Paschasius Radbertus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paschasius Radbertus, auch Ratpert oder Ratbert von Corbie genannt, (* um 785; † um 865) war ein fränkischer Benediktinermönch, Abt von Corbie und Verfasser zahlreicher theologischer Schriften. Er ist Heiliger der katholischen Kirche, sein Gedenktag ist der 26. April.

Leben[Bearbeiten]

Abteikirche von Corbie

Die Nachrichten über sein Leben sind spärlich. Sie finden sich in Andeutungen in seinen eigenen Werken verstreut, sowie in einem Lobgedicht seines Schülers, des Bischofs Engelmodus von Soissons.[1] Eine Vita aus dem 12. oder 13. Jahrhundert[2] ist von geringem historischen Wert.

Er wurde als Waisenkind im Nonnenkloster von Soissons aufgezogen. Um das Jahr 812 trat er in das Kloster Corbie ein. Mit den Äbten Adalhard und Wala war er freundschaftlich verbunden und verfasste ihre Viten. 844 wurde er selber Abt von Corbie, trat jedoch um 851 von seinem Amt zurück und zog sich ins Kloster Saint-Riquier zurück.

Nach neueren Forschungen (Klaus Zechiel-Eckes) könnte Paschasius Radbertus einer der Verfasser der Pseudoisidorischen Dekretalen sein.

Werk (Auszüge)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Engelmodi Carmina III. Cuius supra ad Ratbertum abbatem. In: Poetae Latini medii aevi 3: Poetae Latini aevi Carolini (III). Herausgegeben von Ludwig Traube. Berlin 1886, S. 62–66 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  2. De Radberto Paschasio abbate Corbeiensi. In: Georg Waitz, Wilhelm Wattenbach u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 15,1: Supplementa tomorum I-XII, pars III. Supplementum tomi XIII pars I. Hannover 1887, S. 452–454 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]