauritius.[10]

Sonstiges[Bearbeiten]

Wehrlein war 2011 und 2012 Förderkandidat der Deutsche Post Speed Academy, die er 2011 gewann,[11] und wird zudem von der ADAC Stiftung Sport gefördert.[12][13] 2012 wurde er Zweiter in der Deutsche Post Speed Academy.[14]

Am 27. Mai 2014 hatte er bei einer Sponsorenaktion für Mercedes im Trainingslager der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol einen Unfall, bei dem ein Urlauber und ein Streckenposten verletzt wurden.[15]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

Einzelergebnisse in der ADAC-Formel-Masters[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Punkte Rang
2010 ADAC Berlin-Brandenburg e.V DeutschlandDeutschland OS1 DeutschlandDeutschland SAC DeutschlandDeutschland HOC NiederlandeNiederlande TTA DeutschlandDeutschland LAU DeutschlandDeutschland NÜR DeutschlandDeutschland OS2       147 6.
3 8 4 3 2 1 10 7 13 4 4 5 5 10 9 8 5 7 DNS 6 4      
2011 ADAC Berlin-Brandenburg e.V DeutschlandDeutschland OSC DeutschlandDeutschland SAC BelgienBelgien ZOL DeutschlandDeutschland NÜR OsterreichÖsterreich SPI DeutschlandDeutschland LAU NiederlandeNiederlande TTA DeutschlandDeutschland HOC 331 1.
1 2 2 1 DNF 5 1 1 1 1 1 DSQ 13 3 DSQ 1 4 3 6 DSQ 5 3 5 DNF

Einzelergebnisse in der Formel-3-Euroserie[Bearbeiten]

Jahr Team Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Punkte Rang
2012 Mücke Motorsport Mercedes DeutschlandDeutschland HO1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich BRH OsterreichÖsterreich SPI DeutschlandDeutschland NOR DeutschlandDeutschland NÜR NiederlandeNiederlande ZAN SpanienSpanien VAL DeutschlandDeutschland HO2 229 2.
DNF 9 8 5 3 5 2 6 4 7 3 DNF 3 4 1 7 3 3 5 3 4 2 8 2

Einzelergebnisse in der Europäischen Formel-3-Meisterschaft[Bearbeiten]

Jahr Team Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Punkte Rang
2012 Mücke Motorsport Mercedes DeutschlandDeutschland HO1 FrankreichFrankreich PAU Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich BRH OsterreichÖsterreich SPI DeutschlandDeutschland NOR BelgienBelgien SPA DeutschlandDeutschland NÜR NiederlandeNiederlande ZAN SpanienSpanien VAL DeutschlandDeutschland HO2                     181 4.
DNF 8 DNF 9 5 5 2 4 7 DNF 14 12 3 1 7 3 5 4 2 2                    
2013 Mücke Motorsport Mercedes ItalienItalien MON Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SIL DeutschlandDeutschland HO1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich BRH OsterreichÖsterreich SPI DeutschlandDeutschland NOR DeutschlandDeutschland NÜR NiederlandeNiederlande ZAN ItalienItalien VAL DeutschlandDeutschland HO2 49 14.
3 1 2                                                      

Einzelergebnisse in der DTM[Bearbeiten]

Saison Team Hersteller 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte Rang
2013 Mücke Motorsport Mercedes Mercedes DeutschlandDeutschland HO1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich BRH OsterreichÖsterreich SPI DeutschlandDeutschland LAU DeutschlandDeutschland NOR RusslandRussland MOS DeutschlandDeutschland NÜR DeutschlandDeutschland OSC NiederlandeNiederlande ZAN DeutschlandDeutschland HO2 3 22.
11 10 10 17 20* 11 10 11 12 17
2014 HWA AG Mercedes Mercedes DeutschlandDeutschland HO1 DeutschlandDeutschland OSC UngarnUngarn HUN DeutschlandDeutschland NOR RusslandRussland MOS OsterreichÖsterreich SPI DeutschlandDeutschland NÜR DeutschlandDeutschland LAU NiederlandeNiederlande ZAN DeutschlandDeutschland HO2 46 8.
11 DNF 14 5 8 DNF 10 1 7 20*
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Pascal Wehrlein – Vita“ (speed-academy.de; abgerufen am 6. November 2011)
  2. „Formel Masters - Pascal Wehrlein fährt 2011 für Mücke“ (Motorsport-Magazin.com am 29. Oktober 2010)
  3. „ADAC Formel Masters: Mücke Motorsport holt mit Pascal Wehrlein den Titel“ (speed-magazin.de am 4. Oktober 2011)
  4. „Mücke mit Wehrlein 2012 in der Euroserie“ (Motorsport-Total.com am 23. Dezember 2011)
  5. „Erster Sieg in der Formel 3“ (Motorsport-Total.com am 21. August 2012)
  6. „Mücke startet mit Wehrlein in der Formel-3-EM“. Motorsport-Total.com, 13. Februar 2013, abgerufen am 3. März 2013.
  7. „DTM - Mercedes: Wehrlein ersetzt Schumacher“. Jüngster Fahrer der DTM-Geschichte. Motorsport-Magazin.com, 16. März 2013, abgerufen am 16. März 2013.
  8. „Mücke: Wehrlein vorne, Juncadella hinten“. Motorsport-Total.com, 19. Mai 2013, abgerufen am 23. Mai 2013.
  9. Roman Wittemeier: „Schneller Aufstieg: Wehrlein wird Formel-1-Ersatzfahrer“. Motorsport-Total.com, 15. September 2014, abgerufen am 15. September 2014.
  10. Ingo Feiertag: „Auf den Spuren von Lewis Hamilton“. suedkurier.de, 22. November 2011, abgerufen am 4. März 2013.
  11. „Deutsche Post Speed Academy: Pascal Wehrlein ist Gesamtsieger“ (speed-magazin.de am 4. Dezember 2011)
  12. „Pascal Wehrlein: ‚Das ist mir unangenehm‘“ (spox.com am 9. August 2011)
  13. „ADAC Stiftung Sport: Förderkader für 2009 steht“ (Motorsport-Total.com am 29. Oktober 2008)
  14. „Deutschen Post Speed Academy 2012: Marvin Kirchhöfer hat die Nase vorn“. motorsport-server.de, 4. Dezember 2012, abgerufen am 9. März 2013.
  15. Zwei Verletzte bei PR-Fahrt im DFB-Camp Auto, Motor und Sport, 27. Mai 2014, abgerufen am 27. Mai 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pascal Wehrlein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien