Pashmina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Hochwertige Pashmina-Schals aus Kaschmirwolle und Seide

Pashmina (Persisch Pashmineh:پشمینه) ist eine Bezeichnung für ein aus Kaschmir oder aus Kaschmir und Seide gefertigtes Tuch. Das Wort "Pashmina" stammt ursprünglich aus einem persischen Dialekt und bedeutet „Wolle“ oder „aus Wolle gefertigt“ (persisch pashm = Wolle). Es hat sich zunächst im nepalesischen und nordindischen Sprachgebrauch, später auch international pars pro toto als Bezeichnung für breit gefertigte Tücher durchgesetzt, die aus einem Gemisch von Kaschmirwolle (klassisch mit einem Anteil von 70 %) und Seide (klassisch mit einem Anteil von 30 %) gefertigt sind.

Wie bereits erwähnt, werden Pashmina-Schals aus gewöhnlicher Kaschmirwolle hergestellt, die nach gängiger Prozedur gewonnen wird. Pashmina ist somit eine reine Handelsbezeichnung, denn eine Pashminaziege existiert nicht. Auch die des öfteren für ihre besondere Wollqualität als Lieferant gepriesene Chyangra-Ziege dient in Wirklichkeit nicht zur Gewinnung qualitativ hochwertiger Wolle. Die Bezeichnung soll lediglich abgeleitet sein von den großflächigen, jedoch feinen und sehr wärmenden Schals der Paschtunen in Afghanistan, von denen die Pashmina-Schals abgeleitet sind.[1] Rohstoff ist der Unterflaum der Kaschmirziege. Dieser Flaum wird den Ziegen ausgekämmt oder - häufiger - zusammen mit den Grannen abgeschoren. Der so gewonnene Wollertrag pro Tier liegt bei 150 g pro Scherung, was in weiterverarbeiteter Form je nach Dicke etwa dem Kaschmirgehalt eines viertel Pashmina-Schals entspricht. Auch in den Hochtälern des Himalaya, in Höhenlagen von mindestens 3000 m, entwickelt die Cashmereziege (Capra hircus) diesen feinen Brustflaum, der für die Herstellung von Pashmina Verwendung findet. Mit diesem weichen Vlies schützt sich die Bergziege im Winter vor Kälte und Feuchtigkeit.

Die Qualität der Wolle hängt von vielen Faktoren ab. Da das kälteschützende Unterfell sich in größeren Höhen stärker ausbildet, gilt das dort gewonnene Vlies als höherwertig. So gibt es etwa im Hochland von Ladakh – geologisch Teil des tibetischen Hochplateaus – etwa 200 Nomaden, welche Herden mit insgesamt 50.000 Tieren hüten. Die beste Qualität kaufen Vertreter großer Produzenten den Nomaden bereits auf den Weiden ab. Der Preis pro kg beträgt etwa 100 US-Dollar. Ursprünglich kämmte man den Ziegen im Frühling den Winterflaum aus. Mittlerweile werden wegen des hohen Wettbewerbsdrucks viele Ziegen bereits vor Wintereinbruch gekämmt.

In den letzten Jahren wird der Begriff „Pashmina“ nicht nur in Deutschland häufig auch in anderem Sinne gebraucht: des öfteren werden unter der Bezeichnung "Pashmina" Tücher aus Viskose, Polyester oder anderen Kunstfasern verkauft. Solche Schals werden dann oft nicht als „100 % Kaschmir“ bzw. „70 % Kaschmir“, sondern stattdessen als „100 % Pashmina“ bzw. „70 % Pashmina“ etikettiert. Da Pashmina jedoch keine nach dem deutschen Textilkennzeichnungsgesetz zulässige Materialangabe ist, stellt dies in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit dar und versucht, potenzielle Kunden über die künstlichen, nicht natürlichen Materialien zu täuschen.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Pashmina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Pashmina – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.urbanara.de/warenkunde/edelwollen/pashmina/
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen