Passatelli

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Passatelli in brodo

Passatelli sind eine typische Suppeneinlage (Passatelli in brodo) der Romagna in der italienischen Region Emilia-Romagna und der Provinz Pesaro und Urbino. Sie werden auch ohne Suppe (Passatelli asciutti) gegessen.

Zubereitung[Bearbeiten]

Der Teig aus Semmelbröseln, Parmesan und Eiern wird mit Pfeffer, Muskatnuss, Zitronenschale und Salz gewürzt und durch ein eigens dafür vorgesehenes Locheisen (Ferro per i passatelli) gedrückt, um etwa einen halben Zentimeter dicke Würstchen zu formen, die in Hühnerbrühe oder Fischsuppe gekocht werden, bis sie an die Oberfläche steigen.

Herkunft[Bearbeiten]

Das Rezept stammt wahrscheinlich von der Tardura ab, einer Suppe aus Eiern, Käse und geriebenem Brot, die der Gelehrte und Volkskundler Michele Placucci (1782 - 1840) in seinem Werk über die Bauern der Romagna Usi e pregiudizi dei contadini di Romagna (1818) erwähnte und die Wöchnerinnen gereicht wurde. Pellegrino Artusi (1820 - 1911), der als Begründer der italienischen Nationalküche gilt, beschrieb die Passatelli 1891 in seiner Rezeptesammlung La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene („Die Wissenschaft des Kochens und die Kunst des Genießens“).