Pasqual Malipiero

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Gentile Bellini: Pasqual Malipiero, ca. 1460

Pasquale Malipiero (* um 1392; † 7. Mai 1462) war der 66. Doge von Venedig. Während seiner Regierungszeit von 1457 bis 1462 erlebte die Republik eine Zeit des Friedens.

Familie[Bearbeiten]

Die Familie Malipiero stammt möglicherweise aus Böhmen, in ihrer mythischen Familiengeschichte führen die Malipiero ihre Herkunft aber auf einen Gefährten des Trojaners Antenor zurück.

Leben[Bearbeiten]

Malipiero war Sohn von Francesco Malipiero und im militärischen und diplomatischen Dienst der Republik tätig gewesen. 1447 war er zum Prokurator gewählt worden. Er war verheiratet mit Giovanna Dandolo, mit der er drei Söhne und eine Tochter hatte.

Wappen Pasquale Malipieros

Das Dogenamt[Bearbeiten]

Nach übereinstimmenden Aussagen von Zeitgenossen war Malipiero ein schwacher und farbloser Doge, von mittlerer Statur und von mittelmäßigen Fähigkeiten, über dessen Regierungszeit nichts Wesentliches zu berichten ist. Das herausragende Ereignis seiner Regierungszeit sollen die Feierlichkeit zu seiner Investitur gewesen sein. Die Republik erlebte eine Zeit des Friedens, und der Doge bekam den Beinamen dux pacificus (Friedensfürst).
Während seiner Regierungszeit wurde mit dem Bau des Portals zum Arsenal begonnen.

Bilder[Bearbeiten]

  • Belllini (zugeschrieben): Porträt des Dogen Pasquale Malipiero. Museum Boston

Grabmal[Bearbeiten]

Das Grabmal befindet sich in einem Seitenschiff der Kirche Santi Giovanni e Paolo. Es hat die Form eines Tabernakels, der von einer Lünette mit einer Pietà abgeschlossen wird. Der Sarkophag selbst mit der Liegefigur des Dogen befindet sich unter einem für venezianische Gräber häufigen Stoffbaldachin. Die Skulpturen der allegorischen Figuren von Frieden und Gerechtigkeit stammen wahrscheinlich von Pietro Lombardo.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrea da Mosto: I Dogi di Venezia. Florenz 1983.
  • Helmut Dumler: Venedig und die Dogen. Düsseldorf 2001.
Vorgänger Amt Nachfolger
Francesco Foscari Doge von Venedig
1457–1462
Cristoforo Moro